HGV-Newsletter vom 05.03.2021 info@hgv.it www.hgv.it
 
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HGV: Ja zu Hilfspaket, aber es braucht zusätzlich dringend Öffnungsperspektiven für Betriebe

5.3.2021 – Der HGV hat sich in den letzten Wochen und Monaten mit Nachdruck für ein landeseigenes Corona-Hilfspaket für die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe eingesetzt. Das heute, Freitag, 5. März, von der Landesregierung vorgelegte Maßnahmenpaket für pandemiegebeutelte Unternehmen ist eine Hilfe, reicht aber für eine Absicherung der Tourismusbetriebe allein nicht aus. Deshalb braucht es auch konkrete Öffnungsperspektiven für die Betriebe.


Zwischen Mitte März 2020 und Mitte März 2021 wurden in Südtirol die Beherbergungsbetriebe für 136 Tage behördlich geschlossen. Bei den Gastronomiebetrieben sind es gar 148 Tage. Das sind zwischen viereinhalb und fünf Monaten. Tausende Mitarbeiter im Gastgewerbe wurden arbeitslos bzw. wurden in den Lohnausgleich überstellt. Den Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben ging bislang ein Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro verloren.
„Die nun vom Land zur Verfügung gestellten rund 380 Millionen Euro für die Wirtschaft sind eine Unterstützung, aber es braucht noch einen weiteren Kraftakt. Allein mit jedem zusätzlichen Schließungstag verlieren unsere Betriebe durchschnittlich 18 Millionen Euro“, stellt HGV-Präsident Manfred Pinzger fest.
Die Wintersaison ist inzwischen unwiederbringlich verloren und die entgangenen Nächtigungen und somit Umsätze können nicht mehr nachgeholt werden. Zudem fehlen die Aussichten, wann touristische Reisen in Italien und vom Ausland wieder uneingeschränkt möglich sein werden und wann die Frühjahrssaison beginnen kann. Deshalb sollen laut dem HGV weitere Ausfallzahlungen für die Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Betracht gezogen werden. Zudem sind die angegebenen Zeiträume bis zur Auszahlung deutlich zu verkürzen.
Gleichzeitig gilt es, klare Öffnungsperspektiven für die Betriebe zu geben. Weil die Hilfsgelder nicht ausreichend sein werden, müssen die gastgewerblichen Betriebe wieder öffnen und somit arbeiten und Geld verdienen können.

 
 

Land legt Corona-Hilfen auf – Verlustbeiträge und Fixkostenzuschüsse sind vorgesehen

5.3.2021 – Die Landesregierung hat heute, Freitag, 5. März, das neue Hilfspaket des Landes vorgestellt. Rund 380 Millionen Euro wird den von der Pandemie betroffenen Unternehmen zur Verfügung gestellt. Für den HGV ist dies eine wichtige Hilfe, es braucht aber auch konkrete Öffnungsperspektiven für die Betriebe.


Was sehen die Corona-Hilfen des Landes nun vor?
Zur Existenzsicherung von Betrieben, welche durch die Auswirkungen der Pandemie betroffen sind, gibt es nun Beihilfen seitens des Landes in Form von Zuschüssen für Kleinstunternehmen und in Form von Fixkostenzuschüssen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Unterstützung ist ein Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent in einem definierten Zeitraum.

Verlustbeiträge
Um Verlustbeiträge können Kleinstunternehmen ansuchen, die unter anderem folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Rückgang des Gesamtumsatzes von mindestens 30 Prozent im Zeitraum 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021;
  • Einkommen unter 50.000 Euro bzw. unter 85.000 Euro für Betriebe mit mindestens zwei Inhabern. Zugesagte Verlustbeiträge von Staat und Land werden bei dieser Förderung mitberücksichtigt.

Für Neugründer gibt es gesonderte Voraussetzungen.
Die Höhe des Verlustbeitrages reicht von 3.000 Euro bis zu 10.000 Euro, gestaffelt je nach Anzahl der Mitarbeiter.
Weitere Details sind derzeit noch nicht bekannt.
Zum momentanen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass die Gesuche Mitte April eingereicht werden können und ab Ende Mai mit der Auszahlung zu rechnen ist.

Fixkostenzuschüsse
Die Voraussetzung für die Gewährung eines Fixkostenzuschusses ist ein Rückgang des Gesamtumsatzes von mindestens 30 Prozent im Zeitraum 1. April 2020 bis 31. März 2021. Zugesagte Beiträge von Staat und Land werden mitberücksichtigt.
Für Neugründer gelten gesonderte Voraussetzungen. Der Höchstbetrag des Fixkostenzuschusses beträgt 100.000 Euro. Bei der Berechnung der Fixkosten werden die Abschreibungen, der Kapitalanteil von Leasingraten und die Personalkosten nicht berücksichtigt. Der Fixkostenbeitrag wird im Verhältnis zum Umsatzrückgang gestaffelt:  

  • Umsatzrückgang von 30 Prozent: Beitrag 30 Prozent;
  • Umsatzrückgang von 40 Prozent: Beitrag 40 Prozent;
  • Umsatzrückgang von mehr als 50 Prozent: Beitrag 50 Prozent.


Weitere Details sind derzeit noch nicht bekannt.
Mit ersten Auszahlungen dieser Beitragsform ist ab Anfang Juli zu rechnen. Der Südtiroler Landtag muss sich mit diesem Corona-Hilfspaket befassen, bevor die Landesregierung definitiv die Kriterien mit den Details zur Gesuchstellung und zur Auszahlung dieser Hilfen beschließen kann.

Stundung der Rückzahlung der Darlehen aus dem Rotationsfonds
Zudem soll erneut die Möglichkeit geschaffen werden, die Stundung der Darlehen aus den verschiedenen Rotationsfonds bis zum 30. September 2021 zu verlängern.

 
 
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