HGV-Newsletter vom 23.04.2021 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Geschätzte Mitglieder!

Lange Zeit haben die hohen Infektionszahlen in Südtirol die Politik dazu veranlasst, unsere Betriebe geschlossen zu halten. Ich weiß, das haben viele von euch als ungerecht empfunden, während fast alle anderen Sektoren ohne große Einschränkungen arbeiten konnten. Wir haben dies oft kritisiert und gleichzeitig konkrete Öffnungstermine eingefordert. Nun ist es so weit!
Ab Montag, 26. April, können unsere Gastronomiebetriebe, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter endlich wieder arbeiten. In Südtirol können auch die Innenbereiche unserer Lokale geöffnet werden. Dafür hat sich Ihr Verband sehr stark eingesetzt. Südlich von Salurn hingegen gilt: Nur die Außenbereiche dürfen aufsperren. Das bleibt so bis Anfang Juni.

Dass wir auch im Inneren unsere Gäste bewirten dürfen und dies bis 22 Uhr, ist einem neuen innovativen System, dem CoronaPass Südtirol, geschuldet. Über Wochen wurde daran gearbeitet. Der HGV war von Anfang mit dabei.

Der CoronaPass Südtirol war für die Landesregierung die Grundlage, um von den nationalen Vorgaben abzuweichen. Die Landesregierung geht damit einen neuen Weg, der bald auch in anderen Regionen in Europa Wirklichkeit wird. Gleichzeitig vertraut die Politik darauf, dass Gäste wie Gastgeberinnen und Gastgeber mit dem CoronaPass Südtirol verantwortungsbewusst umgehen.
Das heißt, zum Innenbereich unserer Lokale hat nur Zugang, wer den Nachweis erbringt, dass entweder:

  • ein negativer Corona-Test
  • eine abgeschlossene Corona-Impfung
  • oder eine überstandene Covid-19-Krankheit vorliegt.


Dieser Nachweis erfolgt mit dem Vorzeigen des CoronaPass Südtirol.
Natürlich ist dies alles für uns und unsere Gäste Neuland. Aber wenn wir dadurch auch unsere Innenräume öffnen können und wenn wir es so schaffen, dass sich unsere Gäste in unseren Betrieben sicher fühlen, dann müssen wir diese Chance wahrnehmen und unseren Teil an Verantwortung übernehmen.
Denn eines wollen wir alle zusammen nicht: Dass unsere Betriebe wegen steigender Infektionszahlen wieder geschlossen werden. Wir haben es somit ein Stück weit selbst in der Hand.

Schließlich noch ein Appell:
Das Land und die Gemeinden haben in den letzten Tagen ein breites Testangebot aufgestellt, wo wir uns jederzeit kostenlos auf das Coronavirus testen können. Ich darf euch bitten, diese Angebote wahrzunehmen und eure Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig dazu anzuhalten. So wie unser Gast mit einem negativen Test in unsere Betriebe eintreten kann, so müssen auch wir unseren Gästen die Sicherheit bieten, die sie sich zurecht erwarten.

Herzlichen Dank
Manfred Pinzger
HGV-Präsident

 

Öffnung der Gastronomiebetriebe – die Maßnahmen im Überblick

23.4.2021 – Landeshauptmann Arno Kompatscher hat heute, 23. April, die Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 20 unterschrieben, aufgrund der nun endlich die Gastronomiebetriebe wieder ihre Tätigkeit aufnehmen dürfen. Die darin enthaltenen Maßnahmen gelten, vorbehaltlich anderer zwischenzeitlicher Präzisierungen, für den Zeitraum von Montag, 26. April, bis Samstag, 31. Juli 2021. Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Tätigkeit der Gastronomie in den Innenbereichen ist die Vorlage der „grünen Bescheinigung“, dem sog. CoronaPass Südtirol durch die Gäste. Im Folgenden die Regeln im Detail.


Gastronomiebetriebe
Ab Montag, 26. April 2021, dürfen alle Betriebe zur Verabreichung von Speisen- und/oder Getränken von 5 Uhr bis 22 Uhr öffnen. Das sind Speisebetriebe, wie z. B. Jausenstationen, Gasthäuser, Restaurants, Grillstuben, Pizzerien, Rostbratküchen, Bistros, die öffentlich zugänglichen Restaurants und Bars der Gasthöfe, Hotels, Berggasthäuser und Schutzhütten sowie Buschenschänke, Hofschänke, Almschänke usw., und Schankbetriebe, wie z. B. Bars, Pubs, Cafés, Schänken, Bier- und Weinlokale sowie ähnliche Betriebe.

