Neue Förderkriterien im Tourismus – partielle Kritik des HGV

24.4.2018 – Die von der Landesregierung erlassenen neuen Zulassungskriterien zum Rotationsfonds und den Kapitalbeiträgen im Sektor Tourismus stoßen auf partielle Kritik seitens des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV).

Die Kriterien sehen grundsätzlich weiterhin die Förderung von betrieblichen Investitionen in den touristisch gering entwickelten und touristisch entwickelten Gemeinden bzw. Gebieten sowie für klein strukturiertere Betriebe vor, was zu begrüßen sei. Die neuen Förderkriterien bringen jedoch auch eine deutliche Reduzierung der Förderung speziell für jene gastgewerblichen Betriebe mit sich, die sich in den letzten Jahren als Motor der Wirtschaft erwiesen haben und tausende von Arbeitsplätzen geschaffen haben, stellte der Landesausschuss des HGV bei seiner jüngsten Sitzung fest. „Mit der neuen Regelung, wonach Betriebe in touristisch hoch entwickelten Gebieten und Betriebe mit über 1,5 Millionen Euro Umsatz generell keinen Förderbeitrag mehr für betriebliche Investitionen oder Investitionen in die Wissensvermittlung erhalten werden, wird ein erheblicher Teil der bestehenden familiengeführten Betriebe von der Förderung ausgeschlossen“, heißt es in einer Presseaussendung des HGV. Damit werden unter anderem Betriebe benachteiligt, welche tagtäglich besonders große Anstrengungen auf sich nehmen, um ihr Angebot qualitativ zu verbessern. „Kein anderer Wirtschaftssektor hat in den letzten Jahren so viele Mitarbeiter zusätzlich neu eingestellt. Die monatlichen Zahlen des Amtes für Arbeitsmarkt haben dies immer wieder bestätigt.“, stellt HGV-Präsident Manfred Pinzger fest. „Dass man die Kriterien bisweilen anpasst, wird von uns geteilt, ganze Gebiete aber mit einem Förderstopp zu belegen und weitere Kürzungen vorzusehen, kann nicht unsere pauschale Zustimmung finden“, betont Pinzger abschließend in der Presseaussendung.

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