HGV-Newsletter vom 26.02.2021 info@hgv.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Bauliche Entwicklung im Tourismus – Stellungnahme zur Pressekonferenz von Landesrat Schuler

Der Termin für die Pressekonferenz von Landesrat Arnold Schuler zur Strategie der baulichen Entwicklung im Tourismus vom heutigen Freitag, 26. Februar, ist denkbar schlecht gewählt. Abgesehen davon soll die oberflächliche Medienberichterstattung darüber nicht überbewertet werden. Wenn – so wie in der Tagesschau auf Rai Südtirol – von einer Nächtigungsobergrenze – also von einer Deckelung der Nächtigungen – gesprochen wird, dann ist dies absolut missverständlich und nicht zutreffend. Auch wenn es Grenzen in der baulichen Entwicklung, die es im Übrigen auch bisher gegeben hat, auch in Zukunft geben wird, ist es auch im Sinne der Politik, die bereits bestehenden Betten noch besser auszulasten. Von einer sogenannten „Deckelung der Nächtigung“ und von einem „Totalstopp“ kann keine Rede sein. Zudem ist das letzte Wort in dieser Thematik nicht gesprochen. Die entsprechenden Durchführungsbestimmungen sind noch nicht einmal im Ansatz geschrieben.

 

Lockdown wird bis zum 14. März verlängert – die Maßnahmen im Überblick

26.2.2021 – Aufgrund der weiterhin hohen Infektionszahlen und dem Auftreten der neuen Virusvarianten werden mit der heutigen Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 10/2021 die verschärften Lockdown-Maßnahmen bis Sonntag, 14. März, verlängert. Im Folgenden die geltenden Maßnahmen im Detail.


Mensaersatzdienst ist weiterhin eingestellt – Mensa für Grundschüler und Kindergartenkinder zulässig
Die Tätigkeiten der Kantinen (Mensen) und der durchgehenden Cateringdienste auf Vertragsbasis sind ausgesetzt, mit Ausnahme von jenen, die für das Gesundheitspersonal, die Ordnungskräfte, das Heer und den Bevölkerungsschutz zur Verfügung stehen, und mit Ausnahme der betriebsinternen Kantinen. Zudem sind die Tätigkeiten jener Gastbetriebe ausgesetzt, welche Dienstleistungsverträge zur Verabreichung von Mahlzeiten (Mensaersatzdienst) an die Belegschaft, Arbeiter und Bedienstete haben.
Achtung: Der Mensadienst durch Gastbetriebe für Personen, die die didaktische Aktivität in Präsenz in Anspruch nehmen – wie Grundschule, Kindergarten und Kleinkinderbetreuung – ist hingegen zulässig.  

Raststätten an der Schnellstraße MeBo sind geschlossen
Die Tätigkeiten der Verabreichung von Speisen und Getränken in den Raststätten an der Schnellstraße MeBo sind ausgesetzt.

Speisebetriebe können weiterhin Abholservice (Take-away) für Speisen und Lieferservice anbieten
Speisebetriebe, auch jene, die Beherbergungsbetrieben angeschlossen sind, dürfen keine Getränke zum Mitnehmen verkaufen. Speisen können hingegen weiterhin zwischen 5 Uhr und 20 Uhr zum Mitnehmen verkauft werden. Es wird daran erinnert, dass in den Räumlichkeiten 1 Kunde je 10 m² zulässig ist. In Betrieben mit einer Fläche von weniger als 20 m² sind zeitgleich 2 Kunden zulässig. Ein zwischenmenschlicher Abstand von 1 Meter ist einzuhalten und die Zutritte haben gestaffelt zu erfolgen. Die Personen dürfen sich im Lokal nicht länger aufhalten, als dies für die Mitnahme der Speisen unbedingt notwendig ist. Am Eingang ist ein Schild anzubringen, auf dem die Höchstzahl der Personen angegeben ist, die sich gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten dürfen.
Der Verzehr von Speisen auf öffentlich zugänglichen Straßen und Plätzen oder anderen öffentlich zugänglichen Orten, wie z. B. die Terrasse oder der Parkplatz der Gastronomiebetriebe, ist weiterhin verboten.
Die Hauszustellung (Lieferservice) sowohl von Speisen als auch von Getränken ist weiterhin von 5 Uhr bis 22 Uhr zulässig.

Der Verkauf zum Mitnehmen von Schankbetrieben ist ausgesetzt
Betriebe, die als überwiegende Tätigkeit eine Tätigkeit mit den ATECO-Kodizes 56.3 (Bar und andere ähnliche Dienstleistungen) oder 47.25 (Detailhandel mit Getränken) ausüben, dürfen weiterhin keinen Verkauf zum Mitnehmen anbieten. Die Hauszustellung (Lieferservice) sowohl von Speisen als auch von Getränken ist weiterhin von 5 Uhr bis 22 Uhr zulässig.

