HGJ und HGV rufen dazu auf, Praktikanten zu beschäftigen

Berufsausbildung junger Menschen im Gastgewerbe ist auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten notwendig
Bozen – Praktika sind ein wichtiger Teil der beruflichen Ausbildung. Das gilt gerade für die touristischen Berufe.
HGV-Präsident Manfred Pinzger (rechts) und HGJ-Obmann Hannes Gamper rufen auf, Praktikanten zu beschäftigen.

HGV-Präsident Manfred Pinzger (rechts) und HGJ-Obmann Hannes Gamper rufen auf, Praktikanten zu beschäftigen.

Deshalb müssen im Rahmen der Ausbildung an den Landesberufsschulen und Hotelfachschulen mehrwöchige Pflichtpraktika absolviert werden. Während in anderen Jahren die Schülerinnen und Schüler relativ leicht einen Praktikumsplatz fanden, tun sich heuer viele schwer. „Laut einer von der Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) durchgeführten Erhebung haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler der gastgewerblichen Schulen noch keinen Praktikumsplatz“, sagt HGJ-Obmann Hannes Gamper. Dass sich die Suche nach einem Praktikumsplatz in diesem Jahr nicht einfach gestaltet, bestätigt auch der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) Manfred Pinzger. „Viele Betriebe haben noch nicht geöffnet oder sind erst seit wenigen Tagen in Betrieb. Andere sind der Ansicht, dass es in diesem Jahr nicht möglich ist, Praktikanten aufzunehmen, weil die Anzahl der Praktikanten pro Betrieb normalerweise an den Mitarbeiterstand gekoppelt ist“, erklärt Pinzger das Dilemma.
Dieser rechtliche Hinderungsgrund ist aber nun beseitigt. „Die Berufsausbildung junger Menschen im Hotel- und Gastgewerbe ist auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten notwendig. Deshalb war es für den HGV und der HGJ wichtig, dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit die Gastbetriebe im heurigen Sommer sowohl Pflichtpraktikanten als auch freiwillige Praktikanten aufnehmen können“, so Pinzger. Die Landesarbeitskommission hat bei ihrer letzten Sitzung die Voraussetzungen für die Aufnahme eines Praktikanten in dieser außerordentlichen Zeit festgelegt. Was die Anzahl der zugelassenen Praktikanten pro Betrieb betrifft, kann der jeweilige Mitarbeiterstand des Jahres 2019 als Parameter hergenommen werden. Dadurch können bei einer geringeren Beschäftigungsanzahl als ursprünglich vorgesehen trotzdem die bereits zugesagten Praktikumsplätze gesichert werden. Zudem dürfen Praktikanten auch in jenen Bereichen eines Betriebes aufgenommen werden, in denen sich Mitarbeiter aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie in Lohnausgleich befinden.
„Unser Dank geht an Landesrat Philipp Achammer, der sich für diese gute Regelung eingesetzt hat“, sagt HGJ-Obmann Hannes Gamper. Er ruft gemeinsam mit HGV-Präsident Manfred Pinzger die Gastgewerbetreibenden dazu auf, auch in diesem Jahr wie gewohnt Praktikanten aufzunehmen und so einen wichtigen Beitrag für die Ausbildung junger Menschen und die Nachwuchssicherung zu leisten.

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