Im Freien gilt, dass die Konsumation von Speisen und/oder Getränken an einem Tisch im Sitzen erfolgen muss. An den Tischen dürfen höchstens 4 Personen Platz nehmen. Zwischen den Personen, die nicht im selben Haushalt leben, muss ein Sicherheitsabstand von 1 Meter eingehalten werden, außer es sind geeignete Trennvorrichtungen zwischen den Personen angebracht.

In geschlossenen Räumen dürfen Speisen und/oder Getränke ebenfalls nur an Tischen mit maximal 4 Personen, unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1 Meter zwischen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, konsumiert werden. Der Abstand kann unterschritten werden, wenn zwischen den Personen geeignete Trennvorrichtungen angebracht sind. Die Konsumation an der Theke ist nicht erlaubt.

Anmerkung: Ob für zusammenlebende Personen eine Ausnahme gilt und somit mehr als 4 Personen an einem Tisch Platz nehmen dürfen, ist bereits Gegenstand einer Anfrage bei den zuständigen Stellen.

Personen, die in geschlossenen Räumen Speisen und/oder Getränke konsumieren, müssen eine grüne Bescheinigung, den sog. CoronaPass Südtirol vorweisen. Die Gäste können am Eingang der Betriebsräumlichkeiten oder am Tisch kontrolliert werden. Es besteht keine Pflicht, gleichzeitig den Erkennungsausweis zu prüfen. Personen ohne gültigen CoronaPass müssen aufgefordert werden, den Innenbereich des Lokals zu verlassen. Kinder unter 6 Jahren müssen keinen CoronaPass vorweisen.

Hier finden Sie ein entsprechendes Hinweisschild.

In den Speisebetrieben müssen zudem die Tische im Innenbereich immer vorgemerkt werden.

Weiters muss eine ausreichende Anzahl an Vorrichtungen zur Desinfektion der Hände vorhanden sein und es muss für eine regelmäßige Raumhygiene und Lüftung gesorgt werden. Tische, Utensilien und eventuelle Trennvorrichtungen zwischen den Personen müssen nach jedem Kundenwechsel gereinigt und desinfiziert werden.

Der Mensaersatzdienst kann ebenso weiterhin angeboten werden. Es sind dabei die oben genannten Regeln zu befolgen, d. h. dass alle Personen, die in geschlossenen Räumen essen, einen CoronaPass vorweisen müssen und dass maximal 4 Personen mit einem Abstand von 1 Meter am Tisch Platz nehmen dürfen.

Der Abhol- und Lieferservice ist unter Einhaltung der bisher bekannten Regeln weiterhin zulässig.
Am Eingang des Betriebes ist ein Schild anzubringen, auf dem die Höchstzahl der Personen anzugeben ist, die sich unter Einhaltung der Abstandsregelung gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten dürfen.
Hier finden Sie ein Schild, auf dem die Personenanzahl angeben werden kann.

Beherbergungsbetriebe
Auch die Gäste der Beherbergungsbetriebe müssen beim Check-in die grüne Bescheinigung, den CoronaPass Südtirol vorweisen. Den Hausgästen dürfen wie bisher alle Leistungen des Beherbergungsbetriebes, unter Einhaltung der Bestimmungen der Anlage A des Landesgesetzes Nr. 4 vom 8. Mai 2020 angeboten werden. Zwischen den Personen ist ein Sicherheitsabstand von 1 Meter einzuhalten, außer es handelt sich um Personen, die im selben Haushalt leben oder im selben Zimmer untergebracht sind.
Neu ist, dass sich in den Gemeinschaftsräumen gleichzeitig maximal ein Gast je 10 m² Fläche aufhalten darf.
Der Wellnessbereich und das Schwimmbad können ebenfalls geöffnet werden, allerdings nur für Personen, die im Beherbergungsbetrieb übernachten.