Regelung für Beherbergungsbetriebe
Die Beherbergungsbetriebe nehmen bis Sonntag, 14. März, keine neuen Gäste auf, mit Ausnahme jener Personen, welche aufgrund der in den geltenden Dringlichkeitsmaßnahmen angegebenen Gründen, welche nicht touristischer Natur sein dürfen, in Südtirol anwesend sind. Dies sind z. B. das im Zusammenhang mit dem Notstand eingesetzte Gesundheitspersonal, das Personal des Bevölkerungsschutzes oder Personen, die sich aus nachgewiesenen Arbeitsgründen, gesundheitlichen Gründen oder anderen notwendigen Gründen in Südtirol aufhalten. Dazu zählen auch Personen, die an den zulässigen Sportveranstaltungen und -wettkämpfen von nationalem und internationalem Interesse teilnehmen oder diesbezügliche Trainings absolvieren.
Beherbergungsbetriebe dürfen ausschließlich den übernachtenden Hausgästen Speisen und Getränke verabreichen und auch alle weiteren betrieblichen Leistungen, wie z. B. Wellness und Schönheitspflege, ausschließlich den übernachtenden Hausgästen anbieten.

Friseur-Tätigkeit und Schönheitspflege sind auf Vormerkung zulässig
Die Tätigkeit der Friseurinnen und Friseure sowie der Schönheitspflege ist unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsmaßnahmen nur aufgrund von Vormerkungen weiterhin zulässig. Das Personal und die Kunden müssen zum Schutz der Atemwege FFP2-Masken tragen.

Bewegungsfreiheit und sportlich-motorische Aktivität
Die geltenden Einschränkungen der Bewegungsfreiheit innerhalb der Wohngemeinde und über die Gemeindegrenzen sowie die geltende Regelung zur Ausübung von sportlich-motorischen Aktivitäten bleiben unverändert.

 
 

Reiseverbot zwischen den Regionen und Autonomen Provinzen bis zum 27. März verlängert

26.2.2021 – Der Ministerrat in Rom hat mit dem Gesetzesdekret vom 23. Februar 2021 das Verbot der Bewegungsfreiheit zwischen den Regionen und Autonomen Provinzen, unabhängig von der jeweiligen Einstufung in die gelbe, orange oder rote Zone, bis zum 27. März 2021 verlängert.


Personenbewegungen zwischen den Regionen bzw. Autonomen Provinzen zu touristischen Zwecken sind deshalb nicht zulässig. Allein Personenbewegungen aus nachgewiesenen Arbeitsgründen, aus Gründen der Notwendigkeit oder gesundheitlichen Gründen sind möglich.

 
 

HGV traf sich mit Südtiroler Banken

26.2.2021 – In den vergangenen Tagen hat HGV-Präsident Manfred Pinzger eine Reihe von Gesprächen mit den Spitzen der Südtiroler Banken geführt. Gemeinsam ging es darum, weitere Unterstützungsmöglichkeiten auszuloten.


Anlass für diesen Austausch war das Fortdauern der Corona-Pandemie und die damit verbundenen betrieblichen Liquiditätsengpässe bei den Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben. Für viele Betriebe laufen mit März die im Frühjahr 2020 gewährten Kreditstundungen aus. Dies kommt zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt, da die europäische Behörde für Bankenaufsicht (EBA) ab 2021 ein verschärftes Regelwerk für Kreditvergaben und Kreditstundungen in Kraft treten ließ. Ziel seitens des HGV ist es unter anderem, im Austausch mit den Südtiroler Banken die Auswirkungen dieser Entwicklung für die Mitgliedsbetriebe zu bewerten und weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu klären.
Alle Banken haben dem HGV die Bereitschaft zugesichert, das Hotel- und Gastgewerbe weiterhin zu unterstützen. Da es jedoch keine einheitlichen, von der Bankenaufsichtsbehörde genehmigte vereinfachte Verfahren mehr gibt, müssen die Banken nun für jeden Betrieb eine individuelle Lösung finden. Es ist somit eine „Fall zu Fall“-Prüfung notwendig.
Das bedeutet: Die Betriebe sollen sich rechtzeitig mit den Firmenkundenberatern in Verbindung setzen, um gemeinsam nach geeigneten Lösungen zu suchen. Ebenfalls wird es verstärkt Aufgabe der Betriebe sein, den Banken klare Informationen zur Umsatz- und Kostenplanung zur Verfügung zu stellen.  

Der HGV wird die Kunden der Abteilungen Steuerberatung und Unternehmensberatung (Controlling-Kunden) dahingehend unterstützen, dass die notwendigen Liquiditätspläne (Jahresplanung und mittelfristige Vorschau) für diese – so wie schon 2020 – auch heuer wieder kostenlos erstellt werden. Für alle anderen wird aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation ein vergünstigter Tarif zur Anwendung kommen. Diese Liquiditätspläne sind – so wurde es auch von den Banken klar unterstrichen – äußerst hilfreich, um gezielte Lösungen erarbeiten zu können.

