Wertgutscheine (Voucher) - geringfügige Mitarbeit

 

Es muss in Zukunft vor Beschäftigung genauestens abgewogen werden, ob es sich um eine „geringfügige Beschäftigung“ handelt, oder um ein reguläres untergeordnetes Arbeitsverhältnis bei welchem die Bestimmungen des Nationalen Kollektivvertrages zur Anwendung kommen.

Beschreibung des Arbeitsverhältnisses
Bei dieser Beschäftigungsmöglichkeit bekommen Arbeitnehmer den Lohn ( z. B. 10 Euo brutto) auf eine "Voucher-Karte" aufgeladen.  Davon sind ca. 13 Prozent (im Beispiel 1,30 Euro) für die Berechnung der Sozialabgaben vorgesehen. Weiteres werden sieben Prozent (0,70 Euro) für die Unfallversicherung (INAIL) und weitere fünf Prozent (0,50 Euro) für Verwaltungsspesen berechnet. Der ausbezahlte Nettobetrag von 7,50 Euro pro Gutschein mit einer maximalen Höhe von 7.000 Euro pro Jahr hat keinen Einfluss auf die Steuererklärung des Arbeitnehmers. Auch bei kulturellen Veranstaltungen z.B. Messen, Kirchtage usw. kann die Beschäftigung mittels Wertgutscheinen erfolgen.


Wie viele Voucher kann ein Arbeitgeber im Jahr beziehen und wo sind sie erhältlich:
Diese Gutscheine können seit 1. Januar 2014 nur mehr „telematisch“ angefordert bzw. bezogen werden. Für jeden Beschäftigten gilt ein Höchstbetrag von insgesamt 7.000 Euro (Brutto = 9.333,33 Euro), welchen er im Jahr von verschiedenen Auftraggebern beziehen kann. Bei einem Auftraggeber (Betrieb) dürfen max. 2.020 Euro netto im Jahr pro Beschäftigtem ausbezahlt werden.
Wird ein Arbeitnehmer mit diesen Wertgutscheinen beschäftigt, so muss auch hier vor Arbeitsbeginn eine telematische Mitteilung über die Internetseite des NISF/INPS getätigt werden. Dabei müssen die Steuernummer, die anagrafischen Daten sowie der Arbeitsort und die Arbeitsdauer angegeben werden.

Zusätzlich gilt ab 24. Oktober 2016 eine Meldepflicht gegenüber dem Arbeitsinspektorat. Diese muss innerhalb 60 Minuten vor Arbeitsbeginn per E-Mail an voucher@provinz.bz.it erfolgen.

Die Meldung muss vom Arbeitgeber für jeden Mitarbeiter einzeln und pro Arbeitstag getätigt werden.

In der Betreffzeile der E-Mail muss folgendes angeführt werden:

  • Steuernummer der Einzelfirma bzw. der Gesellschaft;
  • Steuernummer des Mitarbeiters;
  • Arbeitsort (Gemeinde);
  • Datum der Arbeitsleistung;
  • Uhrzeit Arbeitsbeginn;
  • Uhrzeit Arbeitsende.

Das Textfeld muss leer bleiben und es dürfen keine Anhänge beigelegt werden.

Beispiel: LKJSRT68A20I789D; KLLSTT70A13I589D; Eppan; 10.11.2016; 09:00; 18:00.

Anmerkung:
Die Ausarbeitung eines Lohnstreifens ist für diese Beschäftigungsform nicht vorgeschrieben. Es genügt die Meldung im vornhinein beim NISF/INPS und dem zuständigen Arbeitsinspektorat. Weiters muss dieses Einkommen auch nicht bei der Steuererklärung angegeben werden.

Da es bei dieser Beschäftigungsform ständig Neuerungen gibt, empfehlen wir Ihnen, sich beim zuständigen Lohnbüro genau zu informieren.

 

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