Feste, Feiern und Aktivitäten in Tanzlokalen und Diskotheken
Diskotheken und Tanzlokale bleiben weiterhin geschlossen. Feste, sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien, sind verboten, einschließlich jener im Anschluss an zivile oder religiöse Zeremonien. Ein Essen beispielsweise im Anschluss an eine Erstkommunion oder an eine Hochzeit in einem gastgewerblichen Betrieb ist, unter Einhaltung der oben beschriebenen Bestimmungen für die Gastronomie, hingegen zulässig. Es darf dabei keinerlei Unterhaltungstätigkeit stattfinden, welche den Eindruck eines Festes oder einer Feier erwecken könnte.  

Bewegungsfreiheit der Personen
Die Bewegungsfreiheit der Personen ist weiterhin zwischen 5 Uhr morgens und 22 Uhr abends uneingeschränkt möglich. Zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens sind Bewegungen nur aufgrund von nachgewiesenen Arbeitserfordernissen, aus gesundheitlichen Gründen oder Umständen der Notwendigkeit möglich. Bei Kontrollen ist das Vorliegen eines dieser Gründe zu erklären.
Hier finden Sie die Vorlage der Eigenerklärung.

 
 

Das Wichtigste zum CoronaPass Südtirol

23.4.2021 – Ab Montag, 26. April 2021, ist der CoronaPass Südtirol Voraussetzung für den Zutritt zu definierten Bereichen, sogenannte CoronaPass-Areas, wie etwa für den Zutritt zu den Innenbereichen der Gastronomiebetriebe und für Beherbergungsbetriebe.

Den CoronaPass erhalten alle Personen, die

  • negativ getestet wurden,
  • den Nachweis erbringen können, vollständig geimpft zu sein,
  • infolge einer nachgewiesenen Covid-19-Infektion in den letzten 6 Monaten genesen sind und die entsprechende Bescheinigung des Südtiroler Sanitätsbetriebs vorweisen können.


Für den Erhalt des CoronaPass Südtirol mittels Testung ist die Durchführung eines PCR-, Antigen- oder Nasenflügeltests notwendig.

Nasenflügeltest in den Gemeinden
Sie erhalten eine SMS und eine E-Mail mit einem QR-Code (zum Testangebot siehe www.provinz.bz.it/coronatest).

Nasenflügeltest in den Schulen:
Es gilt die aktuelle Bestätigung der Schule.

Üblicher Antigen- und PCR-Test:

Sie erhalten eine SMS und eine E-Mail mit einem QR-Code.

Kontrolle des CoronaPass Südtirol

Für den Zutritt zu den Innenbereichen der Gastronomiebetriebe und für den Zutritt in Beherbergungsbetrieben müssen die Gäste einen gültigen CoronaPass vorweisen. Die Gäste können am Eingang der Betriebsräumlichkeiten oder am Tisch kontrolliert werden bzw. beim Check-in im Beherbergungsbetrieb. Es besteht dabei keine Pflicht, gleichzeitig den Erkennungsausweis zu prüfen. Personen ohne gültigen CoronaPass müssen jedoch aufgefordert werden, den Innenbereich des Gastronomiebetriebes zu verlassen. Kinder unter 6 Jahren müssen keinen CoronaPass vorweisen.

Die Kontrolle, ob ein Gast über einen gültigen CoronaPass verfügt, erfolgt mittels Vorzeigen der jeweiligen Bescheinigung in Papierform durch den Gast oder mittels Scannen des QR-Codes auf der Testbescheinigung. Zum Scannen des QR-Codes des CoronaPass benötigt man keine eigene App. Der QR-Code auf dem Testergebnis kann mit der Kamera von handelsüblichen Smarphones gelesen werden.  
    
Detaillierte Informationen zum CoronaPass Südtirol finden Sie hier!
Klicken Sie hier, um das Erklärvideo zum CoronaPass Südtirol anzuschauen!

Hier finden Sie zudem die Teststation in Ihrer Nähe!

 
 

Mehr Bewegungsfreiheit zwischen den Regionen Italiens

23.4.2021 – Mit dem Gesetzesdekret von Donnerstag, 22. April 2021, hat die Regierung Draghi Maßnahmen zur schrittweisen Wiederaufnahme der wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten beschlossen. Nachfolgend die wichtigsten Bestimmungen.


