HGV-Newsletter vom 21.04.2020 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Zuschüsse für Kleinunternehmen infolge des COVID-19-Notstandes – Anträge können gestellt werden

21.4.2020 – Ab heute können Einzelunternehmen, Personen- oder Kapitalgesellschaften sowie Selbstständige Anträge um einen Zuschuss für Umsatzverluste aufgrund des COVID-19-Notstandes stellen.

Was sind die Voraussetzungen?

  • Die Aufnahme der Tätigkeit muss vor dem 23. Februar 2020 erfolgt sein.
  • Ein besteuerbares Einkommen aus der letzten eingereichten Steuererklärung von maximal 50.000 Euro bei Einzelunternehmen und Selbstständigen, oder von 85.000 Euro bei Gesellschaften mit mehr als einem Gesellschafter und Familienunternehmen.
  • Ein Umsatz von mindestens 10.000 Euro im letzten verfügbaren Geschäftsjahr.
  • Im Jahr 2019 maximal fünf Mitarbeiter/-innen in Vollzeit beschäftigt.

 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden als Jahresarbeitseinheiten – JAE – angegeben und umfassen Angestellte des Unternehmens, für das Unternehmen tätige Personen, mitarbeitende Eigentümerinnen/Eigentümer sowie Teilhaberinnen/Teilhaber, die eine regelmäßige Tätigkeit im Unternehmen ausüben. Lehrlinge und Studierende, die einen Ausbildungsvertrag haben, sind in der Mitarbeiterzahl nicht zu berücksichtigen. Das besteuerbare Einkommen entspricht bei Einzelunternehmen der Gesamtsumme der besteuerbaren Einkommen laut den jeweiligen Übersichten zur Einkommensermittlung unternehmerischer Tätigkeit (Übersichten RG, RF und LM) und bei Gesellschaften dem besteuerbaren Gesamteinkommen (Übersichten RG, RE und RF) zuzüglich der bei der Ermittlung des Gesamteinkommens der Gesellschaft in Abzug gebrachten Co.co.co.-Vergütungen der Gesellschafter. Unternehmen, welche ihre Tätigkeit im Laufe des Jahres 2019 begonnen haben, müssen bis Ende Februar 2020 einen Umsatz von durchschnittlich mindestens 1.000 Euro pro Tätigkeitsmonat erreichen.

Was sind die Kriterien?
Um in den Genuss des Zuschusses zu kommen, muss der Umsatz in den Monaten März, April oder Mai 2020 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um mindestens 50 Prozent zurückgegangen sein. Der Umsatz entspricht der Summe der ausgestellten Rechnungen, Belege, Quittungen und Tagesinkassi, und zwar unabhängig vom Zeitpunkt des Inkassos derselben. Zudem muss der Umsatz des Gesamtjahres 2020 um mindestens 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 zurückgehen. Der Beitrag muss samt Zinsen zurückgezahlt werden, sollte dies nicht zutreffen. Für Antragsteller, welche die Tätigkeit erst 2019 begonnen haben, ist der Nachweis des Umsatzrückganges nicht erforderlich.

Höhe des Beitrages

  • 3.000 Euro für Antragsteller, welche die Tätigkeit im Jahre 2019 begonnen haben.
  • 5.000 Euro für Antragsteller, die im Jahr 2019 bis zu zwei Personen beschäftigt haben.
  • 7.500 Euro für Antragsteller, die im Jahr 2019 mehr als zwei und bis zu vier Personen beschäftigt haben.
  • 10.000 Euro für Antragsteller, die im Jahr 2019 mehr als vier und bis zu fünf Personen beschäftigt haben.


So erfolgt die Antragstellung
Der Antrag um Zuschüsse für Kleinunternehmen kann bis 30. September 2020 online über den E-Government-Service der Landesverwaltung „COVID-19 – Zuschüsse an Kleinunternehmen“ mittels SPID unter diesem Link eingereicht werden.
Es ist eine Stempelgebühr von 16 Euro zu bezahlen. Diese kann online (digitale Stempelmarke @e.bollo) oder mittels Zahlschein F23 bezahlt werden. Als Alternative dazu können im Antrag die Nummer und das Datum der Stempelmarke aufscheinen.
Die Anträge können nur mittels SPID, die sog. digitale Identität, gestellt werden.
Informationen zur Aktivierung des SPID finden Sie hier.
Sobald man über SPID verfügt und nachdem der gesetzliche Vertreter die Delegierung für das Unternehmen im persönlichen Bereich (Mein Profil) von myCIVIS erstellt hat, ist es möglich, die Online-Anfragen über dieselbe Plattform durchzuführen. Informationen dazu finden Sie hier!

HGV-Doppelkunden, d. h. Kunden der HGV-Steuerberatung und der HGV-Personalberatung werden nach Überprüfung des Vorhandenseins der Voraussetzungen (Feststellung des besteuerbaren Einkommens, Berechnung der Jahresarbeitseinheiten und Umsatzrückgang) für die Gewährung dieses Beitrages direkt vom HGV kontaktiert.

