Befristeter Arbeitsvertrag in Jahresbetrieben/Saisonbetrieben mit Enddatum

Bei diesem Vertrag wird die Dauer des Arbeitsverhältnisses im Vornhinein festgelegt. Er läuft mit Erreichen des festgelegten Termins aus, d.h. es bedarf keiner Kündigung. Im Gastgewerbe wird besonders für saisonale Stellen der befristete Vertrag abgeschlossen. Für Arbeitnehmer, welche Mitarbeiter ersetzen, die wegen Schwangerschaft, Krankheit, Unfall befristet abwesend sind, kann ebenfalls der Zeitvertrag angewandt werden.

Voraussetzungen
Ds Arbeitsdekret vom Juli 2013 besagt, dass zwischen einem befristeten und einem weiteren befristeten Arbeitsvertrag des gleichen Arbeitnehmers in einem Jahresbetrieb eine Unterbrechung von 10 Tagen bei Verträgen bis zu sechs Monaten und 20 Tagen bei Verträgen von mehr als sechs Monaten einzuhalten sind.

 

Die zuvor von der sog. "Rirforma Fornero" (Gesetz Nr. 92 vom 28. Juni 2012) eingeführten Unterbrechungszeiten von 60 bzw. 90 Tagen und jene im Landeszusatzvertrag vom 29. November 2012 (20 und 30 Tage) sind somit hinfällig.

Eine einmalige Verlängerung vor Vertragsende ist ohne Unterbrechungsfrist möglich.

 

Von der Neuregelung sind jene Gastbetriebe ausgenommen, welch eine Schließungszeit von 70 Tagen durchgehend bzw. 120 Tagen nicht zusammenhängend aufweisen und somit als Saisonbetrieb gelten.

 

Wer kann Arbeitnehmer mit Zeitvertrag einstellen?
Ab sofort können befristete Arbeitsverträge abgeschlossen werden, wenn die vo Gesetz vorgesehenen Unterbrechungn zwischen den aufeinanderfolgenden Arbeitsverträgen 10 bzw. 20 Tage betragen. Diese Regelung ermöglicht eine usätliche Flexibilität bei den Arbeitsverträgen und zudem wurde die spezielle Situation der gastgewerblichen Betriebe in Südtiol berücksichtigt.

Dazu braucht es:

  • Daten des Arbeitgebers und Arbeitnehmers
  • Datum der Aufnahme
  • Vertragsende
  • Bei Ersatz: Angabe des zu ersetzenden Arbeitnehmers
  • Einstufung/Qualifizierung
  • Bruttolohn
  • Probezeit
  • Datum und Unterschrift der Vertragspartner


Höchstdauer
Für Jahresbetriebe ist eine Höchstdauer von bis zu 36 Monaten vorgesehen.

Entlohnung
Die Entlohnung erfolgt laut entsprechender Lohngruppe zuzüglich 8 % als Zulage bei befristeten und/oder Saisonverrägen berechnet auf Grundlohn, Kontingenzzulage und provinzialem Element.

Auflösung/Enddatum
Arbeitsverträge auf bestimmte Zeit laufen mit Erreichen des Termins aus. Voraussetzung ist die genaue Angabe des Enddatums oder eines Ereignisses (z.B. Ostern, Allerheiligen). Es genügt nicht, nur „Saisonende“ anzugeben.

 

- Vorzeitige Auflösung des Zeitvertrages durch den Arbeitgebers
Falls der Arbeitnehmer ohne gerechtfertigten Grund oder wegen Schließung des Betriebes aus Verschulden des Arbeitgebers oder aus diesem anlastbaren Gründen entlassen wird, hat der Arbeitnehmer Anrecht auf eine Entschädigung in Höhe der Entlohnung (Lohn, 13. und 14. Monatslohn), die ihm vom Tag der Entlassung bis zum Ende der Vertragsdauer zugestanden hätte.

- Vorzeitige Auflösung des befristeten Vertrages durch den Arbeitnehmer
Wird der befristete Arbeitsvertrag vorzeitig von Seiten des Arbeitnehmers ohne gerechtfertigten Grund aufgelöst bzw. wird ein ungerechtfertigtes Fernbleiben vor Vertragsende festgestellt, so hat der Arbeitgeber das Recht, eine Entschädigung in Höhe der dem Arbeitnehmer  zustehenden vollen Entlohnungen (Lohn, 13. und 14. Monatslohn sowie Urlaub, Abfertigung usw.) einzubehalten. 


- Kündigung durch den Arbeitnehmer während der Laufzeit des befristeten Arbeitsvertrages
Der Arbeitnehmer kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von mindestens 25 Kalendertagen vom Vertrag zurücktreten. Wenn der Arbeitnehmer nicht während der gesamten Dauer der Kündigungsfrist arbeitet, hat der Arbeitgeber das Recht, eine Entschädigung in Höhe der dem Arbeinehmer zustehenden vollen Entlohnung (Lohn, 13. und 14. Monatslohn sowie Urlaub, Abfertigung usw.) einzubehalten.


Besonderheiten
Bei der Meldung beim Amt für Arbeitsmarktbeobachtung muss angegeben werden, dass es sich um eine Aufnahme mit Vertrag auf Zeit handelt. Die Bestimmungen des Legislativdekretes Nr. 368 vom 6. September 2001 müssen berücksichtigt werden.

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