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Update Coronavirus: Südtirol ist laut Einstufung der italienischen Behörden offiziell kein Risikogebiet

6.3.2020 – Seit Freitagmittag, 6. März 2020, empfiehlt das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen keine dringlichen Reisen nach Südtirol zu unternehmen. Das unabhängige Robert-Koch-Institut hatte zuvor eine Einstufung des Landes als Risikogebiet vorgenommen.

Achtung: Diese Einstufung ändert jedoch nichts an der offiziellen Einstufung von Seiten der italienischen Behörden. Diesbezüglich gilt laut Stand 6. März 2020, 13 Uhr, dass Südtirol kein Risikogebiet ist.
Trotz des Umstandes, dass Südtirol laut offiziellen staatlichen Stellen kein Risikogebiet ist, wird es bei Buchungsstornierungen von Gästen aus Deutschland nun schwierig werden, die vorgesehenen Stornogebühren einzufordern. Im Falle eines Gerichtsverfahrens können nämlich auch die Reise- und Sicherheitswarnungen eines Auswärtigen Amtes eines anderen Staates und, speziell für Deutschland, die Einstufung des Robert-Koch-Instituts zur Bewertung des Streitfalles vom Gericht herangezogen werden. Die definitive Entscheidung beim Umgang mit Stornierungen obliegt selbstredend den Gastwirtinnen und Gastwirten und ist von Fall zu Fall unterschiedlich zu bewerten. Ob totaler Verzicht auf eventuell zustehende Stornogebühren, z. B. bei treuen Stammgästen, oder ein Angebot der Verschiebung des gebuchten Urlaubs und gleichzeitigem „Gutschreiben“ desselben – dies alles können, ungeachtet der rein rechtlichen Bedingungen, Möglichkeiten einer kulanten Lösung sein.

Vorzeitige Betriebsschließung
Aufgrund der Anzahl der Buchungsstornierungen und der ausbleibenden Buchungen überlegen sich Betriebe, eine vorgezogene Schließung des Betriebes vorzunehmen.
Hinsichtlich der noch bestehenden Buchungen ist dabei zu berücksichtigen, dass gegebenenfalls der Gast, welcher ein Angeld zur Bestätigung geleistet hat, Anspruch auf die Zahlung des doppelten des geleisteten Angeldes erheben könnte oder für den Fall, dass dieser den Urlaub in einem anderen Hotel verbringt, die Zahlung der eventuellen Preisdifferenz einfordern könnte. Auch hier gilt es, vorab mit den betreffenden Gästen Kontakt aufzunehmen und auf deren Verständnis zu hoffen.
Zu Fragen betreffend der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufgrund vorzeitigem Saisonende wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Lohnbüro.

Korrekturen mit Dringlichkeitsmaßahme durchgeführt
Gestern, 5. März 2020, hat Landeshauptmann Arno Kompatscher eine neue Dringlichkeitsmaßnahme erlassen, mit welcher er im Wesentlichen die Vorgaben der staatlichen Verordnung vom 4. März übernimmt, und die Sondermaßnahmen zur Bekämpfung und der Ausbreitung des Coronavirus, wie etwa das Servieren nur am Tisch, für die Gemeinden Wolkenstein, St. Christina, Abtei, Toblach, Welsberg-Taisten und Prettau aufhebt. Somit gelten für die Gastbetriebe in diesen Gemeinden ab sofort dieselben Bestimmungen wie für alle anderen Gemeinden Südtirols.

 
 
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