HGV-Newsletter vom 16.05.2014 info@HGV.it www.hgv.it
 
HGV Newsletter
 

Quellensteuer endgültig abgeschafft

19.5.2014 – Die Quellensteuer auf Auslandsüberweisungen ist von der italienischen Regierung endgültig abgeschafft worden.


Der HGV und andere Verbände haben sich in Rom erfolgreich gegen diese neue Besteuerung zur Wehr gesetzt. Die neue Quellensteuer hat Anfang des Jahre für Aufregung gesorgt, weil die Banken verpflichtet waren, von Überweisungen aus dem Ausland die sog. Quellensteuer dem Fiskus zu überweisen. Dies ist nun endgültig abgeschafft worden.

 
 

Sommerpraktika: Was es alles zu beachten gilt

19.5.2014 – Im Folgenden sind alle wichtigen Informationen zur Beschäftigung von Praktikanten im Sommer aufgelistet.


Die Betriebspraktika
Die Sommerbeschäftigung von Studenten aller Grade wird auch heuer das „Ausbildungs- und Orientierungspraktikum“ sein, meist kurz einfach „freiwilliges Betriebspraktikum“ genannt, um es von den Pflichtpraktika zu unterscheiden. Voraussetzung für die Einstellung ist, dass die Schüler bzw. Studenten im laufenden Schuljahr zumindest die Pflichtschule abschließen und ein Mindestalter von 15 Jahren haben. Auch die Betriebspraktika müssen einen Tag vor Beginn beim Arbeitsamt gemeldet werden.

Kein Arbeitsverhältnis – keine Sozialabgaben: Das Praktikum ist für Schüler und Studenten gedacht, um später die Berufswahl durch erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu erleichtern. Es ist im juristischen Sinne kein Arbeitsverhältnis und es brauchen keine Sozialbeiträge bezahlt zu werden. Als Entlohnung kann ein monatliches Taschengeld von 400 bis 600 Euro zwischen den Betrieben und den Jugendlichen vereinbart werden.

Zugang zum Praktikum, Dauer: Es können alle Schüler/Studenten, welche die Pflichtschule abgeschlossen haben (neun Jahre) und mindestens 15 Jahre alt sind, eingestellt werden. Die Mindestdauer der Praktika beträgt zwei Wochen.
Seit 2014 beträgt die Höchstdauer drei bis zehn Monate (bisher maximal sechs Monate).

Sommerpraktika sind dann NICHT zulässig, wenn:

  • in der Vergangenheit schon ein Arbeitsverhältnis jeglicher Art im selben Wirtschaftsbereich bestanden hat,
  • der Praktikant in der Vergangenheit schon Praktika mit einer Gesamtdauer von mehr als zehn Monaten abgewickelt hat und
  • aufnehmende Betriebe die Voraussetzungen zur Beschäftigung von Praktikanten nicht besitzen.

Anzahl der Praktikanten pro Betrieb: Die Anzahl der zugelassenen Praktikanten hängt von der Betriebsgröße ab.

NEU seit 2014: Die Praktika können nun auch in Familienbetrieben ohne abhängig beschäftigte Arbeitnehmer abgeschlossen werden. Bisher musste mindestens ein Arbeitnehmer beschäftigt sein.

  • Betriebe mit 0 bis 5 Arbeitnehmern auf unbestimmte Zeit dürfen einen Praktikanten beschäftigen,
  • Betriebe mit 6 bis 19 Arbeitnehmern auf unbestimmte Zeit zwei Praktikanten,
  • Betriebe mit 20 und mehr Arbeitnehmern auf unbestimmte Zeit bis maximal zehn Prozent der beschäftigten Arbeitnehmer.
  • Im Falle von Saisonbetrieben zählen die befristet Beschäftigten als unbefristet angestellt.


Zeitverträge für Studenten während des Sommers

Das Mindestalter für die Einstellung beträgt 16 Jahre. Bei Zeitverträgen handelt es sich um regelrechte, zeitlich begrenzte Arbeitsverhältnisse mit Sozialversicherung. Dazu sind Rahmenabkommen zwischen den Wirtschaftsverbänden und den Gewerkschaften auf Landesebene erforderlich. Hauptvorteile der Anstellung von Studenten in dieser Form sind die von den Sozialpartnern ausgehandelten Lohnreduzierungen und die klare zeitliche Begrenzung der Arbeitsverhältnisse. In den meisten Abkommen der Vorjahre wurden beispielsweise folgende Prozentsätze der Tariflöhne vereinbart:

  • 55 Prozent für Studenten, welche die erste Oberschulklasse besucht haben;
  • 65 Prozent für jene, welche die zweite Klasse besucht haben;
  • 75 Prozent für jene, welche die folgenden Oberschulklassen besucht haben und
  • 85 Prozent für Universitätsstudenten.

Die Prozentsätze sind auf die Lohnstufen von qualifizierten Arbeitnehmern anzuwenden.
Das zuständige Personalbüro steht gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

 
 

F-Gase – Bis 31. Mai 2014 ist die jährliche Meldung wieder fällig

19.5.2014 – Bekanntlich unterliegen Kälteanlagen, Klimaanlagen, Wärmepumpen und Brandschutzanlagen, die 3 kg oder mehr an F-Gase enthalten, periodischen Dichtheitskontrollen sowie einer jährlichen Meldung von Daten über etwaige Emissionen.

