HGV-Newsletter vom 12.05.2020 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Erinnerung: Videokonferenz (Webinar) für HGV-Mitglieder am 13. Mai 2020

12.5.2020 – Wie im Newsletter von gestern mitgeteilt, findet am Mittwoch, 13. Mai, von 9 Uhr bis 12 Uhr eine Videokonferenz für HGV-Mitglieder statt. Im Rahmen dieser Videokonferenz haben Sie die Möglichkeit, Fragen im Zusammenhang mit der Öffnung der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe und der damit zusammenhängenden Thematiken, Chancen und Risiken zu stellen.


An der Videokonferenz nehmen folgende Gesprächspartner teil:
Präsident Manfred Pinzger
Direktor Thomas Gruber
Landtagsabgeordneter Helmut Tauber
Wilfried Albenberger, Leiter HGV-Personalberatung
Stefan Amplatz, Leiter HGV-Steuerberatung
Evelin Schieder, Leiterin HGV-Rechtsabteilung
Klaus Schmidt, Leiter HGV-Unternehmensberatung

Nachfolgend finden Sie den Link sowie die Webinar-ID, die Ihnen die Teilnahme an der Videokonferenz (Webinar) ermöglichen:

Link: https://us02web.zoom.us/j/81263890673

Webinar-ID: 812 6389 0673

Sie können sich bereits 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung zur Videokonferenz (Webinar) einschalten.

Wichtige Hinweise/Anleitung zur Videokonferenz (Webinar):
1. Klicken Sie auf den obigen Link und befolgen Sie die Anweisungen, die Ihnen fortlaufend angezeigt werden.
2. Empfehlung: Nehmen Sie an der Videokonferenz von einem Smartphone, Tablet oder PC aus teil.
3. Damit alles koordiniert und reibungslos ablaufen kann, werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit Ausnahme der Referenten, während der Versammlung auf „stumm“ geschalten.
4. Ihre Fragen können Sie stellen, indem Sie die F&A-Funktion nutzen (F&A anklicken, Frage eingeben, auf „senden“ klicken).

 
 

Einreise von Mitarbeitern aus dem In- und Ausland – Was ist zu beachten?

12.5.2020 – Im Falle einer Einreise von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Ausland gelten derzeit (Stand 12. Mai 2020) folgende Regeln.


Alle Personen, die nach Italien einreisen (z. B. Straße, Eisenbahn, Flugzeug) sind verpflichtet, unverzüglich die zuständigen Dienste für Hygiene und öffentliche Gesundheit zu verständigen.
Sie werden unter ärztliche Beobachtung gestellt und müssen für 14 Tage in Isolation. Die Pflicht zur Isolation gilt unabhängig davon, ob der Mitarbeiter ein negatives Testergebnis vorweisen kann oder nicht.
Diese Isolation kann auf dem Personalzimmer im Betrieb durchgeführt werden. Der Arbeitgeber soll dem isolierten Mitarbeiter die entsprechende Verpflegung (Mahlzeiten) zur Verfügung stellen. Sollten sich während dieser Zeit Symptome von COVID-19 zeigen, sind die eingereisten Mitarbeiter verpflichtet, unverzüglich den Sanitätsbetrieb darüber zu informieren.

Eigenerklärung bei Einreise aus dem Ausland
Hier finden Sie die Eigenerklärung (modulo rientro da estero), die im Falle einer Einreise aus dem Ausland nach Italien mitgeführt werden muss.
Unter diesem Link sind weitere Informationen zu den Einreisemodalitäten enthalten.

Meldung an den Dienst für Hygiene
In Südtirol müssen sich Einreisende nach Italien beim Dienst für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Südtiroler Sanitätsbetriebes mittels diesem Online-Formular melden.
Das Bürgertelefon unter der Nummer 800 751751 steht von 8 Uhr bis 20 Uhr für allgemeine Informationen zur Verfügung.

Beispiel: Geplanter Arbeitsbeginn am Freitag, 29. Mai 2020
•    Ankunft beim Arbeitgeber am 14. Mai 2020 + Meldung an Dienst für Hygiene am selben Tag
•    Isolation vom 15. bis 28. Mai 2020
•    Meldung an das Lohnbüro am 28. Mai 2020 für Arbeitsbeginn am 29. Mai 2020

Mitarbeiter aus anderen Regionen Italiens können aus Arbeitsgründen die eigene Region verlassen und nach Südtirol übersiedeln. Hierfür muss ausschließlich die aktuell gültige Eigenerklärung (autodichiarazione ai sensi degli artt. 46 e 47 D.P.R. N. 445/2000) mitgeführt werden. Die Vorlage hierzu finden Sie unter diesem Link.
In diesem Fall ist keine Isolation vorgesehen.


