HGV: Gastronomie, Hotellerie, Handel brauchen starke Hilfsmaßnahmen

Rom stellt Weichen für weitere Maßnahmen – Südtirol ist auch gefordert
15.1.2021 – Gestern Abend hat der Ministerrat in Rom erste Weichen für eine weitere Neuverschuldung im staatlichen Haushaltsgesetz im Ausmaß von rund 32 Milliarden Euro gestellt. Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) begrüßt diese Entscheidung und hofft, dass auch das Parlament der Neuverschuldung zustimmt.

Ein Teil der zusätzlichen Finanzmittel wird dringend für weitere Hilfen zugunsten der Hotellerie, Gastronomie und des Handels benötigt. Auch das Land Südtirol ist nun gefordert, unterstreicht der HGV.
Zusammen mit den nationalen Dachverbänden Federalberghi und Confcommercio setzt sich der HGV mit Nachdruck dafür ein, dass ein wesentlicher Teil der in Aussicht gestellten Hilfsmittel den Betrieben in den besonders von der Pandemie betroffenen Sektoren Gastronomie, Hotellerie und Handel zur Verfügung gestellt werden. „Ansonsten riskiert Italien, dass zentrale Treiber der Wirtschaft an die Wand gefahren werden und es Jahre braucht, um sich wieder zu erholen“, argumentiert HGV-Präsident Manfred Pinzger, der gleichzeitig auch Vizepräsident von Federalberghi und Confcommercio ist.
Fakt ist, dass zahlreiche Beherbergungsbetriebe von den bisher zur Verfügung gestellten Ausfallzahlungen keinen Cent erhalten haben, weil als Bezugsmonat für den Umsatzverlust der April 2019 hergenommen worden ist, wo speziell in Südtirol bereits viele Betriebe geschlossen sind bzw. die Frühjahrssaison noch nicht voll angelaufen ist. Deswegen setzt sich der HGV auch dafür ein, dass zur Bemessung des Umsatzverlustes ein anderer Bezugszeitraum verwendet wird.
Zudem müssen mit den neuen Hilfsmaßnahmen jene saisonal Beschäftigten im Tourismus unterstützt werden, welche momentan kein Anrecht mehr auf das staatliche Arbeitslosengeld haben. „Auch hier ist Eile geboten“, unterstreicht Pinzger.
Schließlich ist der HGV überzeugt, dass es auch auf Landesebene ein starkes Hilfspaket zugunsten des Hotel- und Gastgewerbes baucht. Die 32 Milliarden Euro auf staatlicher Ebene, mit  denen auch die anfallenden Gesundheitskosten, die Ankäufe der Impfmittel und viele andere Maßnahmen  finanziert werden sollen, reichen angesichts des sich abzeichnenden Totalausfalls der Wintersaison nicht aus, um die von der Pandemie hauptbetroffenen Sektoren und deren Mitarbeiter zu unterstützen, schreibt der HGV abschließend in der Presseaussendung.

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