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Verschärfung der Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Coronavirus

26.10.2020 – Die Verordnung Nr. 49/2020 vom 25. Oktober 2020 von Landeshauptmann Arno Kompatscher sieht aufgrund der steigenden Infektionszahlen eine weitere Verschärfung der Maßnahmen zur Einschränkung der Verbreitung des Coronavirus vor. Diese Bestimmungen gelten vorläufig bis Dienstag, 24. November 2020.


Nachfolgend die für das Gastgewerbe wesentlichen Neuerungen:

Schließung der Schankbetriebe um 20 Uhr und der Speisebetriebe um 22 Uhr
Schankbetriebe, wie Bars, Pubs, Cafès, Schenken, Bier- und Weinlokale, sowie ähnliche Betriebe, einschließlich Eisdielen und Konditoreien, können zwischen 5 Uhr morgens und 20 Uhr abends geöffnet halten. Speisebetriebe, wie Jausenstationen, Gasthäuser, Restaurants, Grillstuben, Pizzerien, Rostbratküchen, Bistros, die öffentlich zugänglichen Restaurants der Gasthöfe und der Hotels sowie ähnliche Betriebe können zwischen 5 Uhr morgens und 22 Uhr geöffnet halten. Innerhalb dieses Zeitraumes ist auch die Tätigkeit des Abholservices (Take Away) und des Lieferservices zulässig.

An den Tischen dürfen maximal 4 Personen Platz nehmen, außer es handelt sich bei allen um zusammenlebende Personen. Der Sicherheitsabstand von 1 Meter zwischen den Personen, die nicht im selben Haushalt leben, ist einzuhalten, außer es sind geeignete Trennvorrichtungen angebracht.

Ab 18 Uhr dürfen Speisen und Getränke nur mehr an den Tischen sitzend konsumiert werden. Der Konsum von Speisen und Getränken an den Tischen sitzend auf den Terrassen der Gastronomiebetriebe ist zulässig.

Beherbergungsbetriebe
Für Beherbergungsbetriebe finden diese Einschränkungen keine Anwendung. Beherbergungsbetriebe können ihren Hausgästen alle betrieblichen Leistungen (Verabreichung von Speisen und Getränken, Schwimmbad, Sauna und Wellness, Schönheitspflege, Fitnessraum, Sportangebot usw.) unter Einhaltung der bisher geltenden Bestimmungen der Anlage A des Landesgesetzes Nr. 4 vom 8. Mai 2020 erbringen. Die für die öffentlich zugängliche Bar und das öffentlich zugängliche Restaurant geltenden Schließzeiten gelten nicht für Hausgäste.
 
Aushängen der maximalen Personenanzahl
Bei allen gewerblichen Tätigkeiten muss am Eingang zum Betrieb ein Schild angebracht werden, auf welchem die Höchstzahl der Personen angegeben ist, die sich unter Einhaltung der Bestimmungen der Anlage A des Landesgesetzes Nr. 4/2020 gleichzeitig in diesen Räumlichkeiten aufhalten dürfen.

Für Betriebe der Gastronomie, d. h. für öffentlich zugängliche Schank- und/oder Speisebetriebe, sieht die Anlage A des Landesgesetzes Nr. 4/2020 folgende Regelung betreffend die Berechnung der maximalen Gästeanzahl vor:

  • Im Lokal dürfen sich nicht mehr Gäste aufhalten als es Sitzplätze unter Einhaltung der Distanzregelung für Personen gibt. In Schankbetrieben werden auch die Stehplätze im jeweiligen Abstand von 1 Meter am Tresen dazugezählt.
  • Die Distanzregelung sieht vor, dass zwischen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, ein Sicherheitsabstand von 1 Meter einzuhalten ist. Personen, die im selben Haushalt leben, müssen diesen Sicherheitsabstand nicht einhalten.
  • Der Abstand von 1 Meter kann zudem in alle Richtungen (frontal, schräg, seitlich und nach hinten) unterschritten werden, wenn geeignete Trennvorrichtungen zwischen den Personen installiert sind.
  • Da der Sicherheitsabstand von 1 Meter zwischen Personen, die im selben Haushalt leben, bzw. bei Vorhandensein von geeigneten Trennvorrichtungen nicht eingehalten werden muss, kann die maximale Gästeanzahl, welche am Eingang ausgehängt werden muss, so berechnet werden, als würden die Sitzplätze von Personen besetzt werden, die im selben Haushalt leben.


Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass, unabhängig von der maximalen Gästeanzahl, welche am Eingang ausgehängt wird, die im Betrieb anwesenden Personen den Sicherheitsabstand einhalten müssen. Das heißt: 1 Meter Abstand zwischen Personen, die nicht im selben Haushalt leben. Zudem dürfen nicht mehr als 4 Personen an einem Tisch platznehmen, wenn diese nicht im selben Haushalt leben.
Hier finden Sie ein Schild, auf welchem Sie die maximale Personenanzahl angeben können

Törggelen
Für das Törggelen in geschlossenen Räumlichkeiten von Buschen- und Hofschänken sowie in traditionellen Stuben oder Kellern ist die Regel von 1 Person je 4 Quadratmeter anzuwenden.
Für gastgewerbliche Betriebe bedeutet dies, dass beim Törggelen in den traditionellen Stuben und Kellern, falls solche vorhanden sind, maximal 1 Person je 4 Quadratmeter untergebracht werden darf.
Für Speisesäle gelten hingegen weiterhin die oben beschriebenen allgemeinen Regeln zur Feststellung der maximalen Personenanzahl, die sich gleichzeitig dort aufhalten darf.