Regelung für Nicht-EU-Bürger mit saisonaler Arbeitsgenehmigung, welche nach der Wintersaison aufgrund der Grenzschließungen nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten:
Mit dem Umwandlungsgesetz zum Dekret Cura Italia wurde die Gültigkeit der Aufenthaltsgenehmigung von Nicht-EU-Bürgern, unabhängig von deren Verfallsdatum, bis zum 31. August 2020 verlängert. Dies gilt auch für die saisonalen Arbeitsgenehmigungen. Falls sich der Mitarbeiter also noch in Südtirol bzw. im Personalzimmer befindet, kann dieser für die Sommersaison (vorerst bis 31. August 2020) normal angemeldet werden.

 
 

INAIL – Arbeitssicherheit und COVID-19 – Klarstellung

12.5.2020 – Falls KEIN effektiver Zusammenhang zwischen der Infektion des Mitarbeiters mit dem Coronavirus und dessen Arbeitstätigkeit besteht, dann handelt es sich um einen Krankenstand, welcher vom NISF/INPS abgedeckt ist.


Damit eine Infizierung mit dem Coronavirus HINGEGEN als Arbeitsunfall gilt, muss ein Zusammenhang der Infizierung mit der Arbeitstätigkeit nachgewiesen werden können und vom behandelnden Arzt eine entsprechende INAIL-Bescheinigung ausgestellt werden. Der Arbeitgeber bzw. das zuständige Lohnbüro muss bei Erhalt dieser INAIL-Bescheinigung die telematische Unfall-Meldung an das INAIL übermitteln.

Grundsätzlich sind die Unternehmen durch die Zahlung der jährlichen INAIL-Prämie gegen sämtliche Arbeitsunfälle unfallversichert. Das INAIL muss somit eine bei der Arbeit erlittene Erkrankung an COVID-19 als Arbeitsunfall anerkennen und den Beschäftigten das Unfallgeld auszahlen.

Für die Arbeitssicherheit verantwortlich sind v. a. der Arbeitgeber, der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens und der eventuelle Betriebsarzt.
Das Landesgesetz zur Öffnung bestimmter wirtschaftlicher Tätigkeiten, unter Berücksichtigung der darin enthaltenen Sicherheitsbestimmungen, ist in Kraft und wirksam. Wenn sich das Unternehmen an die Sicherheitsbestimmungen hält und keine Missachtung desselben vorliegt, ist eine Haftung des Arbeitgebers in der Regel auszuschließen.

Wichtig: Arbeitsunfälle in Zusammenhang mit einer Infizierung mit dem Coronavirus werden nicht für die Berechnung des betriebsspezifischen Prämiensatzes berücksichtigt - eine Erhöhung der INAIL-Prämie für den einzelnen Betrieb ist somit ausgeschlossen.

 
 

Lohnausgleich – Was ist bei der Beschäftigung von Mitarbeitern zu beachten?

12.5.2020 – Durch die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Tätigkeiten können Mitarbeiter aus dem Lohnausgleich wieder an den Arbeitsplatz zurückgeholt werden. Möglich ist auch eine schrittweise Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit.


Dies bedeutet, dass Mitarbeiter auch für Stunden oder Tage (alternierend mit anderen Mitarbeitern) ihre Arbeitsleistung erbringen können, welche regulär entlohnt wird, und sie sich nur einige Stunden/Tage im Lohnausgleich befinden. Wichtig ist, dass die Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit z. B. über einen Arbeitsplan nachvollziehbar und nachweisbar ist.

Beispiel bei reduzierter Vollzeitbeschäftigung

Tägliche Arbeitszeit von 11 Uhr bis 14 Uhr von Montag bis Samstag (= 18 Arbeitsstunden pro Woche)
Der Differenzbetrag zu einer Vollzeitbeschäftigung (= 22 Stunden/Woche) wird über den Lohnausgleich abgewickelt.

Beispiel bei alternierender Arbeitswoche
Woche vom 11.05.2020 – 17.05.2020
Mitarbeiter A: 40 Stunden Arbeitsleistung
Mitarbeiter B: 40 Stunden Lohnausgleich

Woche vom 18.05.2020 – 24.05.2020
Mitarbeiter A: 40 Stunden Lohnausgleich
Mitarbeiter B: 40 Stunden Arbeitsleistung

Einstellung von Mitarbeitern in Betrieben mit laufendem Lohnausgleich
Falls sich Mitarbeiter noch im Lohnausgleich befinden, sind Anmeldungen von ehemaligen Mitarbeitern nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich:

Einstellung von ehemaligen Mitarbeitern (Vertragserneuerung)
Bei der Einstellung von ehemaligen Mitarbeitern (z. B. der letzten Winter- oder Sommersaison) handelt es sich um eine sogenannte Vertragserneuerung. Aufgrund einer kürzlich erlassenen Bestimmung im umgewandelten Gesetzesdekret Cura Italia dürfen während der Corona-Krise nun auch Vertragserneuerungen abgeschlossen werden, falls der Betrieb Lohnausgleich beansprucht. Die Vertragspause (Stop-and-go von 10 bzw. 20 Tagen) muss in dieser Notsituation nicht berücksichtigt werden.

