HGV-Newsletter vom 09.11.2020 info@hgv.it www.hgv.it
 
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Landesregierung dehnt verschärfte Maßnahmen zur Bewältigung des Coronavirus auf ganz Südtirol aus

9.11.2020 – Mit der Verordnung des Landeshauptmanns Arno Kompatscher vom 8. November 2020 wurden die verschärften Maßnahmen zur Vorbeugung und Bewältigung des epidemiologischen Notstandes aufgrund des SARS-CoV-2-Virus (Coronavirus) für den Zeitraum vom 9. November 2020 bis zum 22. November 2020 auf ganz Südtirol ausgedehnt. Im Folgenden wird aufgelistet, was das genau bedeutet.


Einschränkung der Bewegungsfreiheit
Jede Bewegung in eine andere Gemeinde oder aus dem Gemeindegebiet ist untersagt, es sei denn, diese Bewegung ist durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, aus Gesundheitsgründen oder aufgrund von Situationen der Notwendigkeit oder Dringlichkeit begründet. Die Rückkehr zum eigenen Domizil, Wohnort oder Wohnsitz oder zu jenem des Partners ist gestattet.
Auch innerhalb des Gemeindegebietes sind nur mehr jene Bewegungen erlaubt, die durch nachgewiesene Arbeitserfordernisse, aus gesundheitlichen Gründen oder Umständen der Notwendigkeit oder Dringlichkeit (darunter die Notwendigkeit, sich zu pflegebedürftigen Personen zu begeben, die Hunde zur nächstgelegenen Hundeauslaufzone zu bringen oder die Rückkehr – nach dem Arbeitsende – zum eigenen Wohnsitz oder zu jenem des Partners) begründet sind. Ebenso ist es zulässig, die Schulen, Kindergärten und die Kleinkinderbetreuung in Präsenz zu erreichen.
 
Als Nachweis für die Zulässigkeit der Bewegungen muss eine Eigenerklärung vorgelegt werden, welche auch direkt bei einer Kontrolle verfasst werden kann, aus der die Gründe der Bewegung hervorgehen.
Die Bürgermeister können mit einer eigenen Maßnahme weitere Präzisierungen der Bewegungen innerhalb des Gemeindegebietes erlassen.

Sport und Bewegung
In der Nähe der eigenen Wohnung ist es erlaubt, einzeln körperliche Aktivitäten durchzuführen. Dabei ist ein Abstand von mindestens 2 Metern zu jeder nicht im eigenen Haushalt zusammenlebenden Person einzuhalten und es muss ein Schutz der Atemwege getragen werden. Zudem ist es weiterhin gestattet, ausschließlich im Freien und individuell Sport zu betreiben.
Das organisierte Training ist unabhängig von der Sportdisziplin ausschließlich für Athletinnen und Athleten erlaubt, die im laufenden Jahr an internationalen oder nationalen Meisterschaften und/oder Wettkämpfen teilnehmen.
Die Anlagen in den Skigebieten dürfen nur mehr von Athletinnen und Athleten benutzt werden, die im laufenden Jahr an internationalen oder nationalen Meisterschaften und/oder Wettkämpfen teilnehmen.

Verbot von privaten Besuchen
In Privatwohnungen ist es verboten, neben den Mitbewohnern, andere Personen zu empfangen, außer aus Arbeitsgründen oder in Situationen der Notwendigkeit.

Aussetzung aller Dienste an der Person
Alle Dienste an der Person (z. B. Friseur oder Schönheitspflege), mit Ausnahme der Wäschereien und Bestattungsdienste, sind ausgesetzt.

Betriebe der Gastronomie sind geschlossen – Mensaersatzdienst, Abhol- und Lieferservice sind zulässig
Die Betriebe der Gastronomie sind geschlossen. Der Abholservice (Take-away) ist von 5 Uhr bis 20 Uhr erlaubt. Die Konsumation von Speisen und Getränken an öffentlichen Orten im Freien ist verboten. Der Lieferservice ist von 5 Uhr bis 22 Uhr möglich. Die Raststätten an Autobahnen und Schnellstraßen bleiben hingegen geöffnet.
Die Betriebe zur Verabreichung von Speisen, welche Dienstleistungsverträge zur Verabreichung von Mahlzeiten an die Belegschaft/Arbeiter/Bedienstete haben, sowie die Tätigkeiten der Kantinen (Mensen) und die dauerhaften Cateringdienste auf Vertragsbasis erbringen auch weiterhin die vertraglich vereinbarte Dienstleistung an die Betriebe oder Körperschaften unter Einhaltung der hygienisch-sanitären Bestimmungen und des Mindestabstandes zwischen den Personen.

Wichtiger Hinweis: In der Verordnung wird klargestellt, dass Verträge mit Essensgutscheinfirmen nicht den Werkverträgen zur Verabreichung von Mahlzeiten gleichgestellt sind. Inhaber von Essensgutscheinen können diese für den Abholdienst oder Lieferservice verwenden. Die Arbeitnehmer dürfen hingegen nicht im Speisebetrieb verköstigt werden.  

Regelung für Beherbergungsbetriebe
Die Beherbergungsbetriebe nehmen keine neuen Gäste auf, mit Ausnahme des im Zusammenhang mit dem Notstand eingesetzten Gesundheitspersonals, des Personals des Bevölkerungsschutzes und von Personen, die sich aus Arbeitsgründen in Südtirol aufhalten. Die Beherbergung der in den Betrieben derzeit noch anwesenden Feriengäste ist bis zum Ende des gebuchten Urlaubs zulässig. Speisen und Getränke dürfen ausschließlich an die Hausgäste des jeweiligen Beherbergungsbetriebes verabreicht werden.
Die Gäste der Beherbergungsbetriebe unterliegen ebenfalls der Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Das heißt, das Gemeindegebiet darf von den Gästen nur verlassen werden aufgrund von Erfordernissen der Arbeit, sollten sich diese aus Arbeitsgründen in Südtirol aufhalten, aus Gesundheitsgründen oder Umständen der Notwendigkeit oder Dringlichkeit. Dasselbe gilt für Bewegungen innerhalb der Gemeinde.

Aussetzung des Detailhandels
Die Tätigkeiten im Detailhandel sind ausgesetzt, auch in Einkaufszentren, mit Ausnahme jener Tätigkeiten, die Lebensmittel und Grundbedarfsgüter verkaufen, welche jedoch an Sonn- und Feiertagen ebenfalls ausgesetzt sind. Apotheken, Parapharmazien, Zeitungskioske und Tabakläden sind von diesen Einschränkungen ausgenommen. Im Rahmen der ausgesetzten Detailhandelstätigkeiten ist der Verkauf über die Distanz oder durch Hauszustellung zulässig.

Öffentlicher Personennahverkehr
Die Fahrzeuge des öffentlichen Personennahverkehrs (darunter die Autobusse, Züge und Seilbahnanlagen) dürfen in der Regel mit maximal 50 Prozent der gewöhnlichen Förderkapazität besetzt werden und zwar unter strikter Einhaltung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen. Die Bevölkerung wird aufgerufen, die öffentlichen Nahverkehrsmittel nur aus Gründen der absoluten Notwendigkeit oder aus Arbeits-, Studien- oder Gesundheitsgründen zu verwenden. Um die Anzahl der in den öffentlichen Verkehrsmitteln beförderten Passagiere zu verringern, ergeht der Aufruf, nach Möglichkeit private Verkehrsmittel zu verwenden.

 
 
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