HGV-Newsletter vom 08.10.2020 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Staatliche Bestimmungen zur Maskenpflicht gelten nicht für Südtirol – lokale Regeln finden weiterhin Anwendung

8.10.2020 – Mit ihrem gestrigen Gesetzesdekret hat die Regierung Conte den Notstand aufgrund von Covid-19 bis zum 31. Jänner 2021 verlängert und die Maskenpflicht ausgeweitet. Diese staatlichen Vorschriften finden in Südtirol keine direkte Anwendung. Es gelten die Bestimmungen des Landesgesetzes zur Eindämmung der Verbreitung des Virus SARS-CoV-2.


Die in Südtirol weiterhin geltenden Bestimmungen
Im Freien und in geschlossenen Räumen ist stets ein Sicherheitsabstand von 1 Meter einzuhalten, außer zwischen zusammenlebenden Mitgliedern desselben Haushalts und in ausdrücklich anders geregelten Fällen, wie z. B. im Wellnessbereich.
Kann der zwischenmenschliche Sicherheitsabstand von 1 Meter nicht ständig eingehalten werden, wird von allen Personen das Tragen eines Schutzes der Atemwege verlangt, ausgenommen sind Mitglieder desselben Haushalts.
Dies gilt auch für alle Fälle, in denen Menschenansammlungen wahrscheinlich sind, oder wo eine konkrete Möglichkeit besteht, andere Personen zu kreuzen oder zu treffen, ohne den zwischenmenschlichen Abstand von 1 Meter einhalten zu können (z. B. Fußgängerzonen, auf Bürgersteigen). Zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens muss in den Außenbereichen von öffentlich zugänglichen Orten und Räumlichkeiten, in denen sich leicht Menschenansammlungen bilden können, unabhängig vom Abstand zwischen den Personen, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Als Schutz der Atemwege können chirurgische Masken oder solche einer höheren Kategorie verwendet werden. Als Alternative können auch waschbare und wiederverwendbare Bedeckungen aus Stoff, auch selbst hergestellte, verwendet werden. Diese müssen eine Abdeckung vom Kinn bis zur Nase ermöglichen. Die Masken müssen alle ohne Ventil sein. Schutzvisiere bieten nur in Kombination mit der oben beschriebenen Mund- und Nasenbedeckung ausreichenden Schutz.
Zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens muss in den Außenbereichen von öffentlich zugänglichen Orten und Räumlichkeiten, in denen sich leicht Menschenansammlungen bilden können, unabhängig vom Abstand zwischen den Personen, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.
 
Gastronomie
Beim Betreten und Verlassen von Lokalen, in denen Speisen und/oder Getränke verabreicht werden, sowie bei jeder Bewegung im Lokal, z. B. zu den Toiletten, müssen die Gäste einen Schutz der Atemwege tragen, wenn der Abstand von 1 Meter nicht ständig eingehalten werden kann. Am Tisch kann auf das Tragen eines Schutzes der Atemwege verzichtet werden. Am Tresen kann nur für die unabdingbare Zeit des Verzehrs auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verzichtet werden. Diese Regelung gilt auch für die Außenbereiche von Schank- und/oder Speisebetrieben bzw. Mischbetrieben, wie z. B. Terrassen und Gastgärten.
Zudem gilt für die Außenbereiche von Schank- und/oder Speisebetrieben bzw. Mischbetrieben, in denen sich leicht Menschenansammlungen bilden können, zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens die Pflicht, unabhängig vom Abstand zwischen den Personen, einen Schutz der Atemwege zu tragen. An den Tischen im Freien muss hingegen kein Schutz der Atemwege getragen werden.

Beherbergung
Gäste, die sich in Gemeinschaftsräumen von Beherbergungsbetrieben aufhalten, müssen nur dann einen Schutz der Atemwege tragen, wenn der Sicherheitsabstand von 1 Meter zwischen den Gästen nicht ständig eingehalten werden kann. Ausgenommen davon sind zusammenlebende Mitglieder desselben Haushalts bzw. Personen, die im selben Zimmer beherbergt sind.

Mitarbeiter von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben
Für Mitarbeiter in Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben ist vorgeschrieben, dass diese in geschlossenen Räumen, bei Anwesenheit anderer Personen, unabhängig vom Abstand zwischen den Personen und unabhängig davon, ob es sich um Gäste oder andere Mitarbeiter handelt, eine chirurgische Maske tragen müssen. Nur wenn sich Mitarbeiter allein in einem Raum aufhalten, müssen diese keine chirurgische Maske tragen. Mitarbeiter, die im Freien beschäftigt sind, müssen eine chirurgische Maske immer dann tragen, wenn der Sicherheitsabstand von 1 Meter zu anderen Personen nicht stabil eingehalten werden kann.
Mitarbeiter, die im Service beschäftigt sind, müssen in geschlossenen Räumen wie auch im Freien bei Anwesenheit anderer Personen, unabhängig vom Abstand zwischen den Personen und unabhängig davon, ob es sich um Gäste oder andere Mitarbeiter handelt, eine chirurgische Maske tragen. Nur wenn sich Mitarbeiter im Service allein in einem Raum aufhalten, müssen diese keine chirurgische Maske tragen.
Bei den chirurgischen Masken muss es sich um zertifizierte chirurgische Masken bzw. zertifizierte chirurgische Stoffmasken handeln, welche eine entsprechende CE-Kennzeichnung aufweisen.

Kontrollen werden durchgeführt
Von den Ordnungskräften wurde angekündigt, dass zukünftig wieder vermehrt Kontrollen betreffend die Einhaltung der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 durchgeführt werden.
Bei Übertretungen der Vorschriften ist eine Geldstrafe vorgesehen, die zwischen 400 Euro und 1.000 Euro liegt und bei erstmaliger Übertretung und Zahlung innerhalb von 30 Tagen um ein Drittel reduziert werden kann. Bei weiteren Verletzungen der Bestimmungen wird die Strafe verdoppelt.

Hier finden Sie den Leitfaden zu den Covid-19-Auflagen mit umfänglichen Informationen zum Thema.

Zudem steht Ihnen ein E-Learning-Kurs zum Thema Coronavirus: Präventions- und Schutzmaßnahmen auf der HGV-Website zur Verfügung, der Betriebsinhabern und Mitarbeitern von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben Informationen zu den aktuell geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 gibt.  

 
 

Maskenpflicht: Textbausteine für die Kommunikation mit dem Gast

8.10.2020 – Bezüglich der verschärften Maskenpflicht in Italien hat der HGV Textbausteine erstellt, welche Sie für die Kommunikation mit Ihren Gästen nutzen können.


Hier finden Sie die Textbausteine in deutscher, italienischer und englischer Sprache.

 
 

Einreisebestimmungen wurden vorläufig verlängert und verschärft

8.10.2020 – Das staatliche Gesetzesdekret vom 7. Oktober 2020 sieht bis zum Erlass eines neuen Dekrets des Präsidenten des Ministerrats eine vorläufige Verlängerung bis zum 15. Oktober 2020 der Bestimmungen zur Einreise nach Italien vor.


Die Einreisebestimmungen wurden zudem für Personen, die aus ganz Frankreich, Belgien, dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, den Niederlanden, der Tschechischen Republik oder Spanien einreisen, verschärft. Hingegen wurden für Personen, die aus Kroatien, Griechenland und Malta nach Italien einreisen, Erleichterungen beschlossen. Diese müssen nun keinen Covid-19-Test mehr mit- bzw. durchführen.

Personen, die nach Italien einreisen möchten und sich in den vorangegangenen 14 Tagen in Frankreich, Belgien, dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, den Niederlanden, der Tschechische Republik oder Spanien aufgehalten haben oder durch diese Länder bzw. Regionen gereist sind, sind verpflichtet:

  • dem Beförderer oder den Ordnungskräften im Falle von Kontrollen eine Eigenerklärung abzugeben, in welcher unter anderem erklärt werden muss, in welchen Ländern oder Gebieten sich die Person in den letzten 14 Tagen vor der Einreise nach Italien aufgehalten hat oder durch welche sie gereist ist. Die Erklärung kann im Falle einer Kontrolle auch direkt, während derselben, ausgefüllt werden;
  • dem Beförderer oder den Ordnungskräften im Falle von Kontrollen einen negativen Molekular- oder Antigen-Test mittels eines Abstriches vorzuweisen. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein;
  • sich alternativ direkt am Flug- oder Seehafen bzw. Grenzübergang oder innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise beim Südtiroler Sanitätsbetrieb oder bei privaten Anbietern einem Molekular- oder Antigen-Test mittels eines Abstriches zu unterziehen;
  • in dem Zeitraum bis zur Durchführung des Abstrichs eine häusliche Isolation in der eigenen Wohnung bzw. an einem definierten Wohnort einzuhalten;
  • sich unverzüglich nach der Einreise beim lokalen Departement für Prävention des zuständigen Sanitätsbetriebes zu melden, auch wenn keine Symptome bestehen. In Südtirol kann dies unter der E-Mail-Adresse coronavirus@sabes.it oder von 8 Uhr bis 20 Uhr unter der Telefonnummer 0471 435 700 erfolgen. Es muss neben dem Namen, dem Geburtsdatum und der Telefonnummer auch das Einreisedatum und der Staat, aus welchem die Einreise erfolgt, angegeben werden.


Diese Verpflichtungen müssen die einreisenden Personen selbst erfüllen. Die Beherbergungsbetriebe haben keine Melde- oder Kontrollpflicht. Es wird jedoch empfohlen, Personen, welche aus diesen Ländern anreisen, bereits vorab über die neuen Einreisebestimmungen zu informieren.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Bestimmungen für die Einreise nach Italien aus den verschiedenen Staaten.

Auf der Internetseite des italienischen Außenministeriums finden Sie zudem Informationen zu den Einreisebestimmungen Italiens sowie eine Onlineanwendung („QUESTIONARIO INFORMATIVO“), welche die Möglichkeit bietet, für jeden einzelnen Staat die Bestimmungen bei Ein- und Ausreise zu prüfen. Auf der zum italienischen Außenministerium gehörigen Internetseite „Viaggiare Sicuri“ können Sie außerdem die Bestimmungen pro Land einsehen.

 
 
Sie möchten unseren Newsletter nicht mehr erhalten, hier können Sie den Newsletter abbestellen.
HGV - 39100 Bozen - Schlachthofstraße 59 - Tel. 0471 317 700 - info@hgv.it - www.hgv.it