Die zu meldenden Daten können dem so genannten Anlagenlogbuch entnommen werden, das im Betrieb aufzubewahren ist, und vom zuständigen Techniker im Rahmen der Dichtheitskontrollen ausgefüllt wird. Beachtet werden muss diesbezüglich, dass mit der Durchführung der Dichtheitskontrollen nur zertifizierte Fachfirmen und dessen ebenfalls zertifiziertes Fachpersonal beauftragt werden dürfen. Sowohl die Fachfirmen als auch das Fachpersonal müssen bestimmte gesetzliche Voraussetzungen erfüllen und sind in einem entsprechenden öffentlichen Verzeichnis eingetragen (http://www.fgas.it/RicercaSezC).

Die Meldung der genannten Daten muss bis 31. Mai 2014 auf telematischem Weg erfolgen (unter www.sinanet.isprambiente.it/it/sia-ispra/fgas), wobei idealerweise die Zugangsdaten bereitgehalten werden sollen, die anlässlich der Meldung der Anlagen im Mai 2013 verwendet worden sind. Die Anleitungen zur Erstellung der Meldung und die einzelnen erforderlichen Schritte sind auf der genannten Homepage veröffentlicht.

Was ist zu tun?

Bei Vorhandensein von Kälteanlagen, Klimaanlagen, Wärmepumpen und Brandschutzanlagen empfiehlt es sich, mit der entsprechenden Anlagenfirma in Kontakt zu treten, um abzuklären, ob F-Gase im Ausmaß von 3 kg oder mehr vorhanden sind. Falls ja, ist mit der Firma abzuklären, ob sie als Kundenservice die telematische Meldung der Daten übernimmt, oder ob die Eingabe der Daten vom Anlageneigentümer selber vorgenommen werden muss. In letzterem Fall muss abgeklärt werden, ob das Anlagenbuch vorhanden ist und die Ergebnisse der Dichtheitskontrolle auch vermerkt sind.

HGV prangert bürokratischen Aufwand an

Der HGV hat gemeinsam mit den anderen im Südtiroler Wirtschaftsring zusammengeschlossenen Verbänden bereits seit geraumer Zeit eine Vereinfachung bzw. die Abschaffung dieser unsinnigen bürokratischen Regelung angeregt. Derzeit allerdings ist sie noch in Kraft, sodass die Meldungen bis 31. Mai durchgeführt werden müssen.

Für weitere Fragen steht Ihnen die HGV-Rechtsabteilung unter Tel. 0471 317 760 gerne zur Verfügung.

 
 

Architekturtourismus in den Alpen – Ausstellung in Meran vom 30. Mai bis 7. September

19.5.2014 – Architekturtourismus in den Alpen ist eine Ausstellung, welche Architektur für den Tourismus in Südtirol zeigt. Die Ausstellung im „Kunst Meran“, Lauben 163 in Meran, beginnt am 30. Mai und endet am 7. September. Sie ist von Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Auch findet ein Architektur-Tourismus Dialog zwischen Architekten und Gastwirten statt.


Alpine Architektur, Architektur für den Tourismus oder auch Architekturtourismus in den Alpen: ein Titel mit verschiedenen Facetten. Im Zentrum steht jedenfalls die Architektur. In der Ausstellung wird Architektur für den Tourismus gezeigt - von der einfachen Pension bis zum gediegenen Hotel, von der Seilbahnstation bis zur Schutzhütte. Die Auswahl der Projekte erfolgt aus dem Blickwinkel der Architektin.  Die gestalterische Qualität der Beispiele und ihr Bezug zu Landschaft und Gebautem stehen im Vordergrund, während die landläufigen Qualitätsstandards  des Gastgewerbes ausnahmsweise nicht kommentiert werden.  

Qualitätvolle Architektur hat nur dann Bestand, wenn sie von den Bauherren mitgetragen wird. Ihrem Selbstverständnis und ihren Visionen wird im Rahmen zahlreicher Interviews nachgeforscht. In diesem Sinne richtet sich die Ausstellung nicht vorrangig an Planer und Architekten, sondern sie möchte Gastwirten und allen anderen, die im Gastgewerbe tätig sind, als Anregung dienen. Auch die Gäste selbst sind hier gern gesehen: sind es doch auch ihre Erwartungen, die sich in der Architektur für den Tourismus spiegeln.

Architektur-Tourismus Dialog

Im Rahmen der Ausstellung „Alpen, Architektur, Tourismus am Beispiel Südtirol“ sind alle Hoteliers, Gastwirte und Touristiker zum Gespräch mit 36 Südtiroler Architekten eingeladen. An jedem Termin stehen zwei Architekten für das persönliche Gespräch zur Verfügung. Der Architektur-Tourismus Dialog ist eine gemeinsame Aktion von HGV, SMG, MGM und Kunst Meran. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich unter torggler@kunstmeranoarte.org bzw. Tel. 0473 212 643.

 
 
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