Einvernehmensprotokoll zwischen Land Südtirol, Banken und Garantiegenossenschaften

Weiters steht nun fest, dass das Einvernehmensprotokoll zwischen dem Land Südtirol, den Banken und Garantiegenossenschaften, welches bereits im Jahr 2020 erstmals zur Anwendung kam, neu und leicht verändert aufgelegt wird. Die Landesregierung hat dafür in ihrer Sitzung am 24. Februar grünes Licht gegeben. In den nächsten Tagen erfolgt die Unterzeichnung. Das Abkommen sieht wiederum verschiedene vom Land Südtirol geförderte Kreditformen vor.
Über die genauen Details wird der HGV in den nächsten Tagen informieren.

Für weitere Fragen sowie für die Erstellung von Liquiditätsplänen steht die HGV-Unternehmensberatung gerne unter Tel. 0471 317 780 oder unternehmensberatung@hgv.it zur Verfügung.

 
 

Erste Auszahlungen des Bonus Ristorazione

26.2.2021 – Am Donnerstag, 25. Februar, sind bei den Restaurant- und Hotelbetrieben die ersten Beträge zum Verlustbeitrag für den Einkauf von lokalen Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Produkten auf das Bankkonto eingegangen. Der diesbezügliche Antrag konnte Ende letzten Jahres nur unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen online oder über die lokalen Postämter eingereicht werden.


Der Beitrag kann maximal 10.000 Euro betragen, wobei vorerst 90 Prozent der im Antrag angegebenen Summe ausbezahlt wird. Nach erfolgter Kontrolle aller Unterlagen durch das Ministerium werden auch die restlichen 10 Prozent freigegeben.
Innerhalb von 15 Tagen nach Erhalt des ersten Betrages muss auf eine eventuelle PEC-E-Mail der Poste Italiane reagiert werden, indem noch ausständige Unterlagen und Informationen nachgereicht werden. Es kann sich dabei in erster Linie um noch nicht hinterlegte Zahlungsbestätigungen handeln.
Die noch fehlenden Unterlagen sind im Falle eines Onlineantrages unter www.portaleristorazione.it zu hinterlegen. Zu den damals händisch abgegebenen Anträgen hat der HGV diesbezüglich noch keine genauen Informationen.
Nach den 15 Tagen und nach vollständiger Einreichung aller noch fehlenden Unterlagen dürfte auch der Restbetrag in Höhe von 10 Prozent freigegeben werden.

 
 

Antigentests zum Vorzugspreis bei Apotheken – Abkommen mit Privatklinik Brixsana weiterhin gültig

26.2.2021 – Der Südtiroler Wirtschaftsring, Rete Economia – Wirtschaftsnetz und der Verband der Südtiroler Apothekeninhaber haben ein Abkommen mit Vorzugspreisen für die Durchführung von Antigen-Schnelltests abgeschlossen. Auch HGV-Mitglieder profitieren davon.


Der Maximalpreis beträgt 30 Euro pro Abstrich für Gruppen unter zehn Mitarbeitern und 25 Euro pro Abstrich für Gruppen über zehn Mitarbeitern. Auch für mitarbeitende Familienmitglieder gibt es die Leistung zu diesen Vorzugspreisen.
Interessierte HGV-Mitglieder können eine der teilnehmenden Apotheken kontaktieren und die Schnelltests vormerken. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können dann zum vorgemerkten Termin den Antigen-Schnelltest in der Apotheke machen. Die Apotheke verrechnet dem Betrieb anschließend die Leistung für die Durchführung der Tests zum Vorzugspreis.

Was braucht es dazu?
Die Betriebe sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen auf Nachfrage über ein aktuelles Dokument ihre Berechtigung (HGV-Mitgliedschaft) nachweisen können. Der HGV hat diese für Sie erstellt. Bitte füllen Sie dazu die Felder „Name“ des Betriebs, „Ort“ und „Straße“ aus. Das Dokument können Sie anschließend selbst ausdrucken.
Download: Bestätigung Mitgliedschaft im HGV

Hier finden Sie die Liste der teilnehmenden Apotheken!


Abkommen mit Privatklinik Brixsana
Der HGV erinnert daran, dass das Abkommen mit der Privatklinik Brixsana weiterhin gültig ist. Durch das Abkommen können HGV-Mitglieder zu Vorzugspreisen Covid-19-Tests durchführen lassen. Antigen-Tests werden jetzt zum Preis von 30 Euro angeboten. Das Abkommen macht es auch möglich, dass die Abstriche im jeweiligen Gastbetrieb erfolgen.

Detailliertere Informationen zu den Vormerkungen und zum Ablauf können Sie diesem Dokument entnehmen.

 
 

SIAE: Erneuerung der Abonnements für 2021 – Einzahlungstermin ist der 30. April

26.2.2021 – Der Zahlungstermin für die Erneuerung des SIAE-Abonnements für TV, Radio und Multimediageräte wurde dieses Jahr aufgrund der Covid-19-Pandemie auf den 30. April 2021 verschoben.


Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe setzt sich der HGV gemeinsam mit den gesamtstaatlichen Interessenverbänden Federalberghi und Confcommercio/FIPE für eine Reduzierung der SIAE-Gebühr für das Jahr 2021 ein.

Sobald Neuigkeiten zu den Gebühren und Einzahlungsmodalitäten vorliegen, wird der HGV umgehend informieren.

 
 
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