Südtiroler Banken finanzieren Fixkostenbeitrag vor

Dass die Auszahlung des Fixkostenzuschusses im Rahmen des Corona-Hilfspaketes nicht so schnell möglich sein wird, hat sich seit längerem abgezeichnet. Deshalb gibt es die Möglichkeit, bei den Südtiroler Banken um eine Vorfinanzierung anzusuchen. Der HGV empfiehlt in dem Fall, sich mit dem eigenen Wirtschaftsberater in Verbindung zu setzen.

Manche Betriebe, welche aufgrund der langen behördlich verfügten Schließungszeiten und aufgrund der nationalen und internationalen Reisebeschränkungen massive Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, sind dringend auf den Fixkostenzuschuss angewiesen. Diese Situation ist dem Land Südtirol und den Südtiroler Banken durchaus bewusst. In einem gemeinsamen Schulterschluss haben sich das Land, die Südtiroler Sparkasse, die Südtiroler Volksbank sowie die dem Raiffeisenverbund angehörenden Raiffeisenkassen auf eine schnelle und möglichst unbürokratische Vorfinanzierung der zustehenden Beiträge geeinigt.

Zu diesem Zwecke haben die drei Banken eine gemeinsame Vorgehensweise festgelegt. Ein einheitliches Formular muss vom eigenen Wirtschaftsberater ausgefüllt werden und an eine vorgegebene PEC-E-Mail-Adresse gesendet werden.
Im Formular erklärt der jeweilige Wirtschaftsberater, dass der Betrieb Anspruch auf einen Beitrag hat und er errechnet die Höhe der Fixkosten 2019 sowie die Höhe des Beitrages. Die notwendigen Berechnungen sind allerdings komplex. So muss überprüft werden, welche der zahlreichen Kostenpositionen im Sinne des Beschlusses der Landesregierung als „Fixkosten“ geltend gemacht werden können.

Kosten für die Vorfinanzierung
Da jede Finanzierung mit Kosten verbunden ist, sollte sich jedes Unternehmen überlegen, ob eine Vorfinanzierung notwendig ist oder ob die vorhandene Liquidität ausreicht. Folgende Kosten fallen für die Vorfinanzierung an:

  • Kreditbereitstellungsgebühr (in der Regel zwischen 0,10 Prozent und 0,25 Prozent pro Trimester bzw. bereits angewandte Kommission).
  • Zinsen: je nach Bonität unterschiedlich – indikativ werden die für das Geschäftskonto angewandten Zinsen verrechnet. Der HGV ist in Kenntnis darüber, dass die Südtiroler Volksbank keine Zinsen für die Vorfinanzierung einheben wird.
  • Bearbeitungskosten der Wirtschaftsberater – diesbezügliche Informationen erteilen die jeweiligen Wirtschaftsberater. Der HGV empfiehlt, sich für das Ansuchen an den eigenen Wirtschaftsberater zu wenden, da dieser über die notwendigen Daten verfügt.


Es ist zu unterstreichen, dass die Vorfinanzierung von den Banken für die eigenen Kunden gewährt wird. Mit dem Ansuchen verpflichtet sich der Kunde der Bank gegenüber, dass der Beitrag vom Land direkt auf das Vorfinanzierungskonto einbezahlt und dieses somit gelöscht wird. Die maximale Dauer der Vorfinanzierung beträgt sechs Monate.

Für weitere Fragen zur Vorfinanzierung steht die HGV-Unternehmensberatung unter Tel. 0471 317 780 oder unternehmensberatung(at)hgv.it gerne zur Verfügung.

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