Als Wander- und Bikegebiet etabliert

HGV-Ortsversammlung in Latsch abgehalten – Mangel an Restaurants im Ortskern
6.6.2019 – Optimistisch war die Stimmung auf der kürzlich stattgefundenen Jahresversammlung der Ortsgruppe Latsch des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) im Hotel „Vermoi“, unter anderem, weil das Angebot zum Wander- und Bikegebiet ausgebaut werden konnte.
Von links: Sportvereinspräsident Werner Kiem, Vizepräsident des Tourismusvereines Martin Pirhofer, Verbandssekretär Helmuth Rainer, Ortsobmann Thomas Rinner und Klaus Kostner vom HGV.

Von links: Sportvereinspräsident Werner Kiem, Vizepräsident des Tourismusvereines Martin Pirhofer, Verbandssekretär Helmuth Rainer, Ortsobmann Thomas Rinner und Klaus Kostner vom HGV.

Ortsobmann Thomas Rinner ging in seinem Tätigkeitsbericht unter anderem auch auf die Wichtigkeit der Erreichbarkeit ein. In diesem Zusammenhang erwähnte er, dass neben der Erreichbarkeit über Straße und Schiene auch eine schnelle Internetverbindung eine ganz erhebliche Rolle in der Sicht- und Buchbarkeit der Gastbetriebe spiele. In diesem Zusammenhang könne man davon ausgehen, dass im Laufe des kommenden Jahres das Gemeindegebiet großteils mit Glasfaser abgedeckt sein wird. Mit Sorge erwähnte der Obmann den Mangel an Speisebetrieben im Ortskern, der durch die sukzessive Schließung einiger traditioneller Restaurants in den letzten Jahren entstanden ist. Kritisch äußerte sich Rinner zum Bahnübergang an der Talstation der Seilbahn nach St. Martin. Aufgrund der dort geltenden Verkehrsregelung komme es immer wieder zu Staus und bisweilen zu gefährlichen Zuständen. Hier gehe der Appell an die Politik, sich endlich für eine Unterführung zu entscheiden und diese so bald als möglich zu realisieren.
Der Vizepräsident des Tourismusvereines Latsch-Martell, Martin Pirhofer, betonte in seinen Grußworten, dass eine gesunde Entwicklung der Betriebe auch in Zukunft möglich sein müsse. „In Latsch kann man keineswegs von ‚Overtourism‘ reden, vielmehr muss in diesem Zusammenhang gesagt werden, dass die Bettenzahl in den letzten Jahren abgenommen hat“, betonte Pirhofer. Der Vinschgau sollte in Südtirol zu jenen Regionen gehören, in denen auch mit der neuen Urbanistikreform noch Entwicklung möglich ist.
Der Präsident des örtlichen Sportvereines, Werner Kiem, berichtete seinerseits, dass Latsch durch die qualitativen Verbesserungen der Sportstätten wieder zu dem Sportdorf werden sollte, welches es bereits über Jahrzehnte war. „Durch Trainingsaufenthalte namhafter Mannschaften und Spitzensportler können gerade außerhalb von Saisonzeiten Bettenauslastungen erzielt werden“, sagte Kiem. Durch den Topzustand der Trailstrecken und die Anbindung an diversen Radwegen hat sich Latsch auch diesbezüglich zu einer begehrten Destination entwickelt.
Im Fachteil der Versammlung referierte Klaus Kostner von der HGV-Unternehmensberatung über die wichtigsten Bausteine, welche eine Investition im Betrieb zum Erfolg führen.
Verbandssekretär Helmuth Rainer informierte abschließend unter anderem über aktuelle Bestimmungen der Steuergesetzgebung, über die bevorstehende Verpflichtung zur telematischen Übermittlung der Tageseinnahmen, über Arbeitssicherheitskurse für Mitarbeiter mittels e-learning und die derzeit geltenden Möglichkeiten und Bestimmungen bei Förderungen.

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