Steuer: Was das staatliche Haushaltsgesetz für 2020 vorsieht

8.1.2020 – Zum Jahresende wurden sowohl das Haushaltsgesetz 2020 als auch die Begleitverordnung zum Haushaltsgesetz veröffentlicht. Im Folgenden wird über die wichtigsten steuerlichen Neuerungen informiert.

Die Anhebung der MwSt.-Sätze wurde um ein Jahr aufgeschoben; für 2020 gelten somit die bekannten MwSt.-Sätze.

Der steuerliche Abzug der Gebäudeimmobiliensteuer auf gewerbliche Einheiten wurde rückwirkend für 2019 auf 50 Prozent angehoben.

Steuerbegünstigung im Bauwesen
Die Steuerbegünstigung für energetische Sanierungsarbeiten, für Wiedergewinnungsarbeiten und die damit verbundene Steuerbegünstigung für die Anschaffung von Möbeln und Elektrogeräten wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Ebenso um ein weiteres Jahr verlängert wurde der sog. „Gartenbonus“.
Neu eingeführt wurde der sog. „Fassadenbonus“. Es werden für die Restaurierung von Fassaden an Gebäuden in Stadtzentren 90 Prozent der Spesen begünstigt.

Superabschreibung
Nicht verlängert wurde hingegen die Superabschreibung. Für die betreffenden Investitionen ist ab 2020 ein Steuerguthaben in Höhe von 6 Prozent, bzw. 15 Prozent für immaterielle Anlagen vorgesehen. Das Guthaben kann in 5- bzw. 3-Jahresraten mit anderen Steuerschulden verrechnet werden. Die Superabschreibung läuft somit unter Berücksichtigung der Übergangsregelung mit Ende 2019 aus.

Eigenkapitalförderung
Vor genau einem Jahr wurde die ACE-Begünstigung abgeschafft. Rückwirkend ab 2019 wurde nun diese Eigenkapitalförderung in Höhe von 1,3 Prozent wiedereingeführt. Ebenfalls rückwirkend ab 2019 wurde die sog. Mini-IRES wieder abgeschafft.

Abzug von privaten Spesen
Ab 2020 dürfen in der Steuererklärung die privaten Spesen, wie Arztspesen, Versicherungen u. v. a. nur mehr in Abzug gebracht werden, wenn diese auf nachvollziehbarem Wege, also nicht in bar, bezahlt werden. Dies gilt nicht für den Kauf von Medikamenten oder für fachärztliche Leistungen durch die verschiedenen Sanitätsbetriebe.

Aufwertung und Privatisierung
Erfreulich ist die Wiederauflage der Privatisierung, der Aufwertung der Baugrundstücke und Beteiligungen sowie der Aufwertung von betrieblichen Gütern. Für die Privatisierung ist eine Ersatzsteuer von 8 Prozent, für die Aufwertung von Baugrundstücken und Beteiligungen eine Ersatzsteuer von 11 Prozent und für die Aufwertung von betrieblichen Gütern eine Ersatzsteuer von 12 Prozent zu entrichten.

Bargeldgrenze geändert
Die Bargeldgrenze wird wieder herabgesetzt. Ab dem 1. Juli 2020 beträgt diese 1.999,99 Euro, ab 1. Januar 2022 dann 999,99 Euro (siehe eigener Beitrag im Newsletter).

Lotteria dello scontrino - Cashless
Ebenfalls mit 1. Juli 2020 startet die sog. „lotteria dello scontrino“. Alle volljährigen Privatpersonen mit Wohnsitz in Italien können an einer Lotterie teilnehmen, wenn sie den dafür vorgesehenen persönlichen Kodex mitteilen. Dieser Kodex muss bei der Agentur der Einnahmen eingeholt werden.
Dieselbe Person kann an einer weiteren Lotterie („Cashless“) teilnehmen, wenn die Bezahlung der Leistung auf elektronischem Wege erfolgt.
Wird die Annahme des Kodex verweigert, kann der Kunde dies über ein dafür vorgesehenes Portal an die Steuerbehörden melden.

Steuerbonus für Kreditkartengebühren
Im selben Zuge hat der Gesetzgeber ab dem 1. Juli einen Steuerbonus in Höhe von 30 Prozent der angelasteten Kredit- und Bankomatgebühren für Betriebe mit einem Vorjahresumsatz bis 400.000 Euro vorgesehen. Für die Berechnung dürfen nur die Zahlungen der Privatpersonen berücksichtigt werden.

Annahme von elektronischen Zahlungen
Keine Änderung gab es hingegen bezüglich der Verpflichtung, Zahlungen mit Bankomat- oder Kreditkarte anzunehmen. Es besteht weiterhin die Pflicht, Zahlungen unabhängig von der Höhe, in elektronischer Form anzunehmen. Wird das Inkasso verweigert, kommen die ursprünglich geplanten Strafen jedoch nicht zur Anwendung; Verstöße werden somit auch weiterhin nicht geahndet.

Die HGV-Steuerberatung wird in der Februar-Ausgabe der HGV-Zeitung ausführlich über die steuerlichen Neuerungen berichten.

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