Elektronische Registrierkassen: Aktuelle Informationen der HGV-Steuerberatung

28.6.2019 – Unternehmen mit einem Jahresumsatz 2018 von mehr als 400.000 Euro müssen ab Montag, 1. Juli, die Tageseinnahmen in elektronischer Form an die Agentur der Einnahmen weiterleiten. Gleichzeitig wird der Kassenbon und die Steuerquittung durch das sog. „documento commerciale“ ersetzt. Auf Anfrage des Kunden muss dieser Beleg mit vorgegebenem Inhalt über die Registrierkasse oder den angebundenen Fiskaldrucker erstellt und ausgehändigt werden.
Foto: fotolia

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Das am Donnerstag, 25 Juni, in Rom definitiv beschlossene Wachstumsdekret (decreto crescita) sieht vor, dass zukünftig die Übermittlung der Tagesinkassi innerhalb von 12 Tagen erfolgen kann. Es wurde zudem vorgesehen, dass in den ersten 6 Monaten keine Strafen verhängt werden, wenn die Tageseinnahmen innerhalb des Folgemonats versendet werden. Die Straffreiheit dürfte die verzögerte Versendung der Tagesinkassi und auch die nicht konforme Erstellung des Beleges für den genannten Übergangszeitraum umfassen.
Diese Änderungen lösen aber das praktische Problem der Lieferengpässe der elektronischen Registrierkassen nicht. Man hätte sich hier kurzfristig nochmals einen Terminaufschub oder zumindest einen Hinweis erwartet, wie sich der Unternehmer zu verhalten hat, der aufgrund der Lieferengpässe noch keine technische Lösung für die elektronische Übermittlung installiert hat.
Der Unternehmer hat auf jeden Fall die Möglichkeit, für die erbrachten Leistungen eine elektronische Rechnung auszustellen. Es dürfte aufgrund des Strafaufschubs von 6 Monaten aber auch möglich sein, in diesem Zeitraum weiterhin einen Kassenbon oder eine Steuerquittung als Bestätigung für den Kunden zu erstellen. Auf jeden Fall sind die Tageseinnahmen weiterhin im Tagesinkassoregister fortlaufend einzutragen, um eine korrekte und termingerechte Mehrwertsteuerabrechnung garantieren zu können.

Elektronische Rechnungen
Ebenfalls sieht das Wachstumsdekret vor, dass ab 1. Juli auch die elektronischen Rechnungen innerhalb von 12 Tagen ab Leistungserbringung ausgestellt werden können.  Diese Änderung betrifft die Sofortrechnungen, während die sog. Monatsrechnungen weiterhin innerhalb 15. des darauffolgenden Monats erstellt werden müssen.

Aufschub Zahlungstermine für die Steuerzahlungen 2019
Nachdem die Agentur der Einnahmen die Software für die Berechnung der neuen Zuverlässigkeitsindizes (ISA) erst letzte Woche zur Verfügung gestellt hat, wird nun der Termin der Steuereinzahlungen auf den 30. September 2019 aufgeschoben. Dieser Aufschub gilt allerdings nur für Betriebe und deren Beteiligten, die zur Abfassung dieser neuen Zuverlässigkeitsindizes verpflichtet sind. Für die restlichen Betriebe und für Privatpersonen, denen kein unternehmerisches Einkommen zugewiesen wird, gelten die ursprünglichen Zahlungstermine (1. Juli bzw. 31. Juli mit 0,4 Prozent Aufschlag).

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