HGV-Newsletter vom 15.01.2021 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Gastronomiebetriebe bleiben offen – neue Regelung für Schutzhütten und Gastbetriebe in Skigebieten

15.1.2021 – Südtirol hält am eigenen Weg fest: Die Gastronomiebetriebe bleiben offen, trotz der Ankündigung Roms, das Land Südtirol als „rote Zone“ zu erklären. Zudem gilt für Schutzhütten und Gastbetriebe in den Skigebieten eine neue Regelung. Ab 18 Uhr gilt weiters ein Verbot von Take-away für Schankbetriebe.


Trotz der Ankündigung Roms, Südtirols als „rote Zone“ zu erklären, hält Landeshauptmann Arno Kompatscher daran fest, dass die Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe weiterhin geöffnet halten dürfen; dies alles gestützt auf Zahlen des Sanitätsbetriebs.

In Folge des von Ministerpräsident Conte erlassenen Dekrets hat der Landeshauptmann mit der Dringlichkeitsmaßnahe Nr. 2/2021 vom 15. Januar 2021 Anpassungen an den bisher geltenden Bestimmungen vorgenommen. Zudem wurde eine Regelung betreffend die Öffnung der Schutzhütten sowie der Gastbetriebe, die sich in den Skigebieten, an den Rodelpisten und im Bereich der Talstationen der Aufstiegsanalgen befinden, erlassen.

Regelung für Gastronomiebetriebe
Die Gastronomiebetriebe können unter Einhaltung der bisher geltenden Bestimmungen geöffnet halten. Auch der Verkauf von Produkten zum Mitnehmen (Take-away) ist für Speisebetriebe weiterhin von 5 Uhr bis 22 Uhr erlaubt. Neu ist hingegen, dass für Betriebe, die als überwiegende Tätigkeit eine Bartätigkeit und andere ähnliche Dienstleitungen (ATECO-Kodex 56.3), wie z. B. Pubs, Bierstuben, Enotheken und Cafés oder Detailhandel mit Getränken (ATECO-Kodex 47.25), ausüben, der Verkauf zum Mitnehmen (Take-away) nur bis 18 Uhr gestattet ist. Der Lieferservice kann hingegen weiterhin zwischen 5 Uhr und 22 Uhr durchgeführt werden.

Regelung für Schutzhütten und Gastbetriebe, die sich in Skigebieten, an den Rodelpisten und im Bereich der Talstationen der Aufstiegsanlagen befinden
Für Schutzhütten und Gastbetriebe, die sich in Skigebieten, an den Rodelpisten oder im Bereich der Talstationen der Aufstiegsanlagen befinden, gilt, dass diese von 8 Uhr bis 16 Uhr geöffnet halten dürfen. Die Konsumation von Speisen und/oder Getränken ist im Innen- wie im Außenbereich nur auf Vormerkung und nur am Tisch mit maximal 4 Personen pro Tisch zulässig, außer es handelt sich bei allen um zusammenlebende Personen. An der Theke sind der Aufenthalt sowie die Verabreichung und die Konsumation von Speisen und Getränken verboten. Der Verkauf von Speisen und Getränken zum Mitnehmen ist untersagt. Die Verabreichung und die Konsumation von superalkoholischen Getränken, auch als Zusatz zu anderen Getränken, ist untersagt. Weiters ist jegliche Form von musikalischer und multimedialer Unterhaltung im Innen- wie im Außenbereich verboten.

Regelung für Beherbergungsbetriebe
Den Hausgästen dürfen weiterhin alle Leistungen des Beherbergungsbetriebes, unter Einhaltung der Bestimmungen der Anlage A des Landesgesetzes Nr. 4 vom 8. Mai 2020, angeboten werden. Auch der Wellnessbereich und das Schwimmbad können geöffnet halten, allerdings nur für Personen, die im Beherbergungsbetrieb übernachten. Die Verabreichung von Speisen und Getränken an Hausgäste unterliegt nicht den reduzierten Öffnungszeiten der öffentlich zugänglichen Schank-Speisebetriebe. Die Gemeinschaftsräume müssen weiterhin ab 23 Uhr geschlossen werden.

Bewegungsfreiheit der Personen
Die Bewegungsfreiheit der Personen innerhalb Südtirols ist, unabhängig von der restriktiveren Regelung auf staatlicher Ebene, weiterhin zwischen 5 Uhr morgens und 22 Uhr abends uneingeschränkt möglich. Zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens sind Bewegungen nur aufgrund von nachgewiesenen Arbeitserfordernissen, gesundheitlichen Gründen oder Umständen der Notwendigkeit möglich. Bei Kontrollen ist das Vorliegen einer dieser Gründe zu erklären.

Appell des HGV
Der HGV appelliert weiterhin, die Regeln und Vorgaben konsequent einzuhalten, damit die Fallzahlen nicht steigen und auch das Gastgewerbe weiterarbeiten kann.

 
 

Einreisebestimmungen bis zum 5. März 2021 verlängert

15.1.2021 – Mit dem vorhergehenden Newsletter vom 15. Januar 2021 hat der HGV über die inneritalienischen Reisebeschränkungen informiert. Nun gibt es auch Klarheit über die Einreise nach Italien. Das Dekret des Präsidenten des Ministerrats, das heute, am 15. Januar 2021, veröffentlicht wurde, sieht eine Verlängerung der bisherigen Bestimmungen vor.


Es können weiterhin können Personen aus allen EU-Ländern und den Schengenstaaten (Länder der Liste C) ohne Begründung und somit auch zu touristischen Zwecken nach Südtirol einreisen.

