HGV-Newsletter vom 20.03.2017 info@HGV.it www.hgv.it
 
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Wertgutscheine „Voucher“ sind seit 17. März (Nachmittag) vorübergehend komplett abgeschafft worden

20.3.2017 – Obwohl sich sämtliche Arbeitgeberverbände auf nationaler Ebene gegen die Abschaffung der Wertgutscheine ausgesprochen und Änderungsvorschläge eingebracht haben, wurde dieses wichtige Instrument Ende letzter Woche vom Ministerrat mit sofortiger Wirkung abgeschafft. Die Regierung verpflichtete sich, rasch nach alternativen Lösung Ausschau zu halten.


Bezüglich der Abschaffung der Voucher ist noch eine Unklarheit offen, nämlich ob für jene Mitarbeiter, welche bereits gemeldet sind, die Aufladung auf das NISF/INPS-Konto (F-24) noch möglich ist. Eine entsprechende Anfrage wurde an die zuständigen Stellen bereits gestellt.

Wir verfolgen die weitere Entwicklung zum Thema Wertgutscheine mit höchster Priorität und halten Sie auf dem Laufenden!  

Was sind die Alternativen für kurzzeitige/flexible Beschäftigungsformen?


Innerhalb der nächsten 60 Tage könnte ein neuer Vorschlag zur Debatte vorliegen. 

 
 

Alternative: Arbeitsvertrag auf Abruf

20.3.2017 – Beschreibung des Vertrages "Arbeit auf Abruf": Arbeitnehmer, welche gelegentlich, also nicht kontinuierlich z.B. an Wochenenden bei erhöhtem Arbeitsaufkommen arbeiten, können mit dem Vertrag „Arbeit auf Abruf" beschäftigt werden.


Für jeden Beschäftigten, welcher mit dem Vertrag „Arbeit auf Abruf“ eingestellt ist, muss jeweils vor Arbeitsbeginn eine Mitteilung an das Arbeitsamt erfolgen. Diese Meldung muss vom Arbeitgeber selbst mittels eigenem Formular an die E-Mailadresse intermittenti@pec.lavoro.gov.it vorgenommen werden. Die Mitteilung, wann der Mitarbeiter auf Abruf seine Arbeit antritt, muss unmittelbar vor Arbeitsbeginn erfolgen. Ist z. B. der Arbeitsbeginn um 11 Uhr, muss die Mitteilung innerhalb 10.59 Uhr erfolgen. Eine Annullierung, weil der Mitarbeiter auf Abruf kurzfristig abgesagt hat, und die Mitteilung bereits versendet wurde, muss ebenfalls unmittelbar (nicht erst am Folgetag!) vorgenommen werden. Wird die Annullierung nicht vorgenommen, so müssen für den angegebenen Zeitraum trotzdem der Lohn sowie die Sozialabgaben entrichtet werden.

  • Das Formular für die Mitteilung an das Arbeitsministerium finden Sie hier. Das ausgefüllte Formular muss dann mit der Schaltfläche "Genera XML e invia via email" als XML-File an folgende PEC-Adresse geschickt werden: intermittenti@pec.lavoro.gov.it
  • Die Anleitung für die Mitteilung Arbeit auf Abruf finden Sie hier


Weitere Details

Mit diesem Vertragstyp können im Gastgewerbe weiterhin Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Altersbeschränkung angestellt werden (für andere Branchen gibt es Altersbegrenzungen).
Der Arbeitsvertrag muss folgendes enthalten:

  • Angaben über den Arbeitnehmer und Arbeitgeber
  • Beginn des Arbeitsvertrages
  • Enddatum, falls es ein befristeter Vertrag sein soll
  • Klausel betreffend der Bereitschaftszulage
  • Datum und Unterschrift der Vertragspartner


Wichtig

Beim Arbeitsvertrag auf Abruf müssen die Arbeitstage sowie die individuellen Arbeitszeiten nicht im Vertrag festgehalten werden. Arbeitnehmer, welche wöchentlich regelmäßig, z.B. immer samstags oder sonst an einem beliebigen Wochentag arbeiten, müssen mit einem vertikalen oder horizontalen Teilzeitvertrag beschäftigt werden.

Entlohnung/Sozialabgaben
Die Entlohnung erfolgt laut zustehender Lohngruppe, die je nach Einstufung und Kategorie des Betriebes verschieden ist. Dafür wurden Brutto-Stundenlöhne inklusive aller zusätzlichen Lohnelemente (13. und 14. Monatslohn, Urlaub, Freistunden und Abfertigung) vereinbart. Die Sozialabgaben werden nur auf die effektiv gearbeiteten Arbeitsstunden berechnet. Die Auszahlung erfolgt über einen regulären Lohnstreifen.

 
 
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