HGV fordert konsequente Besucherlenkung und faire Regeln für alle Beherbergungsformen

Der Verband betont die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus und fordert eine verantwortungsvolle Entwicklung – Tagestourismus und Kurzzeitvermietungen im Fokus

Bozen – Der Tourismus ist eine tragende Säule der Südtiroler Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung weit über das Gastgewerbe hinaus.

“

Der Tourismus hat wesentlich zum Wohlstand Südtirols beigetragen. Allein unsere Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe erwirtschaften nach Hochrechnungen des HGV jährlich rund 5,15 Milliarden Euro Umsatz. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die touristische Entwicklung mit der Lebensqualität der Bevölkerung und dem Schutz unserer Landschaft vereinbar bleibt.

Klaus Berger
HGV-Präsident

Angesichts der aktuellen Diskussion über die touristische Entwicklung betont der HGV die Bedeutung eines wirtschaftlich starken und zugleich verantwortungsvollen Tourismus.

„Der Tourismus hat wesentlich zum Wohlstand Südtirols beigetragen. Allein unsere Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe erwirtschaften nach Hochrechnungen des HGV jährlich rund 5,15 Milliarden Euro Umsatz. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass die touristische Entwicklung mit der Lebensqualität der Bevölkerung und dem Schutz unserer Landschaft vereinbar bleibt“, betont HGV-Präsident Klaus Berger.

 

Besucherströme gezielt lenken

Wie dringend eine konsequente Besucherlenkung ist, zeigen die jüngsten Entwicklungen in Villnöß. Der starke Andrang von Tages- und Fototouristen führt dort zu erheblichen Belastungen für Bevölkerung, Verkehr und Natur. Der HGV begrüßt deshalb die Initiative von Tourismuslandesrat Luis Walcher, konkrete Maßnahmen zur Besucherlenkung auszuarbeiten.

„Problematisch ist vor allem ein ungesteuerter Tagestourismus, der erhebliche Belastungen verursacht, ohne entsprechende Wertschöpfung vor Ort zu schaffen. Hier braucht es wirksame Maßnahmen und klare Regeln“, unterstreicht HGV-Direktor Raffael Mooswalder.

 

Faire Regeln für alle Beherbergungsformen

Handlungsbedarf sieht der HGV auch bei den Beherbergungskapazitäten. Während die Übernachtungen in gastgewerblichen Betrieben zwischen 2015 und 2024 um rund 17 Prozent zunahmen, stiegen jene in nicht gastgewerblichen Betrieben um rund 54 Prozent. Eine wirksame Steuerung müsse deshalb sämtliche Beherbergungsformen berücksichtigen. Insbesondere bei touristischen Kurzzeitvermietungen brauche es konsequente Kontrollen, um den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt nicht zusätzlich zu belasten.

„Südtirol braucht einen wirtschaftlich starken Tourismus, der von der Bevölkerung mitgetragen wird. Dafür müssen wir Besucherströme gezielt lenken, die regionale Wertschöpfung stärken und faire Rahmenbedingungen für alle Beherbergungsformen schaffen“, betont HGV-Präsident Klaus Berger abschließend.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Dann teile ihn mit deinen Freunden.
Rundum informiert
Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten.