HGV-Newsletter vom 02.03.2021 info@hgv.it www.hgv.it
 
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Urbanistik: Zunächst volles Augenmerk auf Stützung des Sektors Tourismus legen – qualitative Erweiterung nun wieder möglich

2.3.2021 – In den letzten Tagen hat es viele mediale Berichte rund um eine zukünftige Entwicklung des Tourismus in Südtirol gegeben. Der HGV hat sich dabei nie für einen Nächtigungsstopp ausgesprochen. Sehr wohl ist der HGV dafür, dass sich die bauliche Entwicklung im Tourismus weiterhin innerhalb eines klaren Rahmens bewegen muss. Dazu wird ein landesweites Tourismusentwicklungskonzept erstellt, bei dem der HGV – wie bei allen anderen für die touristische Entwicklung wichtigen Themen – sich aktiv einbringen wird.

Der heimische Tourismus befindet sich aufgrund der pandemiebedingten Schließung der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe sowie dem kompletten Ausfall der Wintersaison in einer überaus schwierigen Situation. Deshalb gilt es in erster Linie, dass die Politik ihr volles Augenmerk darauf richtet, wie Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe unterstützt werden können. Es braucht deshalb substanzielle Beiträge, um die Fixkosten zu decken, die Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) soll ausgesetzt werden und es braucht einen Aufschub bzw. eine Reduzierung der Abgaben auf Gemeindeebene. Dafür wird sich der HGV weiterhin stark machen.
Selbstverständlich dürfen trotz Covid-19-Notstand die notwendigen Maßnahmen zur weiteren Entwicklung des Tourismussektors nicht stehen bleiben. So ist das Landesgesetz für Raum und Landschaft am 1. Juli 2020 in Kraft getreten. Es fehlen aber immer noch wesentliche Bestimmungen. Dazu zählen die Übergangsbestimmungen zur qualitativen Erweiterung, die heute (Dienstag, 2. März) in der Landesregierung verabschiedet wurden. Weiters ist die Erarbeitung eines landesweiten Tourismusentwicklungskonzeptes samt der Regelung für die künftige bauliche Entwicklung der Betriebe erforderlich. Der HGV wird sich beim Ausarbeiten dieses Konzeptes genauso einbringen, wie er das bei der Erarbeitung das Landesgesetzes für Raum und Landschaft getan hat. Der Ansatz dabei war stets, dass eine bauliche Entwicklung im Tourismus sich weiterhin innerhalb eines klaren Rahmens bewegen muss. Dies hat aber nichts zu tun mit einer landesweiten Deckelung der Nächtigungen, die weder vom HGV geteilt wird noch vom zuständigen Landesrat für Tourismus Arnold Schuler so angedacht ist. Vielmehr geht es nun um die Feststellung eines Ist-Zustandes im Tourismus, um darauf aufbauend die Entwicklungsmöglichkeiten der Tourismusbetriebe zu regeln. Für den HGV müssen dabei auch die Zweitwohnungen und die Airbnb-Unterkünfte berücksichtigt werden.

Landesregierung genehmigt Verordnung zur qualitativen Erweiterung
Die heute (2. März) von der Landesregierung genehmigte Verordnung sieht vor, dass gastgewerbliche Betriebe erweitert werden dürfen, sofern im Zuge der Erweiterung keine zusätzlichen Gästebetten errichtet werden.
Grundlage für die Erweiterung der Beherbergungsbetriebe ist die gemeldete Bettenzahl des Betriebs zum 1. Oktober 1997. Als Maßeinheit dient die Bruttofläche. Die angestrebte Einstufungsklasse darf bei einer Einstufung bis zu 2 Sternen höchstens drei Kategorien, bei einer Einstufung ab 3 Sternen höchstens zwei Kategorien über der bestehenden liegen. Konkret dürfen Beherbergungsbetriebe sowie Speise- und Schankbetriebe bei einer Erweiterung der entsprechenden Gebäude die angegebenen Bruttoflächen erreichen.

Der HGV hat im Vorfeld einige Vorschläge eingebracht. Nun gilt es, die Veröffentlichung des Beschlusses abzuwarten.
Sobald der effektive Wortlaut der Verordnung vorliegt, wird der HGV darüber informieren und ein eigenes Webinar für die Mitglieder durchführen.

Erstellung eines landesweiten Tourismusentwicklungskonzeptes
Im Zuge der medialen Berichterstattung der letzten Tage wurde sehr oft vom sogenannten Tourismusentwicklungskonzept und von neuen Leitlinien gesprochen. Um was geht es konkret?
Das Landesgesetz Raum und Landschaft sieht vor, dass ein landesweites Tourismusentwicklungskonzept erarbeitet wird, welches gebietsbezogene Kennzahlen für Strategien zur Entwicklung des Tourismus festlegt. Dieses Landestourismusentwicklungskonzept soll innerhalb Sommer dieses Jahres stehen und von der Landesregierung genehmigt werden. Das Konzept bildet unter anderem auch die Grundlage für die Erstellung der Tourismusentwicklungskonzepte durch die jeweiligen Gemeinden.
Die Erstellung eines Tourismusentwicklungskonzepts ist seit Inkrafttreten des Landesgesetzes Raum und Landschaft für alle Gemeinden, so wie in Vergangenheit bereits für touristisch entwickelte und stark entwickelte Gebiete, die Voraussetzung für die Ausweisung von Tourismuszonen. Die Ausweisung von Tourismuszonen ist immer dann notwendig, wenn ein gastgewerblicher Betrieb über das von den Bestimmungen zur Erweiterung vorgesehene Maß hinausgehend erweitern möchte, oder wenn z. B. außerhalb eines Mischgebietes (ex Wiedergewinnungs- und Wohnbauzonen) ein neuer gastgewerblicher Betrieb errichtet werden soll.  
Nun hat die Landesregierung Zielsetzungen und Leitlinien gutgeheißen, welche bis zur Erstellung des Landestourismusentwicklungskonzeptes die Grundlage für jegliche Entscheidungen durch die Landesregierung, z. B. für die Genehmigung von Tourismuszonen, bilden sollen. Ebenso sollen diese Leitlinien den Gemeinden in den kommenden Monaten als roter Faden bei der Erstellung der Tourismusentwicklungskonzepte dienen.

 
 

Tag der Frau: Resilienz-Workshop für Gastwirtinnen am 8. März

2.3.2021 – Am Montag, 8. März, dem internationalen Tag der Frau, lädt die Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen zu einem Online-Workshop mit Resilienz-Trainerin und Gastwirtin Barbara Zisser.


Inhalte:

  • Impulsvortrag „Resilienz – Widerstandsfähigkeit und innere Stärke auch in stürmischen Zeiten“
  • Die 7 Säulen der Resilienz im aktuellen Kontext von Corona
  • Energiefass – Wie steht es aktuell um mein Energielevel? Gibt es Räuber? Austausch und Reflektion in Kleingruppen mit 3 konkreten kleinen Umsetzungsschritten für die Zukunft
  • Abschluss: Was nehme ich mit? Wie bleibe ich dran?

 
Termin: Montag, 8. März 2021
Dauer:
9 Uhr bis 11 Uhr
Austragungsort: Online-Plattform Zoom
Teilnahmegebühr: kostenlos
Anmeldung: Interessierte können sich per Mail an frauen@hgv.it anmelden und erhalten dann den Zugangslink per E-Mail.

 
 
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