Gäste für nachhaltige Anreise sensibilisieren

Jahresversammlung des HGV-Bezirks Pustertal/Gadertal im LUMEN am Kronplatz abgehalten
7.10.2019 – Der Bezirk Pustertal/Gadertal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) hat seine Mitglieder kürzlich zur Bezirksversammlung in das LUMEN – Museum of Mountain Photography am Kronplatz geladen. Unter den Gästen befand sich auch Reinhold Messner.
Von links: HGV-Direktor Thomas Gruber, Senator Meinhard Durnwalder, Landtagsabgeordnete Helmut Tauber und Gerd Lanz, Landesrat Arnold Schuler, Präsident Manfred Pinzger, Landesrat Daniel Alfreider, Silvia Unterweger, HGV-Unternehmensberatung, Bezirksobmann Thomas Walch, LUMEN-Direktorin Thina Adams.

Von links: HGV-Direktor Thomas Gruber, Senator Meinhard Durnwalder, Landtagsabgeordnete Helmut Tauber und Gerd Lanz, Landesrat Arnold Schuler, Präsident Manfred Pinzger, Landesrat Daniel Alfreider, Silvia Unterweger, HGV-Unternehmensberatung, Bezirksobmann Thomas Walch, LUMEN-Direktorin Thina Adams.

Vizepräsident und Bezirksobmann Thomas Walch dankte in seinen Ausführungen für die Bereitschaft und den Zusammenhalt der Gastwirte bei der Bewerbung der Biathlonaustragungsstätte in Antholz zu den Olympischen Winterspielen. Zudem lobte er die Verantwortlichen der Aufstiegsanlagen Kronplatz, welche mit dem Bergmuseum LUMEN und AlpiNN den Kronplatz zu einem Leuchtturm mit Strahlkraft für das gesamte Pustertal und darüber hinaus entwickelt haben. Weiters regte Walch an, das Fahrradwegenetz im Pustertal, speziell in den Seitentälern, auszubauen.

Über aktuelle tourismuspolitische Themen sprachen HGV-Präsident Manfred Pinzger, die Landesräte Arnold Schuler und Daniel Alfreider, Landtagsabgeordneter Helmut Tauber sowie Senator Meinhard Durnwalder.
HGV-Präsident Manfred Pinzger dankte für den Zusammenhalt bei den letzten Landtagswahlen. „Als HGV haben wir nun mit Helmut Tauber einen direkten Ansprechpartner im Landtag, der sich dort für die Interessen unseres Sektors einsetzt“, unterstreicht Pinzger und ging auf das neue Raumordnungsgesetz ein. Er betonte, dass bestehende Gastbetriebe sich auch zukünftig entwickeln können, was vor allem für familiengeführte Betriebe wichtig sei. Weiters nahm er zum Fachkräftemangel und zur Mobilität Stellung und meinte: „Wir müssen uns bemühen, die Gäste stärker für eine nachhaltigere Anreise zu sensibilisieren“. Ein wichtiger Anreiz dafür sei kürzlich mit dem Projekt Südtirol Transfer geleistet worden.
Tourismuslandesrat Arnold Schuler unterstrich, dass der Tourismus einen bedeutenden Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung geleistet habe. „Man möchte den Wohlstand nicht missen, aber auf der anderen Seite will man die Entwicklung und die Veränderung des Landschaftsbildes nicht haben“, brachte es Schuler auf den Punkt. Zudem sprach er die Touristenströme bei einigen Hotspots an. „Es muss etwas zur Lenkung der Besucherströme unternommen werden“, sagte Schuler.
Landtagsabgeordneter Helmut Tauber verwies in seinem Statement auf die Wichtigkeit einer guten Ausbildung der Jugend und lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit den Schulen. Zudem ging Tauber auf den wichtigen Stellenwert der Bars und Gasthäuser als soziale Treffpunkte in den Dörfern ein. In diesem Zusammenhang regte er eine Initiative zur Unterstützung dieser gastgewerblichen Nahversorger an.
Senator Meinhard Durnwalder freute sich über die Abwendung der MwSt.-Erhöhung und die Lösung der Problematik mit den ausländischen KFZ-Kennzeichen. Landesrat Daniel Alfreider verwies auf die Notwendigkeit von nachhaltigen Lösungen zur Steuerung des Verkehrs. Insbesondere nannte er die Dolomitenpässe und das Pragsertal.
Einen kurzen Besuch statte auch die Bergsteigerlegende Reinhold Messner ab und appellierte: „Wir sind für unsere Kulturlandschaft verantwortlich. Wir müssen unsere Gäste darüber informieren, denn diese haben das Recht das Land und die Berge erzählt zu bekommen“.
Drei-Sternekoch Norbert Niederkofler stellte sein nachhaltiges Projekt „Cook the Mountain“ vor. „Für eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung muss jeder Teil der Wertschöpfungskette – vom Erzeuger über das Produkt und sein Herkunftsgebiet bis hin zum Konsumenten – miteinbezogen werden“, erklärt Niederkofler. Dabei bietet der Drei-Sternekoch bodenständige Gerichte an, welche die Gegend wiederspiegeln. „Wenn man mit Zutaten aus der Natur arbeitet, die man im eigenen Umfeld findet, dann gehört man zu den besten der Welt“, ist Niederkofler überzeugt.
Über das Thema „Von der Vision zur Marke – warum gute Konzepte funktionieren“ referierte Silvia Unterweger, Mitarbeiterin der HGV-Unternehmensberatung.
Die Direktorin des LUMEN – Museum of Mountain Photography, Thina Adams, stellte das Museumskonzept vor und die HGV-Mitglieder hatten die Möglichkeit dieses im Anschluss zu besichtigen. Die Versammlung schloss mit einem kulinarischen Ausklang im AlpiNN – Food Space & Restaurant am Kronplatz ab.


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