Was tun, wenn der Gast nicht kommt?

Stornierung, Nichtankunft, Abbestellung im Restaurant: Bereits bei der Buchung oder Reservierung im Beherbergungsbetrieb oder im Restaurant kann man sich davor schützen. Wir zeigen wie’s geht.

Rechtliche Handhabung von ,Caparra confirmatoria'/Angeld

Die "caparra" bzw. das 'Angeld zur Bestätigung' ist eine im Voraus vom Gast gezahlte Geldsumme. Bei Stornierung, Nichtankunft oder vorzeitiger Abreise oder bei Abbestellung der bestellten Speisen und Getränke kann diese Geldsumme vom Hotelier oder Gastwirt als Schadenersatz einbehalten werden.

Aber Achtung: Wenn Sie Ihre Verpflichtungen (z.B. durch Überbuchung) nicht erfüllen, kann der Gast das Doppelte der geleisteten ‚caparra' zurückverlangen!

Praktisch in der Praxis

So vereinbaren Sie als Beherbergungsbetrieb eine ‚caparra' bzw. ein ‚Angeld zur Bestätigung':

Empfehlung:
Bei einer Woche Aufenthalt:
Preis für eine Übernachtung multipliziert mit der Anzahl der Personen.

Bei zwei Wochen Aufenthalt:
Preis für zwei Übernachtungen multipliziert mit der Anzahl der Personen.

So vereinbaren Sie als Restaurantbetrieb eine ‚caparra' bzw. ein ‚Angeld zur Bestätigung':

Rechtliche Handhabung von Acconto/Anzahlung

Beim ‚acconto' kann im Gegensatz zur ‚caparra' die Geldsumme bei Stornierungen, Nichtankunft oder vorzeitiger Abreise der Gäste, bei Abbestellung der bestellten Speisen und Getränke von Ihnen als Hotelier und Gastwirt nicht ohne weiteres einbehalten werden. Sie müssen die geleistete Anzahlung zurückzahlen und in Folge Schadenersatz verlangen.

'Acconto' - 'Caparra' im Vergleich

Die ‚caparra' hat gegenüber dem ‚acconto' einen entscheidenden Vorteil: Sie können die geleistete Geldsumme bei Nichterfüllung des Gastes ohne weiteres einbehalten. Somit ist zumindest ein Teil des entstandenen Schadens gedeckt!

Die Stornobedingungen

Die Stornobedingungen können vom Betrieb individuell festgelegt werden. Der Betrieb kann dabei sowohl die Höhe der Stornokosten als auch den Zeitpunkt, ab welchen er dem Gast im Stornofall die Stornokosten berechnen möchte, autonom bestimmen.   

Wie müssen die Stornobedingungen mitgeteilt werden?

Bei elektronischen Buchungsanfragen (z.B. mittels E-Mail) müssen dem Gast gemäß Verbraucherschutzbestimmungen die Stornobedingungen bereits bei Angebotslegung mitgeteilt werden. Auf diese Weise soll der Gast schon vor Abschluss des Beherbergungsvertrages alle buchungsrelevanten Informationen erhalten und somit eine bewusste Entscheidung treffen können.
Wir empfehlen Ihre Buchungsunterlagen, insbesondere das Angebot wie unten stehend den Verbraucherschutzbestimmungen anzupassen.

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