Diskotheken und Tanzlokale
Die Aktivitäten, die in Tanzlokalen und Diskotheken stattfinden, sind ausgesetzt.

Öffentliche Veranstaltungen
Öffentliche Veranstaltungen dürfen nur in statischer Form abgehalten werden und unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen gemäß Anlage A des Landesgesetzes Nr. 4/2020. Die Verabreichung von Speisen und Getränken sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien ist auf jeden Fall verboten.

Feste, Feiern und traditionelle Veranstaltungen
Feste und Feiern sind sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien verboten. Auch solche, die aufgrund von zivilen und religiösen Zeremonien stattfinden. Ebenso finden traditionelle Veranstaltungen und andere wiederkehrende Anlässe, die wegen ihrer Natur eine höhere Ansteckungsmöglichkeit darstellen, wie die Weihnachtsmärkte, Martinsumzüge, Nikolausumzüge, Krampusläufe und Halloween-Besuche, nicht statt.
 
Tagungen, Kongresse und andere Veranstaltungen werden ausgesetzt, außer diese können in Form von Videokonferenzen durchgeführt werden.

Sportliche und motorische Tätigkeit im Freien
Die sportliche und die motorische Tätigkeit im Freien ist zulässig, vorausgesetzt, zwischen den Personen wird ein Mindestabstand von 2 Metern bei den sportlichen Aktivitäten und 1 Meter bei jeder anderen Tätigkeit eingehalten. Während der sportlichen und motorischen Tätigkeit muss kein Schutz der Atemwege getragen werden.

Schutz der Atemwege ist Pflicht
Es besteht die Pflicht, immer einen Schutz der Atemwege bei sich zu haben und diesen in allen geschlossenen Orten (mit Ausnahme der eigenen Privatwohnung) und an allen Orten im Freien zu tragen (mit Ausnahme jener Fälle, in welchen es sicher ist, nicht auf Personen zu treffen, die nicht im selben Haushalt leben). Der Schutz der Atemwege muss nun immer getragen werden, unabhängig vom Abstand zwischen den Personen, außer man ist allein oder es halten sich im selben Raum oder im Freien nur Personen auf, die im selben Haushalt leben.
Kein Schutz der Atemwege muss während der Ausübung einer sportlichen Aktivität getragen werden bzw. von Kindern mit weniger als sechs Jahren und von Personen mit Krankheiten oder einer Behinderung, welche mit dem Tragen einer Maske unvereinbar sind, sowie von jenen Personen, welche mit diesen interagieren.

Sicherheitsabstand
Es ist weiterhin ein Sicherheitsabstand von 1 Meter zwischen den Personen einzuhalten, außer zwischen Personen, die im selben Haushalt leben, bzw. von Personen, die im selben Zimmer eines Beherbergungsbetriebes untergebracht sind.

Einschränkung der Bewegungsfreiheit
Ab 23 Uhr bis 5 Uhr morgens des folgenden Tages sind auf dem gesamten Gebiet des Landes Südtirol nur jene Bewegungen erlaubt, die durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, gesundheitliche Gründe oder Umstände der Notwendigkeit oder Dringlichkeit begründet sind. Die Rückkehr zum eigenen Domizil, Wohnort oder Wohnsitz ist auf jeden Fall gestattet. Als Nachweis für die Zulässigkeit der Bewegungen von 23 Uhr bis 5 Uhr muss eine Eigenerklärung vorgelegt werden, aus welcher die Gründe der Bewegung hervorgehen.
Diese Eigenerklärung ist im Moment noch nicht verfügbar. Sobald diese vorliegt, wird diese zur Verfügung gestellt.

Aufforderung zur Vermeidung von nicht notwendigen Fahrten mit den öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln
Allen physischen Personen wird dringend empfohlen, sich nicht mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln fortzubewegen, es sei denn, es liegen Erfordernisse des Berufs oder des Studiums/der Schule vor, oder aus Gründen der Gesundheit oder, um nicht ausgesetzte Tätigkeiten auszuüben oder diese Dienste in Anspruch zu nehmen.

Skigebiete
Die Anlagen in den Skigebieten können von professionellen und nicht-professionellen Sportlern genutzt werden. Diese Anlagen stehen Amateur-Skifahrern offen, vorbehaltlich der Verabschiedung spezieller Richtlinien durch die Konferenz der Regionen und der autonomen Provinzen oder bis zu deren Verabschiedung, in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Provinz, wobei darauf zu achten ist, jede Form der Menschenansammlung zu vermeiden.

 
 
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