Beachtet werden muss aber, dass Mitarbeitern mit derselben Qualifizierung (z. B. Servierfachkraft), welche sich noch im Lohnausgleich befinden, der Vortritt gegeben werden muss.

Einstellung von Mitarbeitern in Betrieben mit abgeschlossenem bzw. ohne Lohnausgleich
Falls kein Lohnausgleich beansprucht wurde oder bereits alle Mitarbeiter aus dem Lohnausgleich zurückgeholt wurden, können Mitarbeiter mit den üblichen Modalitäten befristet oder unbefristet angemeldet werden. Auch Umwandlungen von befristete in unbefristete Arbeitsverträge bzw. Verlängerungen von befristeten Arbeitsverträgen sind möglich.

 
 

Mögliche Einstellungsformen und Vertragsarten

12.5.2020 – Im Folgenden werden die möglichen Einstellungsformen bzw. Vertragsarten aufgelistet.


Teilzeitvertrag
Falls eine Einstellung von Mitarbeitern laut den vorhin beschriebenen Einschränkungen zulässig ist, kann es in dieser besonderen Situation von Vorteil sein, einen Teilzeitvertrag abzuschließen. Mit Teilzeitvertrag können alle Mitarbeiter beschäftigt werden, welche weniger als 40 Stunden pro Woche arbeiten.
Damit der Teilzeitvertag gültig ist, muss die Arbeitszeit (Uhrzeit von/bis und Arbeitstage) auf dem Vertrag angeführt sein. 

Beispiel:
Teilzeitvertrag 60% - 4 Stunden pro Tag (24 Wochenstunden)
Mittwoch bis Montag von 11 Uhr bis 15 Uhr – Dienstag Ruhetag

Aufgrund der flexiblen elastischen Klausel im individuellen Arbeitsvertrag kann auch von den vertraglich festgelegten Arbeitszeiten abgewichen werden, ohne dass hierfür der Arbeitsvertrag abgeändert werden muss (freie Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter).


Arbeit auf Abruf
Arbeitnehmer, welche gelegentlich, also nicht kontinuierlich z. B. an Wochenenden mit erhöhtem Arbeitsaufkommen arbeiten, können mit dem Vertrag „Arbeit auf Abruf“ beschäftigt werden. 

Für jeden Beschäftigten, welcher mit dem Vertrag „Arbeit auf Abruf“ eingestellt ist, muss jeweils vor Arbeitsbeginn eine Mitteilung an das Arbeitsamt erfolgen. Diese Meldung muss vom Arbeitgeber selbst mittels eigenem Formular an die E-Mailadresse intermittenti@pec.lavoro.gov.it vorgenommen werden. Die Mitteilung, wann der Mitarbeiter auf Abruf seine Arbeit antritt, muss unmittelbar vor Arbeitsbeginn erfolgen. Ist z. B. der Arbeitsbeginn um 11 Uhr, muss die Mitteilung innerhalb 10.59 Uhr erfolgen.

Die Entlohnung erfolgt laut zustehender Lohngruppe, die je nach Einstufung und Kategorie des Betriebes verschieden ist. Dafür wurden kollektivvertragliche Brutto-Stundenlöhne inklusive aller zusätzlichen Lohnelemente (13. und 14. Monatslohn, Urlaub, Freistunden und Abfertigung) vereinbart.
Die Sozialabgaben werden nur auf die effektiv gearbeiteten Arbeitsstunden berechnet. Die Auszahlung erfolgt über einen regulären Lohnstreifen.


Weitere Informationen zu den Einstellungsformen finden Sie auf der HGV-Website.

 
 

HGV-forum2020 zum Anschauen

12.5.2020 – Am Montag, 11. Mai, fand zum ersten Mal in der 58-jährigen Verbandsgeschichte das HGV-forum als Online-Live-Event statt.


Unter dem Motto #RestartTourism sprachen HGV-Präsident Manfred Pinzger, Tourismuslandesrat Arnold Schuler und IDM-Präsident Hansi Pichler über den Neustart des Tourismus in Südtirol. Landeshauptmann Arno Kompatscher und EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann waren per Live-Schaltung dabei.

Wenn auch Sie das HGV-forum2020 nochmals anschauen möchten, dann klicken Sie hier!

Hier finden Sie die Rede von Präsident Manfred Pinzger zum Nachlesen.

 
 
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