Bei der Einreise muss die einreisende Person:

  • im Besitz einer Bescheinigung eines negativen Covid-19-Tests (Molekular- oder Antigentest) sein, der innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden ist.
  • sich bei ihrer Einreise beim lokalen Departement für Prävention des zuständigen Sanitätsbetriebes unter diesem Link melden, alternativ via E-Mail an coronavirus@sabes.it oder telefonisch von 8 Uhr bis 20 Uhr unter der Telefonnummer +39 0471 435 700. Angegeben werden müssen unter anderem Name, Geburtsdatum, Telefonnummer sowie das Einreisedatum und der Staat, aus welchem die Einreise erfolgt.
  • im Falle von Kontrollen eine Eigenerklärung abgeben.


Die Einreise aus Großbritannien und Nordirland ist derzeit aus touristischen Gründen hingegen nicht erlaubt.

Die Verpflichtungen bei der Einreise müssen die Personen selbst erfüllen. Die Beherbergungsbetriebe haben keine Melde- oder Kontrollpflicht. Es wird jedoch empfohlen, die einreisenden Personen vorab über die Einreisebestimmungen zu informieren.
Bei der Rückkehr aus Südtirol in den jeweiligen Heimatstaat müssen Gäste zudem die jeweils in ihrem Heimatland für eine Rückreise aus Italien geltenden Einreisebestimmungen beachten.

Hier finden Sie eine aktuelle und praktische Übersicht der Bestimmungen für die Einreise nach Italien aus den verschiedenen Staaten.

Hier finden Sie nochmals den Newsletter vom 15. Januar 2021 zu den inneritalienischen Reisebeschränkungen.

 
 

HGV setzt sich für die Verlängerung des Arbeitslosengeldes ein

15.1.2021 – Der HGV setzt sich gemeinsam mit den lokalen Fachgewerkschaften auf Staats- und Landesebene dafür ein, dass die Probleme zur Deckung des Arbeitslosenstatus der nicht beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche aufgrund der Covid-19-Pandemie mit dem Auslaufen des Anspruches auf Arbeitslosengeld konfrontiert sind, so rasch wie möglich gelöst werden.


Es wurde ein entsprechender Vorschlag in Rom und auf Landesebene hinterlegt. Zudem finden Sie hier die Presseaussendung des HGV zu diesem Thema.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die wegen Entlassung, Vertragsablauf, Kündigung aus triftigem Grund und einvernehmlicher Auflösung im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen unfreiwillig arbeitslos geworden sind, haben Anrecht auf Arbeitslosengeld. Die HGV-Personalberatung hat die wichtigsten Informationen dazu zusammengefasst.
Bezugsberechtigt sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, einschließlich Lehrlinge mit einem lohnabhängigen Arbeitsverhältnis.

Voraussetzungen, Dauer und Höhe des Arbeitslosengeldes (NASPI)
Für die Berechtigung zum Arbeitslosengeld (NASPI) muss der Gesuchsteller in den letzten 4 Jahren vor Arbeitsbeendigung mindestens 13 Versicherungswochen – also 3 Versicherungsmonate – aufweisen. In den letzten 12 Monaten muss an mindestens 30 Tagen gearbeitet worden sein.

Das Arbeitslosengeld (NASPI) wird bis zu 2 Jahre ausbezahlt und die Dauer hängt von der Arbeitstätigkeit ab. Das Arbeitslosengeld (NASPI) wird für den Zeitraum der Hälfte der Versicherungsbeiträge in den letzten 4 Jahren ausbezahlt (also 4 volle Arbeitsjahre bedeuten 2 Jahre Arbeitslosengeld). Für die Berechnung der Dauer des Arbeitslosengeldes werden Versicherungsbeiträge, die bereits für eine vorherige Ausbezahlung des Arbeitslosengeldes berücksichtigt wurden, nicht mehr berechnet.
Es werden 75 Prozent des Durchschnittslohnes der letzten 4 Arbeitsjahre ausbezahlt mit einem Höchstbetrag von 1.335 Euro im Monat (für 2020). Ab dem vierten Monat der Arbeitslosigkeit wird das Arbeitslosengeld um 3 Prozent für jeden weiteren Monat der Arbeitslosigkeit gekürzt.

Beispiele
Ein über 50-Jähriger mit einer ununterbrochenen Arbeitszeit in den letzten 4 Jahren bekommt das Arbeitslosengeld (NASPI) für die Dauer von 24 Monaten ausbezahlt.
Bei „unterbrochenen“ Arbeitszeiten mit einer Arbeitszeit von 2 Jahren in den letzten 4 Kalenderjahren beträgt die Dauer des Arbeitslosengeldes maximal 12 Monate.

Für Saisonarbeiter, die 6 bis 8 Monate im Jahr arbeiten, besteht Anrecht auf maximal die Hälfte der Versicherungszeit. Damit reift aufgrund der Arbeitstätigkeit und des Arbeitslosengeldes (NASPI) nicht immer die Pensionsabsicherung in der Höhe von 52 Versicherungswochen im Jahr an.

Weitere Informationen zum Arbeitslosengeld (NASPI) können bei den Patronaten eingeholt werden.
Hier finden Sie eine Liste der Patronate.

 
 

Covid-19: Finanzielle Unterstützung für Familien

26.1.2021 – Das Land Südtirol hat angesichts der Corona-Pandemie diverse Hilfsmaßnahmen für Familien beschlossen.


 Es fördert Familien mit Kindern über finanzielle Beiträge, unterstützt über die Familienagentur private und öffentliche Anbieter, die für Familien arbeiten oder Kinderbetreuung anbieten, und liefert Informationen zur Stärkung und Unterstützung der Familie.

Weitere Informationen gibt es hier.

 
 
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