Arbeitsrechtliche Neuerungen im Jahr 2020

16.1.2020 – Ende Dezember 2019 wurde das sogenannte Steuerdekret (Decreto Fiscale) in ein ordentliches Gesetz umgewandelt. Am 1. Januar ist das staatliche Bilanzgesetz für das Jahr 2020 in Kraft getreten. Hieraus ergeben sich einige Neuerungen im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, welche für Arbeitgeber und Mitarbeiter von Bedeutung sind.

Steuerbegünstigung für „Rückkehrer“
Mit dem sogenannten Wachstumsdekret wurde die Steuerbegünstigung für „Rückkehrer“ ausgeweitet. In den Genuss der steuerlichen Begünstigung kommen Personen, die in den zwei vorhergehenden Jahren ihren steuerlichen Wohnsitz im Ausland gehabt haben und nun wieder in Italien steuerlich ansässig sind. Die Bestimmung besagt, dass im Falle der Rückkehr im jeweiligen Steuerjahr und den darauffolgenden vier Steuerjahren lediglich 30 Prozent ihres Einkommens besteuert werden müssen. Weiterhin muss man sich verpflichten, für mindestens zwei Jahre den steuerlichen Wohnsitz in Italien beizubehalten.
Ursprünglich war vorgesehen, dass diese Neuerung ab 1. Januar 2020 in Kraft tritt. Mit dem jetzigen Steuerdekret wurde die rückwirkende Anwendung dieser Begünstigung nun für das Jahr 2019 festgelegt, sofern der „Rückkehrer“ ab dem 30. April 2019 seinen Wohnsitz nach Italien verlegt hat.

Reduzierung Sozialbeiträge für Lehrlinge
Bei Einstellung von Lehrlingen im Jahr 2020 entfallen in Betrieben bis zu neun Mitarbeitern die Sozialbeiträge zulasten des Arbeitgebers für die ersten drei Lehrjahre. Für diese Betriebe waren bereits reduzierte Beitragssätze (1,5 Prozent, 3 Prozent und 10 Prozent jeweils für das erste, zweite und dritte Lehrjahr) vorgesehen. Diese Begünstigung wird im Rahmen der De-minimis-Regelung gewährt und muss in den entsprechenden Erklärungen berücksichtigt werden.
Die reduzierten Sozialbeiträge im Ausmaß von 10 Prozent zulasten des Arbeitgebers bei der Einstellung von Lehrlingen in Betrieben mit mehr als 9 Mitarbeitern bleiben weiterhin aufrecht.

Reduzierung Sozialbeiträge für Unter-30-Jährige bzw. Unter-35-Jährige
Mit dem Haushaltsgesetz für das Jahr 2018 wurde eine Reduzierung der Sozialbeiträge für die erste unbefristete Einstellung von Personen unter 30 Jahren eingeführt. Gleichzeitig wurde das Höchstalter für die Beanspruchung dieser Beitragsreduzierung ausschließlich für das Jahr 2018 auf 35 Jahre angehoben. Nun wurde das vorgesehene Höchstalter von 30 Jahren für die Beanspruchung der Begünstigung für Einstellungen im Jahr 2020 und rückwirkend für das Jahr 2019 auf 35 Jahre angehoben.
Die Beitragserleichterung sieht eine Reduzierung der Sozialbeiträge zulasten des Arbeitgebers von 50 Prozent (max. 3.000 Euro/Jahr) für 36 Monate vor.

Obligatorische Vaterschaftsfreistellung
Die bestehende obligatorische Vaterschaftsfreistellung im Ausmaß von fünf Tagen erhöht sich für das Jahr 2020 auf sieben Tage. Die Freistellung muss innerhalb von fünf Monaten ab Geburt beansprucht werden und geht voll zulasten des NISF/INPS. Für die Inanspruchnahme der Freistellungstage muss der Vater mit einer Vorankündigungsfrist von 15 Tagen einen schriftlichen Antrag an den Arbeitgeber richten. Die Verrechnung mit dem NISF/INPS erfolgt über die UNIEMENS-Meldung.

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