Lehrlingsvertrag (Lehre A)

Beschreibung des Arbeitsverhältnisses
Mit diesem Vertrag können Jugendliche als Lehrlinge in einem dualen Ausbildungsverhältnis (Schule - Betrieb) eingestellt werden. Die Lehrlinge besuchen während des Lehrverhältnisses die Berufsschule in Blockkursen zu jeweils zehn
Wochen.


Dauer der Berufsschule
für Kochlehrlinge: drei Mal zehn Wochen
für Kellnerlehrlinge: drei Mal zehn Wochen
für Bürofachkräfte: in der Regel 1 Tag pro Woche für 1 Schuljahr


Wer kann Lehrling sein?
Jugendliche zwischen 15 (mit Abschluss des 9.Pflichtschuljahres) und 25 Jahren; die Lehrzeit dauert bei Köchen, Servierfachkräften und Bürofachkräften 36 Monate.


Wer kann Lehrlinge aufnehmen?
Betriebe, welche die Mitteilung der Standards für die betriebliche Lehrlingsausbildung an das Amt für Lehrlingswesen vornehmen un folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • der Ausbilder muss eine entsprechende Qualifikation (Diplom sw.) vorweisen;
  • der Ausbilder muss eine vom Land anerkannte Ausbildung als Lehrlingsausbilder absolviert haben, bzw. dies innerhalb von 6 Monaten nach Einstellung des Lehrling nachholen. 


Wie wird der Lehrlingsvertrag abgeschlossen?
Der Lehrlingsvertrag muss vom Arbeitgeber als auch vom Lehrling (bei Minderjährigen auch vom erziehungsberechtigten Elternteil) in zweifacher Ausfertigung unterzeichnet werden. Eine Kopie erhält der Lehrling, eine weitere der Arbeitgeber.

 

Wie viele Lehrlinge kann ein Betrieb aufnehmen?

BetriebsgrößeVerhältnis Lehrlinge - qualifizierte Mitarbeiter

Arbeitgeber allein

oder weniger als 3 Mitarbeiter

bis zu 3 Lehrlinge

unter 10 Mitarbeiter

1:1

über 10 Mitarbeiter

3:2

Ein Meister-Koch sowie ein Servier-Meister dürfen 2 Lehrlinge ausbilden.

 

Der Lehrlingsvertrag enthält:

  • Daten des Arbeitgebers und des Lehrlings
  • Datum der Aufnahme
  • Einstufung/Qualifizierung (z.B. Koch bzw. Kellner, Bürofachkraft)
  • Name des Ausbildners
  • Name des Erziehungsberechtigten (fals minderjährig)
  • Bruttolohn
  • Dauer des Lehrverhältnisses
  • Probezeit
  • Kollektivvertrag angeben (z.B. Gastgewerbe)
  • Datum und Unterschrift der Vertragspartner

Entlohnung
Je nach Lehrjahr werden gestaffelte Löhne zwischen 55 und 90 Prozent der Normaleinstufung der 4. Lohnstufe ausbezahlt. Die Entlohnung erfolgt auch während des Berufsschulbesuches. Bei Saisonbetrieben muss das Berufsschulgeld mit Auflösung des Arbeitsverhältnisses anteilsmäßig ausbezahlt werden. Das Berufsschulgeld (derzeit 55 %) wird auf Antrag des Arbeitgebers von der Südtiroler Tourismuskasse (STK) rückvergütet.


Besonderheiten
Nach Ablauf der Lehrzeit wird der Arbeitnehmer in die vierte Lohngruppe eingestuft. Wird der Lehrling nach Abschluss des Lehrverhältnisses mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag eingestellt, so sind für die Dauer von weiteren 12 Monaten die Sozialabgaben gleichbleibend.

Jugendschutzgesetz

Bei den Arbeitszeiten gelten folgende Regelungen:

  • 15 Jahre: 35 Wochenstunden, aufgeteilt auf fünf Arbeitstage, ein Ruhetag muss der Sonntag sein (Artikel 22, Gesetz 977/67)
  • ab 16 Jahren: 40 Wochenstunden,aufgeteilt auf fünf Arbeitstage, ein Ruhetag muss nicht der Sonntag sei

Das heißt, den Jugendlichen müssen zwei Ruhetage (auch nicht zusammenhängende) gewährt werden.

  • Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine Überstunden leisten
  • Nachtarbeit von 22 Uhr bis 6 Uhr ist verboten

 

Seit Juni 2013 muss keine ärztliche Kontrollvisite mehr durchgeführt werden!

 

Sozialabgaben in Betrieben mit bis zu 9 Abeitnehmern seit 1. Januar 2013

1. Lehrjahr2. Lehrjahr3. Lehrjahr

Arbeitgeber

1,50 %ˆ3,00 %ˆ10,00 %ˆ

ASPI (seit 2013)

1,61 %1,61 %1,61 %

Lehrling

5,84 %5,84 %5,84 %

Gesamt

8,95 %10,45 %17,45 %

ˆ Bei einer Beschäftigung im Zeitraum ab 2012 bis 2016 fallen für den Arbeitgeber 0,00 % Sozialabgaben an.

Sozialabgaben in Betrieben ab 10 Arbeitnehmern seit 1. Januar 2013

1. Lehrjahr2. Lehrjahr3. Lehrjahr

Arbeitgeber

10,00 %10,00 %10,00 %

ASPI (seit 2013)

1,61 %1,61 %1,61 %

Lehrling

5,84 %5,84 %5,84 %

Gesamt

17,45 %17,45 %17,45 %

 

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