Voucher-Regelung bei Stornierungen wurde nicht verlängert

06.08.2020 – Die italienische Regierung hat den Corona-Notstand bis zum 15. Oktober 2020 verlängert. Die Möglichkeit bei Stornierungen aufgrund von höherer Gewalt einen Voucher auszustellen, statt die geleisteten Zahlungen zurückzuerstatten, wurde allerdings nicht verlängert.

Somit können bei Stornierungen nach dem 31. Juli folgende Fälle eintreten:

  • Der Gast storniert den gebuchten Aufenthalt und die betriebseigenen Stornobedingungen kommen zur Anwendung.
  • In jenen Fällen, in denen der Gast den gebuchten Aufenthalt aufgrund von höherer Gewalt storniert (z. B. da der Gast in Quarantäne ist oder da die Ein- und Ausreisebestimmungen eine Reise unmöglich machen), hat er Anspruch auf die Rückerstattung der bereits geleisteten Zahlungen (z. B. Angeld). Der Gastwirt kann dem Gast zwar einen Voucher anbieten, allerdings kann der Gast entscheiden, ob er die Rückerstattung der geleisteten Zahlungen oder die Ausstellung eines Vouchers bevorzugt. Die Entscheidung, ob ein Voucher ausgestellt wird oder der bezahlte Betrag rückerstattet wird, liegt somit nicht mehr beim Gastwirt, sondern beim Gast.


Außerdem wurden bei der Umwandlung des sog. „Decreto-Legge Rilancio“ in das Gesetz Nr. 77/2020 weitere Änderungen hinsichtlich der Regelungen zum Voucher vorgenommen. Es ist nun vorgesehen, dass die Voucher eine Gültigkeit von mindestens 18 Monaten ab Ausstellung haben und nicht mehr, wie bisher, 12 Monate. Auch für bereits ausgestellte Voucher wurde die Gültigkeit per Gesetz auf 18 Monate ab Ausstellungsdatum verlängert. Sollte ein Gast den Voucher nach Ablauf der 18 Monate noch nicht eingelöst und innerhalb der 18 Monate auch keinen zukünftigen Aufenthalt gebucht haben, hat er Anspruch auf die Rückerstattung der geleisteten Zahlungen.

Weitere Auskünfte erteilt die HGV-Rechtsabteilung unter Tel. 0471 317 760 oder recht@hgv.it

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