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Sicherheitsmaßnahmen für Betriebe: Verschärfte Kontrollen werden durchgeführt

18.12.2020 – Um das Infektionsgeschehen weiter unter Kontrolle zu behalten, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher angekündigt, die Kontrollen in und außerhalb der Betriebe zu verschärfen. Lokalbetreibern, welche die Regeln missachten, droht eine Geldstrafe zwischen 400 Euro und 1.000 Euro sowie eine Schließung ihres Lokals zwischen 5 und 30 Tagen. Gäste, welche sich auch nach entsprechender Aufforderung des Gastwirtes oder der Gastwirtin nicht an die Regelungen halten, können im Falle einer Kontrolle ebenso mit einer Geldstrafe zwischen 400 Euro und 1.000 Euro rechnen.


Im Folgenden die Maßnahmen, welche zur Einschränkung der Verbreitung des Coronavirus von den Gastbetrieben zu beachten sind.

Sitzplätze und Abstand
Die Konsumation am Tisch ist mit maximal 4 Personen pro Tisch zulässig, außer es handelt sich bei allen um zusammenlebende Personen. Zwischen den Personen, die nicht im selben Haushalt leben, muss ein Sicherheitsabstand von 1 Meter eingehalten werden, außer es sind geeignete Trennvorrichtungen zwischen den Personen angebracht. Der Konsum und die Verabreichung von Speisen und Getränken am Tresen sind nur dann erlaubt, wenn der zwischenmenschliche Abstand von 1 Meter zwischen den Gästen eingehalten wird oder wenn geeignete Trennvorrichtungen vorhanden sind. Die Konsumation am Tresen darf ebenfalls nur im Sitzen erfolgen.
Diese Regeln gelten auch für die Verabreichung im Freien, z. B. auf den Terrassen oder vor den Lokalen. Ab 18 Uhr ist die Konsumation von Speisen und/oder Getränken im Freien verboten.

Schutz der Atemwege
Bei jeder Bewegung, sowohl im Lokal als auch im Freien, müssen die Gäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Mitarbeiter müssen immer eine chirurgische Maske tragen.  
Nur an den Tischen sitzend müssen die Gäste keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bei der Konsumation am Tresen sitzend kann nur für die unabdingbare Zeit des Verzehrs auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verzichtet werden.
Gäste müssen für die Selbstbedienung am Buffet einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich vor der Selbstbedienung die Hände desinfizieren.

Handhygiene
Eine ausreichende Anzahl an Vorrichtungen zur Desinfektion der Hände muss für die Gäste und die Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Im Besonderen müssen diese Vorrichtungen neben Tastaturen, Touchscreens und Zahlungssystemen im Falle der Kundenverwendung vorhanden sein. Die Desinfektion der Hände vor und nach der Benutzung der Toilette ist verpflichtend. Vor und nach dem Lesen von Zeitungen oder dem Benutzen von Spielkarten sind die Hände ebenfalls zu desinfizieren.

Raumhygiene
Tische, Utensilien und eventuelle Trennvorrichtungen zwischen den Personen müssen nach jedem Gästewechsel gereinigt und desinfiziert werden. Eine regelmäßige, zumindest aber einmal tägliche Reinigung und Raumhygiene muss gewährleistet sein. Sofern möglich, müssen eine ausreichende natürliche Lüftung und ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet sein.

Musikveranstaltungen und Feiern sind weiterhin nicht zulässig
Es wird daran erinnert, dass alle organisierten, öffentlich zugänglichen Veranstaltungen, zu welchen auch Musikveranstaltungen in Schank-Speisebetrieben gehören, weiterhin ausgesetzt sind.  
Ebenso dürfen Feste und Feiern, sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien, auch solche, die aufgrund von zivilen und religiösen Zeremonien stattfinden, derzeit nicht durchgeführt werden.

