HGV-Newsletter vom 20.03.2020 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Voucher statt Rückzahlung des Angeldes oder Anzahlung

20.3.2020 – Wegen der Dringlichkeitsmaßnahmen zur Vorbeugung und Bewältigung des epidemiologischen Notstandes aufgrund des Coronavirus ist es seit dem 10. März nicht mehr möglich, den Urlaub in Südtirol zu verbringen. Das bedeutet, dass der Urlaub wegen gänzlicher Unmöglichkeit nicht mehr stattfinden kann.


Bei Stornierungen aufgrund einer gänzlichen Unmöglichkeit einer Leistung, wie im Moment, kann der Gast gemäß italienischem Zivilgesetzbuch die bereits geleisteten Zahlungen, wie etwa das Angeld zur Bestätigung, die Anzahlung oder andere Vorauszahlungen vom Gastwirt zurückfordern.

Abweichend zu diesen Bestimmungen des Zivilgesetzbuchs sieht das Dekret „Cura Italia“ vom 17. März 2020 nun vor, dass Beherbergungsbetriebe bei Stornierungen aufgrund der gänzlichen Unmöglichkeit der Beherbergung den Gästen anstelle der Rückzahlung von bereits geleisteten Zahlungen einen Voucher mit einer Gültigkeit von einem Jahr ab Ausstellungsdatum ausstellen können. Somit sind Beherbergungsbetriebe nicht mehr verpflichtet, dem Gast das geleistete Angeld, die Anzahlung oder andere Vorauszahlungen zurückzuerstatten.
Unbenommen bleibt natürlich weiterhin die Möglichkeit, die geleisteten Zahlungen freiwillig an den Gast zurückzuzahlen.
Die Ausstellung des Vouchers ist für Buchungsstornierungen ab dem 10. März für Aufenthalte ab dem 10. März bis zum Ende der derzeitigen Situation vorgesehen, die den Urlaubsantritt gänzlich unmöglich macht. Im Moment sehen die nationalen und lokalen Bestimmungen vor, dass bis zum 3. April ein Urlaubsantritt unmöglich ist. Dieser Termin kann von den Behörden verlängert werden.

Diese Bestimmung gilt sowohl für Pauschal- als auch für Individualreisen, unabhängig vom Herkunftsland des Gastes und unabhängig davon, ob die Buchung persönlich oder über eine Reiseagentur abgewickelt wurde. Jeder Beherbergungsbetrieb kann selbst festlegen, ob der Voucher übertragbar ist oder nicht und ob der Voucher für einen einzigen Aufenthalt genutzt werden kann oder für mehrere Aufenthalte.  
Der Voucher, mit Gültigkeit von 12 Monaten ab dem Datum seiner Ausstellung, ist innerhalb von 15 Tagen ab Stornierung der Buchung auszustellen.

Hier finden Sie eine Briefvorlage sowie eine Vorlage für den Voucher in deutscher, italienischer und englischer Sprache.

Weitere Auskünfte erteilt die HGV-Rechtsabteilung in Bozen unter Tel. 0471 317 760 oder recht@hgv.it.

 
 

Coronakrise: Unterstützungsmaßnahmen für Betriebe

20.3.2020 – Die Wirtschaft und die Arbeitnehmer mit Liquidität versorgen - das ist nach dem Schutz der Gesundheit eines der wichtigsten Ziele, welche Banken, Sozialpartner und Politik derzeit verfolgen. Eine Reihe von Maßnahmen, sowohl auf lokaler als auch auf staatlicher Ebene, wurden dazu bisher beschlossen. Eine wichtige Rolle dabei spielen auch die Garantiegenossenschaften Garfidi und Confidi. Ebenso wurde der staatliche Garantiefonds (FCG) mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet.


Eine unbürokratische Aussetzung (Stundung) von Kapital oder der gesamten Rate (Kapital und Zinsen) für bestehende Darlehen ist demnach sofort möglich. Die Aussetzung kann für die Dauer von maximal 12 Monaten beantragt werden. Gleichzeitig kann um die Verlängerung der Laufzeit des betreffenden Darlehens um bis zu 24 Monate angesucht werden.

Der HGV empfiehlt, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank oder an die HGV-Unternehmensberatung. Diese bietet für Steuerkunden sowie für Controlling-Kunden der Unternehmensberatung eine entsprechend kostenlose Beratung sowie die Erstellung eines kostenlosen Liquiditätsplanes an, sofern ein solcher von der Bank angefordert wird. Für Nicht-Kunden wird dieser Liquiditätsplan zu einem stark reduzierten Preis (300 Euro statt 600 Euro) angeboten.

Eine staatliche Maßnahme aus dem Dekret „Cura Italia“ sowie ein Abkommen zwischen Banken und der italienischen Bankenvereinigung (ABI) sehen eine ebenso unbürokratische Stundungsmöglichkeit vor. Es ist von Fall zu Fall mit Ihrem Firmenkundenberater abzuwägen, welche der Möglichkeiten die beste ist. Im Dekret „Cura Italia“ ist ebenso vorgesehen, dass gewährte Kontokorrent-Kredite bis zum 30. September 2020 nicht gekürzt oder ausgesetzt werden dürfen.
Besteht hingegen kurzfristiger Bedarf an zusätzlicher Liquidität, kann über die Garantiegenossenschaft Garfidi eine Garantie für Kredite bis zu 35.000 Euro beantragt werden. Voraussetzung dafür ist in erster Linie die Bereitschaft einer Bank, diesen Kredit zu gewähren. Zudem muss das Unternehmen Mitglied der Garantiegenossenschaft werden. Die (geringen) Kosten für die Mitgliedschaft trägt das Unternehmen – die (höheren) Garantiekosten werden aufgrund der Coronakrise erlassen. Für Garantien über 35.000 Euro werden zusätzlich die diesen Betrag übersteigenden Garantiekosten zu 50 Prozent erlassen.

Gerne können Sie sich an die HGV-Unternehmensberatung für weitere Informationen unter Tel. 0471 317 780, unternehmensberatung@hgv.it oder direkt an die Garantiegenossenschaft Garfidi unter Tel. 0471 057 555 wenden.

 
 
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