Hoteliers- und Gastwirteverband
Aktuelle Meldung  

Arbeit auf Abruf – weitere Details

26.07.2012 - Vor wenigen Tagen haben wir Sie über die Neuerungen informiert, welche die Arbeitsmarktreform mit sich bringt. Nun sind in diesem Zusammenhang weitere Details bekannt geworden, etwa zu den Beschäftigungsmöglichkeiten "Arbeit auf Abruf" und "Wertgutscheine (Voucher)". Im Folgenden die konkreten Details.

Die erste wichtige Neuerung ist, dass seit 18. Juli 2012 für jeden Beschäftigten, welcher mit dem Vertrag "Arbeit auf Abruf" eingestellt ist, jeweils vor Arbeitsbeginn eine Mitteilung an das Arbeitsamt erfolgen muss. Diese Mitteilung kann mittels Fax oder zertifizierter E-Mail erfolgen. Diese Mitteilung muss vom Arbeitgeber selbst vorgenommen werden. Das zuständige Lohnbüro kann diese Mitteilung nicht übernehmen.

Der HGV hat sich dafür eingesetzt, dass diese Mitteilungspflicht in Südtirol nicht genau zur Hochsaisonszeit in Kraft tritt. Gemeinsam mit der Abteilung Arbeit der Landesverwaltung wurde entschieden, dass diese Mitteilungspflicht in Südtirol erst mit 1. September 2012 erforderlich ist. Ab diesem Termin ist die Mitteilung an das Amt für Arbeitsmarktbeobachtung unter der Faxnummer 0471 418 557 bzw. an die E-Mailadresse notel@provinz.bz.it zu richten. Zur Erleichterung der Mitteilung wird vorab auch ein eigenes Formular zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Details zum Vertrag "Arbeit auf Abruf": Mit diesem Vertragstyp können im Gastgewerbe weiterhin Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ohne Altersbeschränkung angestellt werden (für andere Branchen gibt es Altersbegrenzungen).  

Anmeldung beim Amt für Arbeitsmarkt: Diese Meldung muss so wie bisher einen Tag vor effektivem Arbeitsbeginn erfolgen.

Arbeitsvertrag: Der Vertrag für "Arbeit auf Abruf" muss in schriftlicher Form vorliegen.

Anmerkung: Die bereits vor dem 18. Juli 2012 abgeschlossenen Verträge für "Arbeit auf Abruf" verfallen spätestens am 18. Juli 2013.

Klarstellung: Die Mitteilung, wann der „Abrufler“ seine Arbeit antritt, muss unmittelbar vor Arbeitsbeginn erfolgen. Eine Annullierung, weil der „Abrufler“ kurzfristig abgesagt hat, und die Mitteilung bereits versandt wurde, muss ebenfalls unmittelbar (nicht erst am Folgetag!) vorgenommen werden.
Wird die Annullierung nicht vorgenommen, so müssen für den angegebenen Zeitraum trotzdem der Lohn sowie die Sozialabgaben entrichtet werden.

Die effektiv gearbeiteten Stunden müssen nach wie vor vom Arbeitgeber auch zusätzlich im Präsenzregister (oder elektronischen Webportal) monatlich eingetragen werden.

Strafen bei Unterlassung der Mitteilung an das Arbeitsamt: Für jede nicht erfolgte Mitteilung, wann der "Abrufler" seinen Arbeit antritt bzw. nicht antritt, sieht das Gesetz Strafen in Höhe von 400 Euro bis 2.400 Euro vor.

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