Aushängen der maximalen Personenanzahl
Am Eingang zum Gastronomiebetrieb muss ein Schild angebracht werden, auf welchem die Höchstzahl der Personen angegeben ist, die sich unter Einhaltung der Bestimmungen der Anlage A des Landesgesetzes Nr. 4/2020 gleichzeitig in diesen Räumlichkeiten aufhalten dürfen. Im Folgenden die Regelung zur Berechnung der maximalen Gästeanzahl:

  • Im Lokal dürfen sich nicht mehr Gäste aufhalten als es Sitzplätze unter Einhaltung der Distanzregelung für Personen gibt. In Schankbetrieben werden auch die Sitzplätze im jeweiligen Abstand von 1 Meter am Tresen dazugezählt.
  • Die Distanzregelung sieht vor, dass zwischen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, ein Sicherheitsabstand von 1 Meter einzuhalten ist. Personen, die im selben Haushalt leben, müssen diesen Sicherheitsabstand nicht einhalten.
  • Der Abstand von 1 Meter kann zudem in alle Richtungen (frontal, schräg, seitlich und nach hinten) unterschritten werden, wenn geeignete Trennvorrichtungen zwischen den Personen vorhanden sind.


Hier finden Sie ein Schild, auf welchem Sie die maximale Personenanzahl angeben können.

Abholservice
Der Abholservice (Take-away) ist bis 20 Uhr zulässig. Er muss so organisiert werden, dass sich außerhalb des Lokals keine Menschenansammlungen bilden. Im Lokal darf sich nach 18 Uhr gleichzeitig maximal 1 Kunde je 10 m² Fläche aufhalten. In Betrieben mit einer Fläche von weniger als 20 m² sind maximal 2 Kunden zeitgleich zulässig. Am Eingang des Lokals ist ein Schild anzubringen, auf dem die Höchstzahl der Kunden angegeben ist, die sich gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten dürfen.
Die Kunden müssen bei jeder Bewegung im Lokal einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Mitarbeiter müssen eine chirurgische Maske verwenden. Zwischen den Personen ist ein Sicherheitsabstand von 1 Meter einzuhalten. Es muss eine ausreichende Anzahl an Vorrichtungen zur Desinfektion der Hände für Kunden und Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Im Besonderen müssen diese Vorrichtungen neben Tastaturen, Touchscreens und Zahlungssystemen im Falle der Kundenverwendung vorhanden sein.
Eine regelmäßige, zumindest aber einmal tägliche Reinigung und Raumhygiene muss gewährleistet sein. Sofern möglich, müssen eine ausreichende natürliche Lüftung und ein ausreichender Luftaustausch gewährleistet sein.
Der Verzehr von Speisen und/oder Getränken im Lokal selbst und auf den Außenflächen des Lokals sowie an öffentlichen Orten im Freien ist nach 18 Uhr untersagt.

Lieferservice
Der Lieferservice ist bis 22 Uhr zulässig. Er ist unter Einhaltung der einschlägigen Gesundheits- und Hygienevorschriften, sowohl die Verpackung als auch den Transport betreffend, erlaubt. Betriebe, die diesen Lieferservice nur während der derzeitigen Notsituation anbieten, müssen keine Tätigkeitsbeginn-Meldung (SUAP/DIA) vornehmen. Bei der Lieferung ist zudem der zwischenmenschliche Sicherheitsabstand von 1 Meter zwischen den Personen einzuhalten und der mit der Lieferung beschäftigte Mitarbeiter muss einen chirurgischen Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald er sich in der Nähe von anderen Personen befindet.
Speisen, die nach der Zubereitung an Dritte geliefert werden, müssen stets bei der für sie vorgesehenen Temperatur gelagert werden. Dies kann mithilfe von Behältern wie Warmhalteboxen bzw. Kühlboxen oder speziellen Liefertaschen gewährleistet werden.

Hier finden Sie eine Liste von Hinweisen, welche beim Transport von Lebensmitteln beachtet werden sollten. Die Tätigkeit des Transports von Lebensmitteln muss zudem im HACCP-Eigenkontrollplan eingefügt werden. Hier ein Beispiel dazu.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass der Transport in einem gewöhnlichen Fahrzeug (Firmenfahrzeug) erfolgen kann und kein Kühlfahrzeug verwendet werden muss.

Haftung und Sanktionen
Die Gastwirtinnen und Gastwirte müssen alle Maßnahmen ergreifen und dafür Sorge tragen, dass sich die Gäste auf sämtlichen Flächen, die zum gastgewerblichen Betrieb gehören, an die geltenden Sicherheitsbestimmungen halten. Dies kann z. B. durch das Anbringen entsprechender Schilder erfolgen, welche Sie auf der HGV-Website www.hgv.it, Unterseite Coronavirus, herunterladen können, und notgedrungen auch durch mündliche Aufforderung der Gäste, die Regeln einzuhalten.

 
 
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