Die neue Regelung für Gelegenheitsarbeit „PrestO“

10.7.2017 – Seit Montag, 10. Juli, ist die neue Regelung für Gelegenheitsarbeit „PrestO" anwendbar. Nachfolgend fassen wir die wichtigsten Bestimmungen zur neuen Gelegenheitsarbeit „PrestO" zusammen.

Die Gelegenheitsarbeit „PrestO" können nur jene Unternehmen anwenden, die nicht mehr als 5 unbefristete Mitarbeiter/innen beschäftigen.

Höchstgrenzen und Kosten
Es gelten folgende Limits:
- für Auftraggeber:    max. 5.000 Euro netto pro Jahr
- für Auftragnehmer: max. 2.500 Euro netto pro Auftraggeber 
                                 max. 5.000 Euro netto pro Jahr bei allen Auftraggebern

Bezieher von Alters- oder Invalidenrenten, Studenten unter 25 Jahren oder Arbeitslose können bis zu 6.600 Euro beziehen. Zudem ist ein Limit von 280 Arbeitsstunden pro Jahr (1.1. – 31.12.) vorgesehen.

Die Nettoentlohnung für eine Arbeitsstunde beträgt 9 Euro. Zu Lasten des Auftraggebers gehen zusätzlich 33 Prozent für Sozialabgaben, 3,5 Prozent Versicherungsprämie und 1 Prozent Verwaltungsspesen.

Die Kosten für jede Arbeitsstunde belaufen sich somit auf mindestens 12,38 Euro.

Eine Meldung für weniger als 4 Arbeitsstunden pro Tag ist nicht zulässig.

Die Entlohnung wirkt sich nicht auf den Arbeitslosenstatus aus und ist frei von jeglicher Besteuerung.
Der Auftragnehmer darf in den letzten 6 Monaten nicht im Betrieb beschäftigt gewesen sein. Nicht zulässig ist die Gelegenheitsarbeit bei Werkverträgen (appalti di opere e servizi).

Praktische Anwendung
Die Abwicklung erfolgt telematisch über das Online-Portal des NISF/INPS.
Für die sogenannten Intermediari, (Arbeitgeberverbände, Arbeitsrechtsberater, Steuerberater, sonstige Bevollmächtigte, usw.) soll die Plattform erst innerhalb Juli operativ sein.

Nach erfolgter Registrierung im Onlineportal des NISF/INPS muss mit Mod. F24 ELIDE eine Einzahlung an das NISF/INPS getätigt werden.
Bei der Registrierung des Auftragnehmers muss der IBAN des Kontos angegeben werden, auf welches das NISF/INPS die Auszahlung vornimmt.

Eine Stunde vor Arbeitsbeginn muss der Auftraggeber eine telematische Meldung an das NISF/INPS tätigen. Neben den anagrafischen Daten des Auftragnehmers, dem Ort der Arbeitstätigkeit, Datum und Uhrzeit des Beginns und Ende der Arbeitsleistung muss auch das vereinbarte Entgelt angegeben werden. Die Meldung kann innerhalb von 3 Tagen widerrufen werden, wenn die Arbeitsleistung nicht stattgefunden hat.

Vorgesehene Strafen bzw. Maßnahmen
- Bei nicht gerechtfertigten Wiederruf:                  Strafen für Schwarzarbeit
- Wenn die Limits überschritten werden:              Unbefristeter Vollzeitvertrag
- Wenn telematische Meldung unterlassen wird:  Verwaltungsstrafe von 500 bis 2.500 Euro

Ihr direkter Kontakt zur HGV-Personalberatung:

HGV Bozen

HGV Bozen

Schlachthofstraße 59

39100 Bozen

Tel. 0471 317 800

Fax 0471 317 801

Personalberatung.Bozen@HGV.it

HGV Meran

HGV Meran

Gampenstraße 97

39012 Meran

Tel. 0473 233 148

Fax 0473 210 352

Personalberatung.Meran@HGV.it

HGV Schlanders

HGV Schlanders

Kapuzinerstraße 36

39028 Schlanders

Tel. 0473 620 281

Fax 0473 621 264

Personalberatung.Schlanders@HGV.it

HGV Brixen

HGV Brixen

Dantestraße 29 Brixinia Center

39042 Brixen

Tel. 0472 834 389

Fax 0472 837 235

Personalberatung.Brixen@HGV.it

HGV Bruneck

HGV Bruneck

Europastraße 3 F

39031 Bruneck

Tel. 0474 555 563

Fax 0474 552 787

Personalberatung.Bruneck@HGV.it


DER HGV -IMMER TOP INFORMIERT
produced by Raiffeisen OnLine