Weitere Informationen erhalten Sie in Ihrem HGV-Bezirksbüro oder bei der HGV-Rechtsabteilung in Bozen unter recht@hgv.it oder Tel. 0471 317 760.

 
 

Eingeschränkte Beherbergungstätigkeit möglich

21.4.2020 – Beherbergungsbetriebe müssen grundsätzlich für die Allgemeinheit geschlossen bleiben. In Betrieben, welche den Ateco-Kodex 55.1 (Hotels, Residence, Pensionen…) aufweisen, dürfen ausnahmsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen beherbergt und verpflegt werden, welche Tätigkeiten ausüben, die bisher nicht mittels Dekret des Ministerpräsidenten bzw. des Landeshauptmanns ausgesetzt sind bzw. wieder erlaubt sind.

Dies sind z. B. das Gesundheitspersonal oder das vom Bevölkerungsschutz eingesetzte Personal, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Produktions- oder Dienstleistungsunternehmen, welche ihre Tätigkeit ausüben dürfen, oder im Lebensmitteleinzelhandel beschäftigte Personen.
Beherbergungsstrukturen mit einem anderen Ateco-Kodex, wie zum Beispiel Bed & Breakfast, Urlaub auf dem Bauernhof, Privatzimmervermieter, Schutzhütten oder Campings, dürfen diese Beherbergungstätigkeit nur nach einer entsprechenden Meldung an den Regierungskommissär aufnehmen. In dieser Meldung ist die Organisation bzw. das Unternehmen mit dem entsprechenden Ateco-Kodex anzugeben, für welches die beherbergte Person tätig ist.

Hygiene- und Schutzmaßnahmen
Bei der Ausübung dieser erlaubten Tätigkeit ist es verpflichtend, die Nase und den Mund zu bedecken, wenn die Möglichkeit besteht, mit anderen Personen in Kontakt zu kommen. Zudem ist der zwischenmenschliche Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und es müssen Mittel zur Handdesinfektion zur Verfügung gestellt werden. Sollten für die Ausübung dieser Tätigkeit Arbeitnehmerinnen oder Arbeiternehmer beschäftigt werden, müssen die vorgeschriebenen Bestimmungen im Bereich Arbeitssicherheit, auch betreffend die Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus am Arbeitsplatz, eingehalten werden.

Weitere Informationen erteilt die HGV-Rechtsabteilung unter recht@hgv.it oder Tel. 0471 317 760.

 
 

Tätigkeit ohne Kundenkontakt mit maximal fünf Mitarbeitern zulässig

21.4.2020 – Die Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 21 vom 18. April 2020 sieht eine Ausweitung jener Tätigkeiten vor, welche aufgrund der derzeitigen Bestimmungen noch ausgesetzt sind. Aufgrund dieser Bestimmung ist nun die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Betriebsgelände des Unternehmens unter Mitwirkung von maximal fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zulässig.

Voraussetzung ist, dass die Tätigkeiten ohne Kundenkontakt ausgeübt werden und die vorgeschriebenen Bestimmungen im Bereich Arbeitssicherheit, auch betreffend die Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus am Arbeitsplatz, eingehalten werden.
Bei allen ausgesetzten gastgewerblichen Tätigkeiten ist es nun zudem möglich, dass auch Dritte zur Durchführung von Überwachungs-, Konservierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen, zur Zahlungsabwicklung sowie für Reinigungs- und Sanitärmaßnahmen beauftragt werden können. Werden Dritte mit der Durchführung der genannten Tätigkeiten beauftragt, so ist vorab eine Mitteilung an den Regierungskommissär zu richten, in welcher die Namen der Personen angeben werden müssen, die im Betrieb anwesend sein werden.
Hier finden Sie das Formular für die Mitteilung an das Regierungskommissariat.

Arbeitssicherheit – Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind einzuhalten
Alle Tätigkeiten müssen unter Berücksichtigung aller aktuell gültigen gesetzlichen Bestimmungen und Sicherheitsprotokolle zur Vermeidung der Krankheitsübertragung ausgeführt werden. So ist unter anderem der zwischenmenschliche Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und Mund und Nase müssen bedeckt werden.
Im Besonderen muss das Protokoll zur Regelung der Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus am Arbeitsplatz, das am 14. März von der Regierung und den Sozialpartnern unterzeichnet wurde, eingehalten werden.
Unter anderem ist vorgeschrieben, dass wenn es aufgrund der Arbeitstätigkeit nicht immer möglich ist, den vorgeschriebenen Mindestabstand von einem Meter einzuhalten, zusätzlich zum Mundschutz auch andere Schutzausrüstung zu verwenden ist, und zwar z. B. Handschuhe, Brillen, Anzüge, Hauben, Kittel usw.

Hier finden Sie ein entsprechendes Informationsschreiben, welches den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszuhändigen ist.
Hier finden Sie die Leitlinien für den korrekten Umgang mit dem Coronavirus am Arbeitsplatz, welche unter Berücksichtigung der konkreten betrieblichen Situation umzusetzen sind.

Weitere Informationen erteilt die HGV-Rechtsabteilung unter recht@hgv.it oder Tel. 0471 317 760.

 
 
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