Gastronomie in Trentino-Südtirol zeigt sich stabil – Herausforderungen bleiben groß

HGV: Frauen, junge Unternehmer und familiengeführte Betriebe prägen die Zukunft der Gastronomie

Bozen – Anlässlich des Nationalen Tages der Gastronomie an diesem Samstag, 16. Mai verweist der HGV auf die Bedeutung der Gastronomiebetriebe in der Region Trentino-Südtirol und hat dazu den aktuellen Report des gesamtstaatlichen Gastronomieverbandes FIPE ausgewertet.

Die Zahlen zeigen, dass sich die Gastronomie in Trentino-Südtirol im italienweiten Vergleich am besten entwickelt. Diese Stabilität ist allerdings kein Selbstläufer, sondern Ausdruck der hohen Qualität, der starken touristischen Nachfrage und des großen Engagements vieler familiengeführter Betriebe. 

Klaus Berger
HGV-Präsident

Während die Gastronomie in vielen Teilen Italiens mit rückläufigen Betriebszahlen und wachsendem wirtschaftlichem Druck kämpft, zeigt sich die Entwicklung in Trentino-Südtirol weiterhin vergleichsweise stabil.

 

2025 wurden in der Region insgesamt 5.616 aktive Gastronomiebetriebe gezählt – ein leichtes Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders positiv entwickelte sich der Bereich Bars und Cafés mit einem Wachstum von 0,4 Prozent und insgesamt 2.210 Betrieben. Auch die Restaurants konnten leichte Zuwächse erzielen und erreichen einen Bestand von insgesamt 3.311 Betrieben.

„Die Zahlen zeigen, dass sich die Gastronomie in Trentino-Südtirol im italienweiten Vergleich am besten entwickelt. Diese Stabilität ist allerdings kein Selbstläufer, sondern Ausdruck der hohen Qualität, der starken touristischen Nachfrage und des großen Engagements vieler familiengeführter Betriebe“, betont HGV-Präsident Klaus Berger.

Besonders hervorzuheben ist die Rolle von Frauen und jungen Unternehmerinnen und Unternehmern in der Branche. Der Anteil frauengeführter Gastronomiebetriebe liegt in Trentino-Südtirol bei 27,1 Prozent. Vor allem im Bereich Bars und Cafés sind Frauen stark vertreten. Auch junge Unternehmerinnen und Unternehmer prägen die Branche weiterhin maßgeblich mit: Rund 12 Prozent der Betriebe werden von unter-35-Jährigen geführt.

„Die Zahlen zeigen, dass das Gastgewerbe auch für junge Menschen weiterhin attraktive Perspektiven bietet. Gerade ihre Innovationskraft, Kreativität und ihr Mut sind entscheidend für die Zukunft unserer Branche“, betont HGV-Präsident Klaus Berger.

 

Gleichzeitig macht der FIPE-Report aber auch deutlich, dass die Branche weiterhin vor großen Herausforderungen steht. Trotz der insgesamt stabilen Entwicklung mussten 2025 in der Region 156 Gastronomiebetriebe schließen. Dies zeigt, dass auch in Trentino-Südtirol steigende Kosten, Personalmangel, hoher bürokratischer Aufwand und schwierige Betriebsnachfolgen zunehmend Spuren hinterlassen.

Für HGV-Direktor Raffael Mooswalder zeigt diese Momentaufnahme deutlich, wie wichtig es ist, die Gastronomiebetriebe weiterhin gezielt zu stärken. „Besondere unsere Dorfbars und Dorfgasthäuser leisten einen wichtigen Beitrag für die Lebensqualität, die Gemeinschaft und die touristische Attraktivität in unseren Tälern und Dörfern“, sagt Mooswalder.

 

Damit Gastbetriebe auch künftig ihre wichtige wirtschaftliche, soziale und touristische Funktion erfüllen können, braucht es laut HGV verlässliche Rahmenbedingungen und eine zielgerichtete Unterstützung insbesondere für kleine und familiengeführte Betriebe. Der Verband spricht sich deshalb weiterhin für Maßnahmen aus, die Qualität, regionale Wertschöpfung und unternehmerische Entwicklung stärken, anstatt zusätzliche Belastungen für die Betriebe zu schaffen.

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