HGV-Landesausschuss traf sich mit Landesrat Achammer
Diskussion über höhere Hotelfachschule, Innovation und Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Bozen − Die Weiterentwicklung der Ausbildung im Gastgewerbe, die Förderung von Innovation und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf standen im Mittelpunkt eines Austausches des Landesausschusses des HGV mit Landesrat Philipp Achammer.
Unsere Betriebe verändern sich und damit auch die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb müssen wir attraktive Ausbildungswege schaffen, junge Menschen für das Gastgewerbe begeistern und neue Technologien stärker in die Ausbildung integrieren.
HGV-Präsident Klaus Berger unterstrich dabei die Bedeutung einer zeitgemäßen und praxisnahen Ausbildung und meinte: „Unsere Betriebe verändern sich und damit auch die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb müssen wir attraktive Ausbildungswege schaffen, junge Menschen für das Gastgewerbe begeistern und neue Technologien stärker in die Ausbildung integrieren.“
Höhere Hotelfachschule mit Praxisbezug
Ein zentrales Thema war die geplante höhere Hotelfachschule in Bruneck. Vorgesehen ist ein Modell, das nach zwei Ausbildungsjahren über ein zusätzliches Jahr in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen einen Bachelorabschluss im Bereich Tourismusmanagement ermöglichen soll. Als Starttermin wird Herbst 2027 angestrebt.
HGV-Vizepräsidentin Judith Rainer begrüßte insbesondere die geplante Einbindung von Fachleuten aus der betrieblichen Praxis. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Bereich Innovation des HGV soll geprüft werden. Zudem wurde über die geplanten Investitionen in die gastgewerblichen Schulen gesprochen.
Innovation für alle Betriebe zugänglich machen
Ein weiterer Schwerpunkt war die Innovationsförderung. „Innovation darf kein Thema nur für große Unternehmen sein. Wir müssen neue Technologien auch für unsere klein- und mittelstrukturierten Betriebe greifbar und nutzbar machen“, betonte HGV-Vizepräsident Hansi Pichler. Landesrat Achammer sprach sich dafür aus, Ausbildung und Innovation stärker zu verknüpfen. Für 2027 sollen Möglichkeiten für ein entsprechendes Innovationsprojekt geprüft werden.
Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern
Abschließend diskutierte der Landesausschuss über bessere Betreuungsangebote für Familien. Der Landesausschuss verwies insbesondere auf die Notwendigkeit flexibler Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindergärten und Schulen.
„Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist längst auch eine wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Notwendigkeit. Wenn wir mehr einheimisches Arbeitskräftepotenzial mobilisieren wollen, brauchen Familien entsprechende Rahmenbedingungen“, unterstrich HGV-Direktor Raffael Mooswalder. Der HGV und Landesrat Achammer vereinbarten, den konstruktiven Austausch fortzuführen.