HGV sucht Dialog mit der Freien Universität Bozen

Treffen zur Weiterentwicklung der universitären Tourismusausbildung

Bozen − Die zukünftige Ausrichtung der touristischen Ausbildung in Südtirol stand im Mittelpunkt eines vom HGV initiierten Austauschs mit der Freien Universität Bozen.

Für uns steht nicht die Standortfrage im Vordergrund. Entscheidend ist, dass Südtirol auch künftig über eine qualitativ hochwertige, praxisorientierte und international wettbewerbsfähige touristische Ausbildung verfügt. Ebenso wichtig sind durchlässige Bildungswege und eine enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Tourismuswirtschaft.

Judith Rainer
HGV-Vizepräsidentin

HGV-Präsident Klaus Berger, HGV-Vizepräsidentin Judith Rainer sowie Alexandra Silvestri, Leiterin der HGV-Abteilung People & Culture, tauschten sich dazu mit Universitätspräsident Federico Giudiceandrea, Universitätsdirektor Günther Mathà und Prorektor für Lehre Marco Baratieri aus. Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung der universitären Studiengänge im Tourismusmanagement sowie die geplante Höhere Hotelfachschule.

„Für den HGV ist eine hochwertige akademische Ausbildung im Tourismus von zentraler Bedeutung. Deshalb war es uns wichtig, das Gespräch mit der Universitätsleitung zu suchen. Unser Ziel ist es, die Weiterentwicklung der touristischen Ausbildung aktiv mitzugestalten und die Perspektive der Betriebe einzubringen“, betonte HGV-Präsident Klaus Berger.

 

Giudiceandrea und Mathà erläuterte die Hintergründe für die Neuausrichtung der Studiengänge. Ausschlaggebend seien insbesondere die rückläufigen Studierendenzahlen. Durch die Bündelung der Bachelor- und Masterstudiengänge am Standort Bozen sollen die Studienangebote neu positioniert, ihre Attraktivität erhöht und verstärkt Synergien mit anderen Fachrichtungen − insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz − genutzt werden.

 

Demzufolge soll der Bachelorstudiengang ab dem Studienjahr 2027/2028 vollständig in Bozen angeboten werden. Im selben Studienjahr soll auch der überarbeitete Masterstudiengang starten. Die Universität bemüht sich zudem um zusätzliche Wohnmöglichkeiten für Studierende. Rund die Hälfte der Studierenden stammt derzeit aus Südtirol; etwa 80 Prozent von ihnen bleiben nach ihrem Abschluss im Land. Dies unterstreiche die Bedeutung der Universität für die Ausbildung und Bindung qualifizierter Fachkräfte.

 

Ein weiteres Thema des Treffens war die geplante Höhere Hotelfachschule in Bruneck. Diese soll als zweijährige Ausbildung nach dem Modell einer Höheren Fachschule aufgebaut werden und sich an vergleichbaren Angeboten in der Schweiz orientieren. Gleichzeitig wird an Lösungen gearbeitet, Absolventinnen und Absolventen an der Freien Universität Bozen den Erwerb eines Bachelorabschlusses zu ermöglichen.

„Für uns steht nicht die Standortfrage im Vordergrund. Entscheidend ist, dass Südtirol auch künftig über eine qualitativ hochwertige, praxisorientierte und international wettbewerbsfähige touristische Ausbildung verfügt. Ebenso wichtig sind durchlässige Bildungswege und eine enge Zusammenarbeit zwischen Universität und Tourismuswirtschaft. Ich freue mich, dass wir diesen Dialog aufgenommen haben und gemeinsam an der Weiterentwicklung der touristischen Ausbildung arbeiten“, unterstrich HGV-Vizepräsidentin Judith Rainer.

 

Der HGV und die Freie Universität Bozen vereinbarten, den begonnenen Austausch fortzusetzen und die Tourismusbranche auch künftig in die Weiterentwicklung der Studienangebote einzubinden.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Dann teile ihn mit deinen Freunden.
Rundum informiert
Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten.