HGV-Newsletter vom 22.12.2020 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Regelungen für die Gastronomie vom 24. Dezember bis zum 6. Januar

22.12.2020 – Gemäß Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 76/2020 müssen die Gastronomiebetriebe vom 24. Dezember 2020 bis zum 6. Januar 2021 geschlossen bleiben. Mensaersatzdienst, Abhol- und Lieferservice sind weiterhin zulässig.


Landeshauptmann Arno Kompatscher hat mit der Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 76/2020 vom 21. Dezember 2020 die für die Weihnachtsfeiertage geltenden Maßnahmen zur Vorbeugung und Bewältigung des epidemiologischen Notstandes aufgrund des Coronavirus COVID-19 erlassen.

Dabei wurden weitestgehend die von der Regierung Conte mit Gesetzesdekret vom 18. Dezember 2020, Nr. 172 beschlossenen Maßnahmen für die Weihnachtszeit übernommen.

Im Zeitraum vom 24. Dezember 2020 bis zum 6. Januar 2021 gelten in der Gastronomie nun folgende Bestimmungen:

  • Die Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben. Davon betroffen sind Speisebetriebe wie z. B. Gasthäuser, Restaurants, Jausenstationen, Grillstuben, Pizzerien, Rostbratküchen, Bistros, die öffentlich zugänglichen Restaurants der Gasthöfe, der Berggasthäuser, der Schutzhütten und der Hotels, Buschenschank, Hofschank, Almschank usw. sowie Schankbetriebe wie z. B. Bars, Pubs, Cafés, Schenken, Bier- und Weinlokale sowie ähnliche Betriebe. Die Raststätten an Autobahnen und Schnellstraßen bleiben hingegen geöffnet.

  • Abholservice (Take Away) ist von 5 Uhr bis 20 Uhr zulässig.
    Der Verzehr von Speisen und/oder Getränken im Lokal selbst und auf den Außenflächen des Lokals sowie an allen öffentlichen und der Öffentlichkeit zugänglichen Orten ist untersagt.

  • Lieferservice ist von 5 Uhr bis 22 Uhr zulässig. Der Lieferservice nach Hause ist unter Einhaltung der einschlägigen Gesundheits- und Hygienevorschriften, sowohl die Verpackung als auch den Transport betreffend, erlaubt.

  • Mensaersatzdienst ist weiterhin zulässig. Die Betriebe zur Verabreichung von Speisen, welche Dienstleistungsverträge zur Verabreichung von Mahlzeiten an die Belegschaft/Arbeitern/Bedienstete haben sowie die Tätigkeiten der Kantinen (Mensen) und die dauerhaften Cateringdienste auf Vertragsbasis erbringen die vertraglich vereinbarte Dienstleistung an die Betriebe oder Körperschaften unter Einhaltung der hygienisch - sanitären Bestimmungen, des Mindestabstandes zwischen den Personen und unter der Bedingung, dass höchstens 4 Personen die nicht im selben Haushalt wohnen am Tisch Platz nehmen dürfen. Die Speisen und Getränke dürfen nur im Sitzen konsumiert werden. Die Verabreichung von Speisen im Lokal aufgrund von Essensgutscheinen ist hingegen nicht zulässig.
 
 

Regelungen für die Beherbergungsbetriebe für Weihnachten und Neujahr

22.10.2020 – Die Beherbergung von Gästen, auch in Schutzhütten und Berggasthäusern, ist weiterhin zulässig.


Den Hausgästen dürfen alle Leistungen des Beherbergungsbetriebes, unter Einhaltung der geltenden Protokolle und Bestimmungen der Anlage A des Landesgesetzes vom 8. Mai 2020, Nr. 4 angeboten werden. Auch der Wellnessbereich und das Schwimmbad können unter Einhaltung der bisher geltenden Bestimmungen geöffnet werden, allerdings nur für Personen, die im Beherbergungsbetrieb übernachten. Die Verabreichung von Speisen und Getränken ausschließlich an die Hausgäste des Beherbergungsbetriebes ist ebenfalls unter Einhaltung der bisher geltenden Bestimmungen im Speisesaal und auf den anderen Flächen zur Verabreichung von Speisen und Getränken zulässig. Es dürfen höchstens 4 Personen, die nicht im selben Haushalt wohnen bzw. im selben Zimmer untergebracht sind, am Tisch Platz nehmen. Die Speisen und Getränke dürfen nur im Sitzen konsumiert werden.

Alle Gemeinschaftsräume der Beherbergungsbetriebe müssen im Zeitraum vom 24. Dezember 2020 bis zum 5. Januar 2021 um 23 Uhr geschlossen werden.

Aufgrund des zwischen dem 21. Dezember 2020 und 6. Jänner 2021 auf Staatsebene geltenden Verbots, die Heimatregion bzw. die Heimatgemeinde zu verlassen, ist in diesem Zeitraum nicht mit einer Anreise von Gästen aus Italien zu rechnen. Ebenso unwahrscheinlich ist die Anreise von Gästen aus den EU-Staaten und der Schweiz, da sich diese bei einer Einreise nach Italien zwischen dem 21. Dezember 2020 und dem 6. Jänner 2021 aus nicht gerechtfertigten Gründen, wie z. B. zu touristischen Zwecken, für 14 Tage in Selbstisolation in ihren Gästezimmern begeben müssen. Die Anreise von Personen, die sich bereits in Südtirol aufhalten ist hingegen uneingeschränkt möglich.

Feste und Events dürfen nicht durchgeführt werden
Feste und Events im Freien und in den Privatwohnungen sind im Allgemeinen und ausdrücklich auch in Beherbergungsstrukturen nicht erlaubt. Das bedeutet, dass es nicht zulässig ist die Verabreichung der Speisen und Getränke an die Hausgäste, z. B. an den Weihnachtsfeiertagen oder am Silvesterabend, entsprechend musikalisch oder mit anderen Darbietungen zu umrahmen. Das Abspielen von gedämpfter Hintergrundmusik ist hingegen zulässig. Auch an den Feiertagen müssen alle Gemeinschaftsräume der Beherbergungsbetriebe um 23 Uhr geschlossen werden.

Regelung für Schönheitspflege
Alle Dienste an der Person, mit Ausnahme der Wäschereien, Bestattungsdienste, der Friseur- und Friseursalondienstleistungen, sind ausgesetzt. Das bedeutet, dass die öffentliche Beautyabteilung in Beherbergungsbetrieben bis zum 6. Januar 2021 für Nichthausgäste geschlossen bleibt.

 
 

Bewegungsfreiheit innerhalb Südtirols

22.12.2020 – In Südtirol gilt weiterhin, dass sich die Personen zwischen 5 Uhr morgens und 22 Uhr abends uneingeschränkt, und somit außerhalb der Gemeindegrenzen, bewegen dürfen.


Die Beschränkungen der Bewegungsfreiheit innerhalb Südtirols gilt weiterhin zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens des folgenden Tages. In diesem Zeitraum dürfen Personen nur aus nachgewiesenen Arbeitserfordernissen, aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Umständen der Notwendigkeit oder Dringlichkeit unterwegs sein. Eine entsprechende Eigenerklärung ist nur mehr in diesem Zeitraum mitzuführen bzw. im Rahmen einer Kontrolle auszufüllen.

 
 

Für den HGV ist der Südtiroler Weg gescheitert

22.12.2020 – Für den HGV ist der vom Landeshauptmann angekündigte „Südtiroler Weg“ zu Weihnachten und Neujahr gescheitert. „Es kann nicht sein, dass die Gastronomiebetriebe bis 6. Januar 2021 wieder in den totalen Lockdown versetzt werden, während andere Branchen keine bis kaum Einschränkungen auferlegt erhalten haben. Deshalb ist für uns der Südtiroler Weg gescheitert“, sagt HGV-Präsident Manfred Pinzger.


Mit dem Dekret des Landeshauptmannes muss die Gastronomie erneut die Hauptlast tragen im Bemühen, die Infektionszahlen zu reduzieren und Menschenansammlungen zu vermeiden. Die erneute totale Schließung der Gastronomiebetriebe ist für die darin tätigen Familien und Mitarbeiter bereits zum dritten Mal ein harter Rückschlag. „Seit 4. Dezember mussten die Restaurants auf das Abendgeschäft und somit auf das umsatzträchtigste Geschäft im Jahr verzichten und ab jetzt auch noch auf das Mittagsgeschäft. Diese Entscheidung ist in keiner Weise nachvollziehbar“, protestiert HGV-Präsident Manfred Pinzger und verweist auf zwei Argumente, welche bei dieser Entscheidung offensichtlich keine Berücksichtigung fanden.
Demnach seien die Infektionszahlen trotz totaler Schließung der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe vom 4. November bis zum 3. Dezember weiter nach oben gegangen. Und auch nach der Aktion „Südtirol testet“ von 20. bis 22. November und mit nur teilweise geöffneter Gastronomie ab 4. Dezember sind die Infektionszahlen immer noch relativ hoch. Derzeit weist Südtirol eine Sieben-Tage-Inzidenz von rund 250 auf. „Somit scheinen die Gastronomiebetriebe keine signifikante Größe im Infektionsgeschehen darzustellen. Der Großteil der Betriebe hat sich nämlich redlich bemüht, die Schutzmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter einzuhalten“, unterstreicht Präsident Pinzger.
Das zweite Argument für eine teilweise Öffnung der Gastronomie über Weihnachten und Neujahr besteht laut HGV darin, dass sich gesellige Treffen verstärkt in private Räumlichkeiten und somit in ein kaum kontrollierbares Umfeld verlegen. „Der Appell an die persönliche Verantwortung ist löblich. Besser wäre es aber, die Treffen könnten in Gastbetrieben stattfinden, wo seitens des Gastgebers für die Einhaltung der AHA-Regeln gesorgt wird und die Kontrollorgane die Einhaltung auch überwachen können“, ist Manfred Pinzger überzeugt.

 
 
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