Weitere Förderungen des Dekrets „Sostegni bis“

Das staatliche Hilfsdekret „Sostegni bis“ sieht weitere Steuerbonusse vor: u. a. der Steuerbonus für Miet- und Pachtaufwände, der Steuerbonus für die Wiedergewinnung der Hotelbetriebe, der Steuerbonus auf Ausgaben für die Desinfektion der Arbeitsplätze und den Ankauf von Schutzausrüstung sowie die Befreiung vom „Canone unico“.

Der Steuerbonus für Miet- und Pachtaufwände wird für die Beherbergungsbetriebe von 30. April auf den 31. Juli 2021 verlängert. Dabei dürften die bisher bereits bekannten Voraussetzungen gelten.

 

Für alle anderen Betriebe wird der Steuerbonus für Miet- und Pachtaufwände von nicht für Wohnzwecke genutzten Immobilien von Januar bis Mai 2021 neu aufgelegt.

Voraussetzung für den Bonus ist nun ein Umsatzrückgang von 30 Prozent im Zeitraum von 1. April 2020 bis zum 31. März 2021 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Für Betriebe mit Tätigkeitsbeginn ab 1. Januar 2019 ist kein Umsatzrückgang notwendig.

Der Mietbonus beträgt weiterhin 60 Prozent, der Pachtbonus 30 Prozent, wobei dieser nach Monaten zu berechnen ist.

 

Maßnahmen im Tourismussektor

Das Dekret sieht weiters vor, dass der Steuerbonus für die Wiedergewinnung der Hotelbetriebe („Hotelbonus“) auch für die Steuerperiode 2022 vorgesehen wird. Hierfür werden zusätzlich 100 Millionen Euro veranschlagt. Der Bonus ist somit für bauliche Maßnahmen in den Jahren 2020, 2021 und 2022 möglich. Hierzu fehlen jedoch noch die technischen Anleitungen zu dieser Antragsreihe.

Neuigkeiten gibt es auch beim Urlaubsbonus – auch „Bonus Vacanza“ genannt. Dieser kann nicht nur in den Beherbergungsbetrieben, sondern auch bei Reiseagenturen und Tour-Operator eingelöst werden. Dieser Bonus kann bis spätestens 31. Dezember 2021 eingelöst werden.

 

Weiters wird ein Steuerbonus in Höhe von 30 Prozent auf die Ausgaben für die Desinfektion der Arbeitsplätze und den Ankauf von Schutzausrüstung in den Monaten Juni, Juli und August 2021 vorgesehen. Dieser Bonus kann maximal 60.000 Euro betragen. Der Staat hat dafür gedeckelte Geldmittel in Höhe von 200 Millionen Euro vorgesehen.

 

Zudem wird die Eigenkapitalförderung ACE, beschränkt nur auf das Jahr 2021, auf 15 Prozent erhöht.

 

Das Dekret sieht auch vor, dass Lieferanten die Gutschrift der Rechnung bereits bei Eröffnung des Konkursverfahrens ausstellen können. Bisher war es so, dass die Ausstellung der Gutschrift und somit die Anrechnung der bereits entrichteten Mehrwertsteuer erst bei Abschluss des Konkursverfahrens möglich war. Diese Regelung gilt für die ab Inkrafttreten der Eilverordnung eröffneten Insolvenzverfahren.

 

Befreiung vom „Canone unico“

Das Gesetzesdekret „Sostegni bis“ sieht nun für das ganze Jahr 2021 die Befreiung von der Zahlung der Gebühr für die Besetzung öffentlichen Grundes und Werbung, dem sogenannten „Canone unico“, vor. Die Befreiung betrifft sowohl Schank- und Speisebetriebe als auch Unterhaltungslokale, wie z. B. Tanzlokale oder Spielhallen.

 

Zudem wurden die vereinfachten Verfahren für Ansuchen für den Erhalt oder die Erweiterung der Konzessionen für die Besetzung öffentlichen Grundes bis 31. Dezember 2021 verlängert.

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