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Dekret „Sostegni“ und Landeshilfen – die Details im Überblick – Online-Meeting für HGV-Mitglieder am 26. März

24.3.2021 – Mit der Verabschiedung des staatlichen Dekrets „Sostegni“ und dem Corona-Hilfspaket des Landes werden den pandemiegeschädigten Betrieben weitere Hilfsgelder zur Verfügung gestellt. Was versprechen diese Hilfsmaßnahmen? Im Rahmen des HGV-Online-Meetings „Dekret Sostegni und Landeshilfen – die Details im Überblick“, welches am Freitag, 26. März, von 14.30 Uhr bis ca. 16 Uhr stattfindet, werden diese und weitere Fragen von den HGV-Expertinnen und -Experten beantwortet.


Foto: vegefox.com/stock.adobe.com

PROGRAMM:

  • Eröffnung und Einleitung
    Manfred Pinzger, HGV-Präsident
  • Werdegang des Dekrets „Sostegni“ und weitere politische Schritte
    Senator Dieter Steger
  • Dekret „Sostegni“ – die Hilfsmaßnahmen für Beschäftigte im Tourismus
    Wilfried Albenberger, Leiter der HGV-Personalberatung
  • Dekret „Sostegni“ die Hilfsmaßnahmen für Betriebe
    Stefan Amplatz, Leiter der HGV-Steuerberatung
  •  Dekret „Sostegni“ und Landeshilfen – die Maßnahmen im Überblick
    Evelin Schieder, Leiterin der HGV-Rechtsabteilung
  • Moderation: HGV-Vizedirektor Raffael Mooswalder


Die Teilnahme am Online-Meeting ist kostenlos, eine Anmeldung ist innerhalb Donnerstag, 25. März, unter folgendem Link  erforderlich: Anmeldung zum Online-Meeting

Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie den Zugangslink zum Online-Meeting.

Hier finden Sie die Einladung im PDF-Format.

 
 

Dekret „Sostegni“ – Neuigkeiten zu Lohnausgleich, Arbeitslosengeld und Einmal-Zahlung für Saisonangestellte

24.3.2021 – Das staatliche Dekret „Sostegni“ enthält zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche aufgrund der Corona-Pandemie ohne Beschäftigung sind. Im Folgenden die Details.


Verlängerung Covid-19-Lohnausgleich
Sofern der Covid-19-Lohnausgleich aus dem Bilanzgesetz seit 1. Januar 2021 durchgehend beansprucht wurde, enden die damals vorgesehenen maximalen 12 Wochen am 25. März 2021. Mit dem neuen Gesetzesdekret wurde der Lohnausgleich aufgrund der Corona-Pandemie nun verlängert. Im Tourismus- und Tertiärsektor können in der Zeit vom 1. April 2021 bis 31. Dezember 2021 weitere 28 Wochen beantragt werden. Unklar ist noch, wie der Zeitraum vom 26. März 2021 bis 31. März 2021 abgedeckt werden kann. Falls noch Resturlaub oder -freistunden vorhanden sind, können diese genossen oder ein unbezahlter Wartestand vereinbart werden.
Der Lohnausgleich kann für all jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantragt werden, welche zum Stichtag 23. März 2021 (Inkrafttreten des Dekrets) beschäftigt sind. Der Lohnausgleich kann wiederum in Form der Vorschusszahlung vonseiten des Betriebes und anschließender Verrechnung des Guthabens auf dem Mod. F24 oder mittels Direktzahlung durch das NISF/INPS beantragt werden.
Für die Beanspruchung dieses Lohnausgleichs ist kein Zusatzbeitrag vorgesehen.

Verlängerung Entlassungsverbot
Mit der Verlängerung des Lohnausgleichs geht auch die Verlängerung des Entlassungsverbotes einher. Demnach sind Entlassungen aus objektiv gerechtfertigten Gründen (Personalreduzierung) bis zum 31. Oktober 2021 nicht zulässig. Davon ausgenommen sind Entlassungen wegen definitiver Einstellung der Betriebstätigkeit und Liquidierung der Gesellschaft oder falls ein Abkommen mit den vertretungsstärksten Gewerkschaftsorganisationen und einer entsprechenden Austrittsentschädigung für die Mitarbeitenden abgeschlossen wird.

Keine Verlängerung des Arbeitslosengeldes (NASpI) vorgesehen
Mit dem neuen Gesetzesdekret ist zwar vorgesehen, dass Anträge um das Arbeitslosengeld NASpI innerhalb 31. Dezember 2021 auch dann gewährt werden, falls die Voraussetzung der 30 Arbeitstage in den vorangegangenen 12 Monaten nicht erfüllt ist. Diese Bestimmung entspricht aber nicht der eigentlichen Forderung des HGV, wonach die Dauer des Arbeitslosengeldes um mindestens zwei Monate verlängert werden sollte, sofern die Maximaldauer erreicht wurde. Der HGV wird sich weiterhin darum bemühen, eine entsprechende Abänderung im Zuge der Umwandlung in ein ordentliches Gesetz zu erwirken.

Einmal-Zahlung für Saisonmitarbeiter im Tourismussektor
Saisonmitarbeiter des Tourismussektors können wiederum um einen Einmal-Betrag (indennità una tantum omnicomprensiva) von 2.400 Euro ansuchen, falls diese zum Stichtag 23. März 2021 in keinem Arbeitsverhältnis stehen, kein Arbeitslosengeld (NASpI) oder keine Pension beziehen und im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis 23. März 2021 mindestens 30 Beschäftigungstage aufweisen können.
Der Betrag ist steuer- und abgabenfrei und wird vom NISF/INPS ausbezahlt. Hierfür muss vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin innerhalb 30. April 2021 ein entsprechender Antrag an das NISF/INPS gestellt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen jedoch noch die entsprechenden Anleitungen des NISF/INPS dazu.
Weitere Informationen und Hilfestellungen erteilen die Patronate. Hier finden Sie eine Liste der Patronate in Südtirol.

 
 

Dekret „Sostegni“: Staatlicher Verlustbeitrag für Betriebe

24.3.2021 – Das staatliche Dekret „Sostegni“ sieht für pandemiegeschädigte Betriebe einen weiteren Verlustbeitrag vor. Der Antrag dafür kann ab Anfang April eingereicht werden. Im Folgenden die wichtigsten Details.


Für den staatlichen Verlustbeitrag dürfen alle Unternehmen mit einem Umsatz bis 10 Millionen Euro (im Jahr 2019) ansuchen, die bei Inkrafttreten des Dekrets eine offene Mehrwertsteuerposition in Italien haben.
Der Verlustbeitrag steht dann zu, wenn der durchschnittliche Monatsumsatz des Jahres 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 um 30 Prozent zurückgegangen ist. Dabei ist der Zeitpunkt der Leistungserbringung ausschlaggebend. Betriebe mit Tätigkeitsbeginn ab dem 1. Januar 2019 müssen diese Bedingung nicht erfüllen.

Der staatliche Verlustbeitrag wird aufgrund des durchschnittlichen Umsatzrückganges wie folgt berechnet:

  • 60 Prozent auf den durchschnittlichen monatlichen Umsatzrückgang für Betriebe mit einem Umsatz bis 100.000 Euro im Jahr 2019
  • 50 Prozent auf den durchschnittlichen monatlichen Umsatzrückgang für Betriebe mit einem Umsatz von 100.000 Euro bis 400.000 Euro im Jahr 2019
  • 40 Prozent auf den durchschnittlichen monatlichen Umsatzrückgang für Betriebe mit einem Umsatz von 400.000 Euro bis 1 Million Euro im Jahr 2019
  • 30 Prozent auf den durchschnittlichen monatlichen Umsatzrückgang für Betriebe mit einem Umsatz von 1 Million Euro bis 5 Millionen Euro im Jahr 2019
  • 20 Prozent auf den durchschnittlichen monatlichen Umsatzrückgang für Betriebe mit einem Umsatz von 5 Millionen Euro bis 10 Millionen Euro im Jahr 2019


Ein Beispiel: Ein Betrieb mit einem Umsatz im Jahr 2019 von 200.000 Euro erzielt im Jahr 2020 einen Umsatz von 100.000 Euro. Der durchschnittliche Monatsumsatz beträgt 8.333 Euro. Der Verlustbeitrag macht 50 Prozent des durchschnittlichen Monatsumsatzes aus, das sind 4.166 Euro.

Für die Betriebe mit Tätigkeitsbeginn ab dem 1. Januar 2019 sind die Monate der effektiven Tätigkeit für die Berechnung zu berücksichtigen.

Der Beitrag kann maximal 150.000 Euro betragen und mindestens 1.000 Euro (Einzelfirmen) bzw. 2.000 Euro (andere). Der Beitrag ist steuerfrei.
Das Geld soll bereits 10 Tage nach Antragstellung auf dem Bankkonto des Betriebes eingehen. Alternativ kann der Beitrag auch als Steuerguthaben für die Verrechnung anderer Steuern ausschließlich über F24 im Jahr 2021 verwendet werden.

 
 

Rai-Gebühr: Reduzierung für 2021 erreicht – vollständige Befreiung wird gefordert

24.3.2021 – Dem HGV ist es zusammen mit dem staatlichen Dachverband Federalberghi gelungen, einen Teilerfolg einzufahren und die Reduzierung der Rai-Gebühr für Radio und Fernsehgeräte für das Jahr 2021 zu erreichen.


Der Ministerrat hat im Dekret „Sostegni“ die Reduzierung der Rai-Gebühr (canone speciale) für das Jahr 2021 um 30 Prozent beschlossen. Diese Reduzierung ist als Teilerfolg zu verbuchen, da das erklärte Ziel des HGV und von Federalberghi weiterhin die vollständige Befreiung von der Rai-Gebühr für 2021 ist.
Da der Zahlungstermin für die Rai-Gebühr 2021 der 31. März ist, wurde die Generaldirektion der Rai um einen weiteren Aufschub des Zahlungstermins ersucht. 

Der HGV empfiehlt daher, die Rai-Gebühr 2021 vorerst noch nicht einzuzahlen, denn gleichzeitig mit der Forderung des Aufschubes des Zahlungstermins fordert der HGV weiterhin die vollständige Befreiung von der Zahlung der Gebühr für das Rai-Sonderabonnement 2021.

 
 

Schank- und Speisebetriebe sind von der Vermögensgebühr für Konzessionen, Ermächtigungen und Werbemaßnahmen bis zum 30. Juni 2021 befreit

24.3.2021 – Die Steuer und Gebühr für die Besetzung des öffentlichen Grundes (sog. TOSAP und COSAP) und die Werbesteuer werden seit 1. Januar 2021 in der Vermögensgebühr für Konzessionen, Ermächtigungen und Werbemaßnahmen (sog. canone unico) zusammengefasst. Das Dekret „Sostegni“ sieht vor, dass Schank- und Speisebetriebe vorerst bis zum 30. Juni 2021 von dieser Gebühr befreit sind.


Der HGV erinnert daran, dass Schank- und Speisebetriebe bereits ab Mai 2020 von der Bezahlung der Steuer bzw. Gebühr zur Besetzung öffentlichen Grundes (sog. TOSAP/COSAP) befreit waren.

 
 
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