Wiedereinführung der gelben Zonen
Die Regelungen zur Einteilung der Regionen und autonomen Provinzen in weiße, gelbe, orange und rote Zonen mit den entsprechenden Regelungen wurde bis zum 31. Juli 2021 verlängert. Ab Montag, 26. April 2021, werden nun wieder gelbe Zonen vorgesehen werden, welche es seit Ostern nicht mehr gab. Südtirol ist aufgrund der guten epidemiologischen Entwicklung in Erwartung der Einstufung als gelbe Zone. Sobald die entsprechende Verordnung des Gesundheitsministers veröffentlicht ist, wird Sie der HGV informieren.

Verlängerung des Notstandes
Das Dekret sieht die Verlängerung des Notstandes im Zusammenhang mit dem aktuellen Gesundheitsnotstand bis zum 31. Juli 2021 vor, der bereits am 31. Januar 2020 beschlossen wurde.

Mehr Bewegungsfreiheit zwischen den Regionen
Ab Montag, 26. April 2021, können sich Personen in und aus Regionen und autonomen Provinzen, die als weiße oder gelbe Zone eingestuft sind, ohne besonderen Nachweis bewegen. Für touristische Reisen in und aus Regionen oder autonome Provinzen, die als orange oder rote Zone eingestuft sind, wird der sogenannte „Grüne Pass“ benötigt. Zudem dürfen Reisen in und aus orange oder rot eingestufte Zonen auch weiterhin ohne „Grünen Pass“ aus beruflichen, gesundheitlichen oder anderen notwendigen Gründen erfolgen sowie für die Rückreise zum Wohnort. Südtirol wird aller Voraussicht nach am Wochenende als gelbe Zone eingestuft.
Die jeweils aktuelle geltende Einstufung der restlichen Regionen und autonomen Provinzen finden Sie hier.

Der „Grüne Pass“
Der national geltende „Grüne Pass“ bescheinigt entweder die erfolgte Impfung gegen das Coronavirus, die Genesung von der Infektion oder die Durchführung eines Molekular- oder Antigentests mit negativem Ergebnis. Die Bescheinigungen über die Impfung und die Genesung sind sechs Monate lang gültig. Die Bescheinigung über den negativen Test ist zum Zwecke der Bewegung zwischen den italienischen Regionen und autonomen Provinzen 48 Stunden lang gültig.
Die in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgestellten Bescheinigungen sollen als gleichwertig anerkannt werden, ebenso die Bescheinigungen, die in einem Drittland nach einer in der Europäischen Union anerkannten Impfung ausgestellt wurden.

Einreise aus dem Ausland
Welche Einreisebestimmungen ab dem 1. Mai 2021 gelten, ist derzeit noch nicht bekannt. Das staatliche Gesetzesdekret sieht nun jedoch vor, dass der Gesundheitsminister mit entsprechenden Maßnahmen Fälle vorsehen kann, in denen der Besitz des „Grünen Passes“ von der Einhaltung von Gesundheitsmaßnahmen, wie z. B. der Quarantäne, befreit.

 
 

Einmalbeitrag von 2.400 Euro für Saisonmitarbeiterinnen und -mitarbeiter – Termin für Antrag auf 31. Mai 2021 aufgeschoben

23.4.2021 – Wie bereits mitgeteilt, steht den Saisonmitarbeiterinnen und -mitarbeitern des Tourismussektors ein Einmalbetrag (indennità una tantum omnicomprensiva) von 2.400 Euro zu, falls diese zum Stichtag 23. März 2021 in keinem Arbeitsverhältnis standen, kein Arbeitslosengeld (NASpI) oder keine Pension bezogen haben und im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 23. März 2021 mindestens 30 Beschäftigungstage aufweisen können.


Laut Angaben des NISF/INPS wurde der Betrag an jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bereits den Bonusbetrag von 1.000 Euro aus dem Dekret Ristori im November/Dezember 2020 erhalten haben, bereits automatisch ausbezahlt.
Alle anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen einen entsprechenden telematischen Antrag über das NISF/INPS stellen. Das NISF/INPS hat am Montag, 19. April, das Rundschreiben mit den entsprechenden Anleitungen veröffentlicht und den Termin für die Antragstellung vom 30. April 2021 auf den 31. Mai 2021 aufgeschoben. Der telematische Antrag kann seit heute, 23. April, über diesen Link gestellt werden (Zugang mittels SPID oder INPS-PIN).

Weitere Informationen und Hilfestellungen erhalten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei den Patronaten. Hier finden Sie eine Liste der Patronate in Südtirol.

 
 
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